Inhalt
Datum: 23.07.2020

Deutsch lernen trotz Corona
47 Jugendliche nahmen an Sommerferien-Sprachkursen teil

46 Jugendliche haben an den "Sommerferien-Sprachkursen" teilgenommen. Diese fanden bereits zum fünften Mal statt und wurden vom Kommunalen Integrationszentrum und der Volkshochschule des Kreises organisiert.

„Ich finde es hier sehr gut und ich komme gerne in den Deutschkurs. Ich lerne hier sehr viel“ – das ist das Fazit von Dustum. Der 17-Jährige ist vor sieben Monaten nach Deutschland gekommen und konnte coronabedingt lange Zeit keine Schule besuchen. Jetzt hat er gemeinsam mit 46 anderen Jugendlichen an den „Sommerferien-Sprachkursen“ vom 29. Juni bis 16. Juli 2020 teilgenommen.

Die Veranstaltung wurde bereits zum fünften Mal angeboten und vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Siegen-Wittgenstein und der Volkshochschule Siegen-Wittgenstein (VHS) organisiert. Dieses Jahr fanden die Kurse in den Räumlichkeiten des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung des Kreises Siegen-Wittgenstein statt – natürlich unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Abstands- und Hygieneregeln.

Drei Wochen unterrichteten vier Dozenten die Schüler im Alter von 14 bis 25 Jahren in unterschiedlichen Sprachniveau-Kursen. Die verantwortliche Mitarbeiterin der VHS, Christiane Seus, erklärt das Ziel des Angebotes: „Die Jugendlichen lernen die deutsche Sprache als notwendige Bildungssprache und ‚vergessen‘ sie auch während der langen Sommerferienzeit nicht“. Dabei geht es den Organisatoren aber keineswegs darum, dass die Jugendlichen ihre Herkunftssprachen verdrängen. Vielmehr soll eine Mehrsprachigkeit erreicht werden.

„Ich bin sehr froh, dass wir dieses Jahr die Sommerferiensprachkurse trotz verschärfter Bedingungen und einiger organisatorischer Hürden durchführen konnten“, unterstreicht Organisatorin Eva Gwozdz vom Kommunalen Integrationszentrum.
„Die Jugendlichen haben mir gezeigt, dass sie sehr dankbar über die Möglichkeit sind, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Aufgrund der Corona-Pandemie ist das aktuell sonst sehr schwierig. Auch für die Gelegenheit soziale Kontakte trotz der Abstände zu knüpfen waren viele ebenfalls sehr dankbar.“