Schnelle Hilfe für Rettungswagen
Landrat Andreas Müller dankt für fraktionsübergreifenden Beschluss
Manchmal muss es einfach schnell gehen. Das gilt vor allem für die Einsätze des Rettungsdienstes. Manchmal braucht aber auch der Rettungsdienst schnelle Hilfe – wie in diesem Fall: Vor kurzem war ein Rettungswagen des DRK im Bereich der Obernautalsperre beim Wenden auf die Seite gestürzt.
Die Instandsetzung ist nicht billig: Für das neue Fahrgestell, die Reparatur des Kofferaufbaus und die Umsetzung auf das neue Fahrgestell sind insgesamt rund 170.000 Euro veranschlagt. Wobei im Rahmen der Umsetzung auch ein hochmodernes Tragensystem in das Fahrzeug eingebaut wird, dass die Mitarbeiter des Rettungsdienstes deutlich körperlich entlastet.
Bei Vergaben in dieser Größenordnung ist die Kreisverwaltung auf die Zustimmung des Kreisausschusses angewiesen. Dieser kann aber aktuell wegen der Corona-Pandemie nicht zusammentreten. Die nächste reguläre Sitzung ist erst für den 8. Mai geplant.
Deshalb hatte Landrat Andreas Müller nun kurzfristig eine Dringlichkeitsentscheidung herbeigeführt. Damit diese auch gültig ist, muss sie von mindestens einem Mitglied des Kreisausschusses mit unterzeichnet werden. „Ich bin sehr dankbar, dass Bernd Brandemann, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, diese Mitzeichnung übernommen hat“, bedankt sich Andreas Müller. „Das zeigt mir, dass wir uns fraktionsübergreifend für ein reibungsloses Funktionieren unseres Rettungsdienstes und damit für das Wohl der Menschen in Siegen-Wittgenstein einsetzen“.
Der Kreis Siegen-Wittgenstein ist Träger des Rettungsdienstes, den im Stadtgebiet Siegen die Feuerwehr und im übrigen Kreisgebiet das Deutsche Rote Kreuz und der Malteser Hilfsdienst im Auftrag des Kreises durchführen. Notwendige Ausschreibungen, Anschaffungen und Vergaben, wie auch die Reparatur von Fahrzeugen, werden durch das Amt für Brand-, Bevölkerungsschutz und Rettungswesen koordiniert.
Der Rettungswagen mit dem neuen Fahrgestell und dem reparierten Aufbau kann damit – trotz des erheblichen Schadens – voraussichtlich schon in etwa drei Monaten wieder auf die Straße geschickt werden. Insgesamt sind derzeit im Kreis Siegen-Wittgenstein 15 Rettungswagen unterwegs.