Wie wirkt sich eine Aufstallungspflicht auf Öko-Betriebe aus?
Grundsätzlich ist in der ökologischen Tierhaltung, so auch bei Schweinen, gemäß der Verordnung (EU) 2018/848 der Zugang der Tiere zu Freigelände vorzusehen. Dieser Zugang ist zu gewährleisten, soweit die physiologischen und physischen Bedingungen dies gestatten und keine unionsrechtlich vorgesehenen vorübergehenden Beschränkungen zum Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier entgegenstehen.
Eine vorübergehende Einschränkung bzw. Aussetzung des Zugangs zum Freigelände führt nicht automatisch zum Verlust des Status als ökologische Haltung. Die übrigen Anforderungen des EU-Öko-Rechts sind jedoch weiterhin einzuhalten. Dies betrifft unter anderem die vorgeschriebenen Mindeststall- und Mindestaußenflächen für Schweine gemäß Artikel 10 in Verbindung mit Anhang I Teil III der Durchführungsverordnung (EU) 2020/464.
Ökologische Schweinehaltung in mit ASP infizierten Gebieten in NRW.