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Erhöht mehr Totholz im Wald die Waldbrandgefahr?

Durch den Klimawandel häufen sich Waldbrandereignisse auch in unserer Region – zuletzt etwa in der Eifel-Gemeinde Hürtgenwald und im belgischen Hohen Venn. Entsprechend häufig wird gefragt, ob nicht gerade liegendes Totholz im Nationalpark als Brandbeschleuniger wirken könnte. Diese Sorge lässt sich anhand eines konkreten Falls entkräften: Nach einem großflächigen Waldbrand im Nationalpark Sächsische Schweiz 2022 untersuchte Prof. Michael Müller von der TU Dresden die horizontale Brandausbreitung und stellte fest, dass Totholz nicht zu einer verstärkten Ausbreitung beigetragen hat. Totholzbereiche wirken vielmehr wie ein Schwamm: Sie schützen den Oberboden vor Austrocknung, und die entstehende Humusauflage speichert Wasser besser als die oft wasserabweisende Nadelstreu reiner Nadelwälder. Die Entwicklung weg von Nadelholzmonokulturen hin zu naturnahen Laubmischwäldern erhöht entsprechend mittelfristig die Widerstandsfähigkeit des Waldes gegenüber Feuer.