Wie wird mit Borkenkäfern und anderen Waldschädlingen in einem Nationalpark umgegangen?
In einem Nationalpark werden absterbende Bäume nicht mehr als „Schaden“ betrachtet, sondern als Teil des natürlichen Kreislaufes. Da in den Kernzonen eines Nationalparkes keine wirtschaftliche Nutzung mehr stattfindet, entstehen durch absterbende Bäume auch keine wirtschaftlichen Verluste.
Am Rothaarkamm sind die Fichtenbestände bereits zum Großteil den Kalamitäten, unter anderem durch Borkenkäfer zum Opfer gefallen. Sollten zum Schutz von angrenzenden Flächen in Privateigentum Schutzmaßnahmen vor Schädlingen (beispielsweise auch dem Eichenprachtkäfer) erforderlich sein, werden diese vollständig durch die Nationalparkverwaltung umgesetzt. Aufgrund des engmaschigen Monitorings durch die Nationalparkverwaltung werden Borkenkäferentwicklungen meist frühzeitig erkannt und entsprechend eingedämmt.