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Netzwerk Sexuelle Gesundheit in Siegen-Wittgenstein

Zielsetzung des Netzwerkes Sexuelle Gesundheit im Kreis Siegen-Wittgenstein ist es, die bestehenden Angebote der Prävention, Beratung, Testung und Behandlung zu HIV und weiteren sexuell übertragbaren Infektionen (STI) durch eine systematische Informations- und Netzwerkarbeit weiterzuentwickeln.

Zielsetzung des Netzwerkes Sexuelle Gesundheit im Kreis Siegen-Wittgenstein ist es, die bestehenden Angebote der Prävention, Beratung, Testung und Behandlung zu HIV und weiteren sexuell übertragbaren Infektionen (STI) durch eine systematische Informations- und Netzwerkarbeit weiterzuentwickeln. Angestrebt wird eine wirksamere Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen den Angeboten insbesondere im ländlichen Raum. Dadurch sollen mehr Menschen mit sexuellen Gesundheitsrisiken die vorhandenen Unterstützungsangebote frühzeitiger und häufiger in Anspruch nehmen. Das Projekt bezieht sich vor allem auf Informations-, Beratungs- und Behandlungsangebote für folgende Personengruppen:


1. www.siwiwillsgesund.de → Schwule Männer und Männer, die Sex mit Männern haben (MSM)

2. www.gosexarbeit.de → Menschen in der Sexarbeit

3. www.lustunddrogen.de → Drogengebrauchende und Menschen in der Substitution

Ziele und Teilziele

Aufbau des Netzwerkes zu sexueller Gesundheit im Kreis Siegen-Wittgenstein

  • Verbesserung der Zugänge für die Zielgruppen (Schwule Männer/Männer, die Sex mit Männern haben, i.V. drogengebrauchende Menschen, Sexarbeiterinnen) in den Bereichen Information, Beratung, Test und Behandlung
  • bessere Verzahnung der Strukturen (Beratung, Test, Behandlung)
  • Strukturen transparenter und leichter zugänglich gestalten
  • Initiierung von Kooperationen mit niedergelassenen Ärzt*innen zur Verbesserung der Überleitung von Beratung/Test und Behandlung

Gezielte Präventions-/Öffentlichkeitsarbeit für die o.g. Zielgruppen

  • Kenntnisstand zu den vielfältigen Angeboten von Information, Beratung, Testung und Behandlung zu HIV und weiteren sexuell übertragbaren Infektionen im Kreis Siegen-Wittgenstein und Inanspruchnahme der Angebote ja nach Risiko erhöhen
  • positive, motivierende Ansprache im Text (Angebot zu sexueller Gesundheit)
  • Kenntnis zu existierenden Angeboten fördern
  • Übersicht existierender Angebote herstellen

Aufbau von niedrigschwelligen Angeboten entsprechend den Bedürfnissen der jeweiligen Zielgruppe

  • Menschen früher zum Test motivieren, um so Spätdiagnosen zu reduzieren
  • Zielgruppen dort „abholen“ wo sie sich aufhalten

Umsetzung - konkret

Netzwerk sexuelle Gesundheit in Siegen-Wittgenstein

Dem Netzwerk sexuelle Gesundheit im Kreis Siegen-Wittgenstein gehören folgende Akteur*innen an (alphabetisch sortiert):

  • AIDS-Hilfe Kreis Siegen-Wittgenstein e.V.
  • AWO Suchthilfe Siegen e.V.
  • Beratungsstelle FÜR MÄDCHEN IN NOT
  • Beratungsstelle für Schwangere (KSD/SkF Olpe e.V.)
  • Beratungsstelle gegen Gewalt an Kindern und Jugendlichen
  • CSD-Siegen e.V.
  • Diakonie Soziale Dienste Suchtkrankenberatung e.V.
  • Ehe-, Familien und Lebensberatungsstelle (EFL) des Ev. Kirchenkreises
  • Frauenberatungsstelle „Frauen helfen Frauen“/Fachstelle gegen Sexualisierte Gewalt
  • Krisen- und Gewaltberatung für Jungen und Männer "Echte Männer reden" (KSD Olpe)
  • Polizeilicher Opferschutz
  • Praxis Dilltal mit Zweigstelle in Burbach, u.a. Schwerpunkt HIV und STI
  • Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung des Ev. Kirchenkreises (siehe EFL)
  • Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung des Kreises Siegen-Wittgenstein
  • Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle donum vitae Siegen e.V.
  • Schwule Initiative Siegen e.V.
  • Suchtberatung Diakonisches Werk Wittgenstein
  • TAMAR Prostituierten- und Ausstiegsberatung

Weitere Unterstützung gibt es u.a. von:

  • Diakonie Klinikum Bethesda, Qualifizierte Entzugsbehandlung
  • Diakonie-Klinikum, Gynäkologie
  • Fachärzt*innen (Gynäkologie, Urologie, Dermatologie)
  • Malteser Migranten Medizin Siegen, die Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus sowie Bürger*innen ohne Krankenversicherung eine anonyme und kostenfreie medizinische Erstversorgung anbieten und bei Bedarf auch weitergehende Behandlungs- und Hilfsangebote vermitteln
  • Medizinischen Einrichtungen der Substitution
  • Personen aus den jeweiligen Zielgruppen, die sich an der Verbesserung und Entwicklung von Angeboten beteiligen

Fortbildungen und Sensibilisierung zu sexueller Gesundheit sowie zu HIV und weiteren sexuell übertragbaren Infektionen, u.a. für

  • Ärzt*innen von niedergelassenen Praxen und Kliniken (Fachrichtungen: Allgemeinmedizin, Dermatologie, Gynäkologie, Urologie, etc.)
  • Beratungsstellen und Selbsthilfe
  • Multiplikator*innen und ehrenamtlich tätige Personen

Gezielte Präventions-/Öffentlichkeitsarbeit für die o.g. Zielgruppen

  • Enge Kooperation mit den beteiligten Kooperationspartner*innen zur Verbesserung der Zugänge zu den kostenlosen und anonymen Informations-, Beratungs- und Testangeboten
  • Aufbau von zielgruppenspezifischen Präventionskanälen, u.a. Nutzung neuer Medien mit Partizipation der Zielgruppen
  • durch aufsuchende Arbeit
  • durch Anpassung des Angebotes an die Bedarfe der jeweiligen Zielgruppe

Aufbau von niedrigschwelligen Angeboten entsprechend den Bedürfnissen der jeweiligen Zielgruppe

Ideen für Angebote

  • Sprechstunde für Nicht-Krankenversicherte Frauen mit Untersuchungsmöglichkeit
  • MSM-Sprechstunde (Männergesundheit, HIV/STI, PrEP etc.) mit Untersuchungsmöglichkeit
  • spezielle Impfsprechstunde (Hepatitis A/B) für die o.g. Zielgruppen
  • aufsuchende Beratung/Testung mit Untersuchungsmöglichkeit (Gesundheitsamt in Kooperation mit Beratungsstellen, Ärzt*innen, Kliniken...), z.B. in Clubs sowie in Räumen der kooperierenden Beratungsstellen
  • Beratungs- und Testangebot im Rahmenprogramm von Veranstaltungen (z.B. CSD, WAT)