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Neubau der Höchstspannungsfreileitung
Informationsgespräch mit Landrat und Vertretern betroffener Städte

Mitarbeiter des Dortmunder Stromübertragungsnetzbetreibers Amprion haben jetzt Landrat Andreas Müller sowie Bürgermeister und Vertreter der Städte Kreuztal, Siegen und Freudenberg über den Stand der Planungen für den Bau der 380-Kilovolt (kV)-Höchstspannungsfreileitung in Siegen-Wittgenstein informiert. Der Bau soll weitestgehend im Trassenraum bestehender Leitungen erfolgen.

In Siegen-Wittgenstein verlaufen im vorhandenen Trassenraum überwiegend zwei, aber auch teilweise drei Leitungen parallel. Über die gesamte Strecke werden zwei abgebaut und machen Platz für eine neue Leitung. Die neuen Masten müssen erhöht werden. In der Summe werden im Leitungsabschnitt des Kreises zukünftig 92 Masten weniger stehen. Um Wohngebiete zu entlasten, soll die Trasse im Raum Fellinghausen westlich verschwenkt werden. Damit die Region weiterhin mit Strom versorgt werden kann, muss eine neue Umspannanlage gebaut werden. Der Standort der Anlage soll die Belange von Mensch und Natur optimal berücksichtigen, daher werden verschiedene Varianten im Raum Fellinghausen untersucht.

Amprion plant zahlreiche Informationsmaßnahmen

Amprion wird nun mit den betroffenen Grundstückseigentümern Kontakt aufnehmen. Für das Frühjahr sind mehrere Bürgerinformationsmärkte geplant. An verschiedenen Themeninseln werden unter anderem der geplante Trassenverlauf mit den Maststandorten, die Leitungstechnik, das Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie das Thema elektrische und magnetische Felder vorgestellt. Auf den Bürgerinformationsmärkten beantworten Amprion-Mitarbeiter in persönlichen Gesprächen Fragen der Bürger und nehmen Hinweise aus der Bevölkerung auf. Amprion-Sprecher Claas Hammes: „Wir möchten umfassend über den geplanten Leitungsbau informieren. Das Projekt kann nur gelingen, wenn alle nachvollziehen können, warum die Leitung verstärkt werden muss.“

Energiewendeprojekt in mehreren Planungsabschnitten

Der Leitungsabschnitt ist Teil der geplanten 380-kV-Freileitungsverbindung von Dortmund (Kruckel) bis Frankfurt. Die energiewirtschaftliche Notwendigkeit und der vordringliche Bedarf für den Ausbau sind im Energieleitungsausbaugesetz von 2009 festgeschrieben. Durch den Ausbau der Leitung von Dortmund bis Frankfurt soll der Abtransport der Windenergie Norddeutschlands sichergestellt werden. Sie trägt zur Energieversorgung der Bundesländer bei, die von der Abschaltung konventioneller Kraftwerke betroffen sind. Der Neubau der Leitung ist auf einer Gesamtlänge von etwa 113 Kilometer erforderlich. Für den gut 40 Kilometer langen Abschnitt Attendorn (Kreis Olpe) bis Landesgrenze Rheinland-Pfalz soll das Planfeststellungsverfahren voraussichtlich Mitte 2016 beantragt werden.

Weitere Information zu den verschiedenen Trassenabschnitten gibt es hier.

28.01.2016