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Statement Landrat Andreas Müller
Pressekonferenz „Zukunftssicherung des Museums für Gegenwartskunst Siegen"

Statement Landrat Andreas Müller
Pressekonferenz „Zukunftssicherung des Museums für Gegenwartskunst Siegen durch einzigartige Public-Private-Partnership“ am Donnerstag, 15. Oktober 2015


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte mich zu allererst bei Ihnen, liebe Barbara Lambrecht-Schadeberg, für Ihr großes Engagement für die Kultur in Siegen-Wittgenstein und insbesondere für das Museum für Gegenwartskunst bedanken.

Sie haben die Initiative für eine Zustiftung zur Peter-Paul-Rubens-Stiftung ergriffen, um damit das Museum für Gegenwartskunst auf Dauer zu sichern. Mit ihrer äußerst großzügigen Zustiftung haben Sie auch uns, die wir heute hier vertreten sind, dazu gebracht, ganz erhebliche Summen zuzustiften.

Das ist für uns, die wir öffentliches Geld verwalten, nicht immer ganz einfach. Aber Ihre Argumente waren überzeugend und das Ziel, das Museum für Gegenwartskunst auf Dauer zu festigen, ebenfalls. Das Museum ist ein kultureller Leuchtturm, der bei Kunstkennern in ganz Deutschland wahrgenommen wird.

Wir als Kreis Siegen-Wittgenstein verstehen unsere kulturpolitische Ausrichtung so, dass wir ganz besonders die Projekte und kulturellen Institutionen fördern, die für den ganzen Kreis Wirkung entfalten und auch darüber hinaus unsere Region attraktiv machen. Also: Kulturentwicklung und Kulturmanagement über die Kirchtürme hinweg.

Beispiele dafür sind das Kulturhaus Lÿz als regionales Haus für kulturelle Produktionen und Präsentationen oder das Landesorchester Philharmonie Südwestfalen, für das der Kreis seit vielen Jahren Verantwortung übernimmt. Wir richten das internationale Festival KulturPur aus und wir haben uns am Apollo-Theater beteiligt.

2012 entstand der Plan, dass Barbara Lambrecht-Schadeberg mit einer großen Zustiftung die Peter-Paul-Rubens-Stiftung definitiv zukunftsfähig machen will. Voraussetzung dafür, dass auch der LWL und das Land Nordrhein-Westfalen Geld geben, war ein kommunaler Anteil. Deshalb haben wir als Kreis Siegen-Wittgenstein unsere Bereitschaft erklärt, in drei Tranchen insgesamt 1,25 Mio. Euro einzulegen.

Damals habe ich noch nicht als Landrat, aber als Mitglied des Kreistages für meine Fraktion erklärt, dass wir diese einmalige Zustiftung der Mäzenin durch einen kommunalen Anteil ermöglichen wollen. Mit großer Mehrheit hat der Kreistag dann am 14. Dezember 2012 beschlossen, den genannten Betrag in die Stiftung einzulegen.

Ich freue mich, dass wir nun heute hier gemeinsam sagen können: Der Deal steht! Und noch mehr freue ich mich zu hören, dass Barbara Lambrecht-Schadeberg vor diesem Hintergrund bereit ist, auch über weitere Initiativen zur Zukunftssicherung des Museums nachzudenken. Denn: Die Stiftung ist nachhaltig und wichtig – aber die Zinserträge bringen nicht mehr das, was vor drei Jahren noch möglich war.

Unterm Strich ist die Botschaft des heutigen Tages: Für das Museum für Gegenwartskunst sind die Weichen auf Zukunftssicherung gestellt! Und wir als Kreis Siegen-Wittgenstein sind gerne dabei! Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!