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Datum: 17.04.2020

Siegen-Wittgenstein blüht auf!
Förderprogramm des Kreises bietet kostenlose regionale Saatgutmischungen an

Blühende Landschaften erfreuen nicht nur das Auge der Menschen, sondern bilden vor allem eine lebenswichtige Grundlage für eine Vielzahl von heimischen Insekten. Dazu möchte der Kreis Siegen-Wittgenstein mit dem neuen Förderprogramm „Siegen-Wittgenstein blüht auf“ einen Beitrag leisten.

Blühende Landschaften erfreuen nicht nur das Auge der Menschen, sondern bilden vor allem eine lebenswichtige Grundlage für eine Vielzahl von heimischen Insekten. Dazu möchte der Kreis Siegen-Wittgenstein mit dem neuen Förderprogramm „Siegen-Wittgenstein blüht auf“ einen Beitrag leisten.

Das Programm sieht vor, Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Unternehmen dabei zu unterstützen, mit der Anlage von Blühflächen Farbe und Vielfalt in die Landschaft des Kreises Siegen-Wittgenstein zu bringen und neue Nahrungs- und Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zu schaffen.

Dem Insektensterben entgegen treten

Das Förderprogramm wurde ins Leben gerufen, weil die Vielfalt der über 40.000 verschiedenen in Nordrhein-Westfalen lebenden Pflanzen-, Pilz- und Tierarten bedroht ist. Gründe dafür sind unter anderem, der Einsatz von Pestiziden, die Anpflanzung von nicht heimischen Pflanzen und die Umwandlung von potentiellen Blühflächen in Kiesbeete oder Rasen. Das allgemeine Insektensterben ist eine der gefährlichsten Entwicklungen.

Hier will der Kreis Siegen-Wittgenstein gegensteuern und stellt deshalb ab sofort kostenlos regionale und zertifizierte Saatgutmischungen aus heimischen Wildpflanzen zur Ausbringung in die freie Landschaft zur Verfügung. In einem Informationsflyer sind jetzt die einzelnen Förderbedingungen veröffentlicht worden (siehe Randspalte). Interessierte können sich aber auch direkt an die Untere Naturschutzbehörde in der Kreisverwaltung wenden.

Saatgut für Flächen zwischen 100-5000qm

Die Fläche für die Anlage einer Blühfläche in der freien Landschaft sollte mindestens 100 Quadratmeter betragen. Die maximale Flächengröße sollte 5.000 Quadratmeter nicht überschreiten. Voraussetzung für eine erfolgreiche Ansaat und Förderung ist beispielsweise eine sonnige Lage der Fläche sowie eine Sicherung und Pflege über fünf Jahre.