Sanierung der Kreisstraße 14:
Arbeiten an der Hengsbachstraße offiziell abgeschlossen
Rund 440.000 Euro haben Kreis Siegen-Wittgenstein und Stadt Siegen in die Sanierung der Kreisstraße 14 investiert. Jetzt wurden die Arbeiten an der Hengsbachstraße offiziell beendet. Es mussten unter anderem eine Weltkriegsbombe entschärft und drei Bergbaustollen gesichert werden.
Rund 440.000 Euro haben Kreis Siegen-Wittgenstein und Stadt Siegen in die Sanierung der Kreisstraße 14 investiert. Jetzt wurden die Arbeiten an der Hengsbachstraße offiziell beendet. Aus diesem Anlass haben Bürgermeister Steffen Mues und Helge Klinkert, zuständige Dezernentin des Kreises, vor Ort die geleisteten Arbeiten noch einmal Revue passieren lassen – denn es war keine ganz normale Straßenbaumaßnahme, wie Steffen Mues betonte.
Die Hengsbachstraße ist eine wichtige Zufahrtsstraße zum Jung-Stilling-Krankenhaus in Siegen. Sie war über viele Jahre eine "Buckelpiste". Die Sanierung war besonders aufwendig, weil im Rahmen der Arbeiten unter anderem eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden musste. Für die Entschärfung mussten rund 700 Anwohner evakuiert werden, darunter auch ein Teil der Bewohner des Seniorenheims Obere Hengsbach. Für die Evankuierten wurde in der Siegerlandhalle eine Betreuungsstelle eingerichtet. Weitere vermutete Bomben entpuppten sich schließlich nur als Altmetall, so dass weitere Evakuierungen vermieden werden konnten.
Fliegerbombe entschärft, Bergbaustollen gesichert
Im Rahmen der Arbeiten wurden zudem drei oberflächennahe Stollen aus der Siegerländer Bergbaugeschichte entdeckt. Diese mussten mit 45 Kubikmeter Beton und zwei Tonnen Stahl gesichert werden. Und schließlich galt es noch, eine 22 Meter lange Stützmauer neu zu errichten – weniger als einen Meter vom Haus Hengsbachstraße 93 entfernt.
Helge Klinkert machte deutlich, dass die Sanierung der K 14 ein hervorragendes Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit zwischen dem Kreis und der Stadt Siegen ist. Insbesondere, weil es für diesen Ausbau keine Zuschüsse gab, wie ansonsten bei Arbeiten dieser Art üblich. Deshalb mussten alle Kosten ausschließlich von Kreis und Stadt getragen werden. Klinkerts besonderer Dank gilt daher auch den Gremien, Kreistag und Rat der Stadt Siegen, die die Mittel für diese Sanierung zur Verfügung gestellt haben.