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Leichte Sprache: Inklusion

Inklusion ist ein Wort
aus der Sprache Latein.
Auf Deutsch bedeutet das Wort:
Dazu-Gehörigkeit

Das bedeutet Inklusion:

  • Alle Menschen sind mit dabei.
  • Alle Menschen haben ein gutes Leben.

Für die Menschen im Kreis Siegen-Wittgenstein
ist Inklusion wichtig.

Inklusion soll es überall geben.
Im Alltag.

Der Kreis Siegen-Wittgenstein plant Inklusion
seit vielen Jahren.


Der Kreis Siegen-Wittgenstein
hat mehrere Arbeits-Gruppen gegründet.

Die Arbeits-Gruppen haben sich getroffen.
Mehrfach.

Die Arbeits-Gruppen haben besprochen:

  • Wie sieht Inklusion im Kreis Siegen-Wittgenstein jetzt aus?
  • Was ist für die Zukunft wichtig?
  • Was gibt es für Vorschläge?

Es gibt Ergebnisse.
Die Ergebnisse sind von den Besprechungen
von den Arbeits-Gruppen.

Die Ergebnisse sind in einem Bericht aufgeschrieben.
Der Name von dem Bericht ist:
Zweiter Inklusions-Bericht

Das sind Beispiele von den Ergebnissen: 


leichte Sprache Inklusion © Lebenshilfe Oberhausen


Arbeits-Gruppe

  • Gesundheit
  • Pflege
  • Soziales

Alle Menschen sollen Informationen bekommen.
Die Informationen sind über:

  • Was gibt es für Leistungen vom Sozial-Amt?
  • Wie bekommt man die Leistungen?
  • Wie kann man einen Antrag stellen?

Die Informationen sollen in Leichter Sprache sein.


leichte Sprache Inklusion © Lebenshilfe Oberhausen

Arbeits-Gruppe

  • Arbeit
  • Ausbildung
  • Beschäftigung

Es soll ein Falt-Blatt geben.
Das Falt-Blatt ist

  • vom Integrations-Fach-Dienst
  • von der Fach-Stelle für behinderte Menschen.

In dem Falt-Blatt sind Informationen.
Die Informationen sind über:

  • gute Beispiele über Inklusion im Arbeits-Leben
  • Was für Hilfs-Angebote helfen?
  • Wer sind die Ansprech-Partner?

Das Falt-Blatt wird an Firmen verteilt.


Arbeits-Gruppe

  • Bauen
  • Wohnen

Es wird ein Falt-Blatt geben.
In diesem Falt-Blatt soll stehen:
Barriere-Freiheit ist sehr wichtig.

Barriere–Freiheit bedeutet:
ohne Hindernisse.

In dem Falt-Blatt steht:

  • Planung ohne Barrieren ist wichtig.
  • Bauen ohne Barrieren ist wichtig.
  • Jeder Mensch soll auf Barrieren achten.
  • Jeder Mensch soll Barrieren verhindern.
  • Neubauten sollen ohne Barrieren sein.
  • Auf was man sonst noch achten soll. 

leichte Sprache Inklusion © Lebenshilfe Oberhausen

Arbeits-Gruppe
Schule

Es gibt eine Internet-Seite.

Die Internet-Seite hilft:

  • beim Finden von guter Unterstützung.
  • bei der Beratung bei der Auswahl von den Schulen.

Die Internet-Seite soll
für Menschen mit Behinderung sein.
Und für Angehörige.
Angehörige sind zum Beispiel:
Eltern von Kindern mit Behinderung.

Es gibt andere Internet-Seiten.
Die anderen Internet-Seiten können Vorbild sein.
Für die Internet-Seiten vom Kreis Siegen-Wittgenstein.

Leichte Sprache: Initiative Gesund in Siegen-Wittgenstein © Lebenshilfe Oberhausen

Bitte klicken Sie auf die blaue Schrift.
Dann können Sie mehr Informationen bekommen:

www.inklusion-mk.de

www.inklusion-in-muenster.de.

leichte Sprache Inklusion © Lebenshilfe Oberhausen

Arbeits-Gruppe
Mobilität

Mobilität ist ein anderes Wort
für: Beweglichkeit.
Oder für: Verkehr.

Es gibt einen Plan.
Der Plan ist für den Verkehr.

Das ist wichtig:

  • Der Verkehr soll auf die Umwelt achten.
  • Es soll wenig Schad-Stoffe geben.
    Zum Beispiel: Abgase.

Das sind Beispiele aus dem Plan:

  • Es soll Mobil-Stationen geben.
    Mobil-Stationen sind bestimmte Orte.
    An den Orten kann man sich
    verschiedene Sachen ausleihen.
    Zum Beispiel:
    Autos, Fahr-Räder, Elektro-Roller.
  • Barriere-Freiheit ist sehr wichtig.
  • Es soll einen Informations-Plan geben.
    Mit Informationen zum Ertasten.
    Der Information-Plan ist für blinde Menschen.
    Und für Menschen mit Seh-Behinderung.

Ziele der Mobil-Stationen sind:

  • Bessere Zusammen-Arbeit verschiedener Verkehrs-Anbieter.
  • Hilfe bei der Nutzung von bestimmten Möglichkeiten.
    Die bestimmten Möglichkeiten sind gut für die Umwelt.
  • Alle Menschen können sich gut 
    im Verkehr bewegen.
leichte Sprache Der Demografie-Bericht für Siegen-Wittgenstein © Lebenshilfe Oberhausen

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Dann können Sie mehr Informationen bekommen:


Inklusion

Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ganz natürlich dazu gehört. Oder anders: Inklusion ist, wenn alle mitmachen dürfen. Egal wie man aussieht, welche Sprache man spricht oder ob man eine Behinderung hat. 

Was ist Inklusion?

Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ganz natürlich dazu gehört. Oder anders: Inklusion ist, wenn alle mitmachen dürfen. Egal wie man aussieht, welche Sprache man spricht oder ob man eine Behinderung hat. Zum Beispiel: Kinder mit und ohne Behinderung lernen zusammen in der Schule. Wenn jeder Mensch überall dabei sein kann, am Arbeitsplatz, beim Wohnen oder in der Freizeit: Das ist Inklusion.

Gemeinsam verschieden sein

Wenn alle Menschen dabei sein können, ist es normal verschieden zu sein. Und alle haben etwas davon: Wenn es zum Beispiel weniger Treppen gibt, können Menschen mit Kinderwagen, ältere Menschen und Menschen mit Behinderung viel besser dabei sein. In einer inklusiven Welt sind alle Menschen offen für andere Ideen. Wenn man etwas nicht kennt, ist das nicht besser oder schlechter. Es ist normal! Jeder Mensch soll so akzeptiert werden, wie er oder sie ist.

Inklusion für alle

Nur wenn viele Menschen mitmachen, kann Inklusion funktionieren. Jeder kann dabei helfen: Zum Beispiel in der Schule, im Sportverein, im Job, in der Freizeit, in der Familie. Je mehr wir über Inklusion wissen, desto weniger Angst haben wir davor. Keiner sagt dann mehr: Das geht nicht.*

Video - Inklusion in 80 Sekunden erklärt

*Aktion Mensch

Informationen, Rat und Adressen für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige gibt es hier: Familienratgeber – Ein Angebot von Aktion Mensch 

Inklusion im Kreis Siegen-Wittgenstein

Der Kreis Siegen-Wittgenstein bekennt sich ausdrücklich zu den Zielen der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK), der nationalen Aktions- und Umsetzungspläne, sowie den Inklusions-, Integrations- und Teilhaberegelungen des Landes Nordrhein-Westfalen.

Inklusion im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention bedeutet, dass allen Menschen völlig selbstverständlich in allen gesellschaftlichen Bereichen eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe möglich ist. Dabei bedeutet Inklusion mehr als die Gewährleistung von umfassender Barrierefreiheit. Sie bezieht sich auf die vollständige Einbeziehung behinderter Menschen ins gesellschaftliche Leben, ihre gleichberechtigte Anerkennung und Wertschätzung: kurzum die Verwirklichung umfassender, gleichberechtigter und selbstbestimmter Teilhabe.

Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft 

Inklusion fordert alle Institutionen, Organisationen und alle Menschen im Kreis Siegen-Wittgenstein gleichermaßen. Nur gemeinsam ist die Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft möglich. Dieser Herausforderung stellt sich der Kreis Siegen-Wittgenstein und bietet allen regionalen Akteuren eine Plattform, sich einbringen zu können.

Ziel des Planungsprozesses ist es, Impulse auf Ebene des Kreises und der kreisangehörigen Städte und Gemeinden für die erfolgreiche Gestaltung inklusiver Wohn-, Arbeits- und Lebens- und Freizeiträume zu setzen. Inklusion ist somit Ziel, Thema und Qualitätsmerkmal in allen Fachplanungen auf kommunaler Ebene.

Die Planungen und die Umsetzung zur Inklusion erfolgen in enger gemeinsamer Abstimmung des Kreises mit den Kommunen und den vor Ort aktiven Vereinen, Verbänden und Initiativen. Je nach ermittelten Bedarfslagen und vorhandenen Angebotsstrukturen sind neue und/oder bereits in anderen Kommunen entwickelte Angebote für den Sozialraum zu entwickeln.

Prinzip „Nicht über uns ohne uns!“

Gemäß dem Prinzip „Nicht über uns ohne uns!“ ist die Einbeziehung der Perspektive von Betroffenen im Planungs- und Umsetzungsprozess ein zentrales Qualitätskriterium. Auf diesem Weg kann ausgelotet werden, welche Anforderungen behinderte Menschen an gelebte Inklusion stellen und wo aufgrund von individuellen Beeinträchtigungen Schutzräume bzw. integrative Ansätze gewünscht und somit erforderlich sind.

Ebenso wie eine inklusive Gesellschaft nicht von heute auf morgen zu verwirklichen ist, stellt auch die Entwicklung hin zu einem inklusiven Sozialraum Siegen-Wittgenstein einen längerfristigen Prozess dar. Die handelnden Akteure aus Politik, Verwaltung sowie aus Institutionen und Organisationen stellen sich diesem engagiert und offensiv. Zur nachhaltigen Entwicklung und Bewusstseinsänderung gilt es, in kleinen funktionierenden Beispielen Schritt für Schritt aufzuzeigen, was Inklusion bedeutet, damit sie selbstverständlich wird.

Inklusionsbericht

Unter dem Motto "Inklusion ist unsere Herausforderung" beschäftigt sich der Kreis Siegen-Wittgenstein in einem längeren Planungsprozess damit, wie die UN-Behindertenrechtskonvention in der Region umgesetzt und somit Inklusion zur gelebten Wirklichkeit werden kann. Grundlage hierfür sind entsprechende Beschlüsse des Kreistages Siegen-Wittgenstein vom 30. September 2014.

Im Herbst 2012 sind für den Planungsprozess auf Kreisebene insgesamt sechs Arbeits- und fünf Unterarbeitsgruppen eingerichtet worden. Ihre Aufgabe bestand zunächst darin, aufzuzeigen, wie sich Inklusion in der Region in unterschiedlichen Handlungs- und Aufgabenfelder darstellt, um ausgehend von dieser Grundlage Maßnahmen für die Zukunft zu beschreiben. Im Herbst 2014 wurden die Ergebnisse und die damit verbundenen Handlungsempfehlungen dem Kreistag vorgelegt.

Ab Herbst 2018 sind die elf Arbeitskreise dann erneut zusammengekommen, um eine Bilanz zu ziehen, das Erreichte auf den Prüfstand zu stellen und ggf. neue Ziele zu erarbeiten. Die Ergebnisse dieser Arbeit flossen dann in den 2. Inklusionsbericht für den Kreis Siegen-Wittgenstein ein, den der Kreistag im Oktober 2020 verabschiedet hat. 

Beispiele für Ergebnisse der Arbeitsgruppen aus dem 2. Inklusionsbericht 2019

Arbeitsgruppe Gesundheit, Pflege und Soziales

  • Es soll ein „Wegweiser Sozialamt“ entwickelt werden, um Bürgern Informationen über die Leistungen des Sozialamtes sowie die Zugangs- und Antragsmöglichkeiten in leichter Sprache zur Verfügung zu stellen. Dazu sollen alle Leistungen des Sozialamtes mit entsprechenden Beschreibungen professionell in leichter Sprache aufbereitet werden.

Arbeitsgruppe Arbeit, Ausbildung und Beschäftigung

  • Der Darstellung von Positivbeispielen zur gelungenen Integration in den Arbeitsmarkt und den dazu passenden Förderungen sowie deren Ansprechpartnern wird ein hoher Wirkungsgrad zugeschrieben. Der Integrationsfachdienst und die Fachstelle für behinderte Menschen im Beruf werden gute Beispiele identifizieren, die dann in einer Broschüre zusammengestellt und den regionalen Unternehmen zur Verfügung gestellt werden.

Arbeitsgruppe Bauen und Wohnen

  • Barrierefreies Planen und Bauen ist ein Planen und Bauen für alle Menschen, eine Architektur für heute und morgen! Das Engagement der gesamten Gesellschaft ist gefordert, um noch bestehende Barrieren konsequent abzubauen und bei Neubauten eine umfassende Barrierefreiheit im Sinne eines „universellen Designs“ / „Designs für Alle“ zu verwirklichen. Der AG ist es daher wichtig, mit einer Broschüre für ein barrierefreies, menschengerechtes Planen und Bauen zu werben und gleichzeitig zu informieren, was dabei zu beachten ist.

Arbeitsgruppe Schule

  • Eine adressatenorientierte, gut strukturierte Internetpräsenz könnte Eltern von Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf helfen, passgenaue Beschulungs-Angebote zu finden. Mögliche Vorbilder: www.inklusion-mk.de, www.inklusion-in-muenster.de.

Arbeitsgruppe Mobilität

  • Eine Maßnahme aus dem Ende 2018 beschlossenen klimafreundlichen Mobilitätskonzept ist die Einrichtung von Mobilstationen. Zu den Mindeststandards bzw. Elementen hoher Notwendigkeit gehören u. a. auch die Barrierefreiheit sowie ein Reliefplan für Blinde und sehbehinderte Menschen. Ziele der Mobilstationen sind neben der Vernetzung unterschiedlicher Verkehrsträger, die Förderung der Nutzung von umwelt- und klimafreundlichen Mobilitätsangeboten sowie die Sicherstellung der Mobilität gerade auch für in ihrer Mobilität oder Sensorik eingeschränkte Menschen.