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25 Jahre „Zoff dem Stoff“
Jubiläumsausgabe des Anti-Drogen-Fußballturniers am 30. und 31. Januar

Zum 25. Mal findet in diesem Jahr das Anti-Drogen-Fußball-Turnier „Zoff dem Stoff“ statt, organisiert vom FC Eiserfeld in Kooperation mit der Kreispolizeibehörde und der AOK NORDWEST.

Zum 25. Mal findet in diesem Jahr das Anti-Drogen-Fußball-Turnier Zoff dem Stoff statt, organisiert vom FC Eiserfeld in Kooperation mit der Kreispolizeibehörde und der AOK NORDWEST. Am 30. und 31. Januar treffen in der neuen Giersberg-Sporthalle in Siegen wieder C-Jugend-Mannschaften aus der Region und von Bundesligisten aufeinander. Im Rahmenprogramm schaut u.a. Fußball-Weltmeister Olaf Thon vorbei. Landrat Andreas Müller ist Schirmherr des Turniers.

 

Rückblick

Aus Anlass des Jubiläums warfen die Veranstalter mit den Organisatoren der ersten Stunde jetzt einen Blick zurück. 1990 hatte die Polizei in NRW beschlossen, "ihrer Präventionsarbeit einen neuen Anstrich zu geben", erinnert sich Peter Ginsberg, Polizeibeamter im Ruhestand, damals für die Prävention in Siegen-Wittgenstein zuständig. Die Idee für das Turniern hatten Uli und Klaus-Dieter Steiner von der damaligen DJK Eiserfeld (heute FC Eiserfeld) aus Baden-Württemberg mitgebracht. Peter Ginsberg war sofort begeistert – und mit der AOK fanden Polizei und Verein einen dritten beigeisterten Partner, der die notwendigen finanziellen Mittel für die Durchführung solch eines Turniers einbringen konnte. Martin Büdenbender vertritt die AOK seit Anfang an im Organisationsteam und ist bis heute mit dabei.

Was heute ein großes, auch überregional viel beachtetes Turnier ist, hat vor 25 Jahren klein angefangen: Beim ersten Turnier waren gerade einmal 8 Mannschaften dabei, damals noch B-Jugendliche. Schnell wurde deutlich: Soll Prävention erfolgreich sein, muss man bei noch jüngeren anfangen. Deshalb wurde das Turnier nach den ersten Jahren dann für C-Jugend-Mannschaften ausgeschrieben.

2001 nahmen erstmals auch Nachwuchsteams von Bundesligisten aus der 1. und 2. Liga am Anti-Drogen-Fußballturnier teil. Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund sind bis heute die Mannschaften, die am häufigsten dabei waren. Durch die Teilnahme der Bundesligisten änderte sich das Klima beim Turnier grundlegend, erinnert sich Peter Ginsberg: Ging es vorher auf dem Spielfeld und daneben öfter mal rauer, lauter und auch turbulenter zu, war das mit einem Mal vorbei: "Vor den 'Großen' wollte sich keiner blamieren", ist für Ginsberg die naheliegende Erklärung.

Während des Turniers Infos zur Drogenprävention zu geben, war von Anfang an Teil des Konzeptes. Zunächst geschah das in Form von kurzen Ansprachen in den Spielpausen, so Peter Ginsberg: "Als am Ende einer Ansprache ein Spieler einmal laut 'Amen' sagte, war mir klar, dass wir am Konzept etwas verändern mussten". Inzwischen kommen seit vielen Jahren prominte Gäste, die in Interviews deutlich machen: Drogen machen nicht stark. Stark ist der, der auf Drogen verzichtet und erfolgreich seinen Weg geht. Und dabei spielt Sport eine wichtige Rolle, um Persönlichkeiten zu stärken und jungen Menschen Selbstvertrauen zu geben, sind sich die Macher von "Zoff dem Stoff" einig. "Vor allem, wenn prominente Sportler diese Botschaft setzen, kommt sie gut an", sagt Peter Ginsberg. Und so ist das Rahmenprogramm mit Interviews aber auch oft spektakulären Sportpräsentationen ein ganz wesentlicher Teil von "Zoff dem Stoff".

Heute ist "Zoff dem Stoff" die landesweit die älteste Präventionsarbeit, die seit ihrem Start ununterbrochen existiert. "Ohne die Kooperationspartner von FC Eiserfeld und AOK könnten wir soetwas nicht stemmen", unterstrich Polizeidirektor Wilfried Bergmann. Und auch AOK-Regionaldirektor Dirk Schneidermachte deutlich: "Zoff dem Stoff zeigt, dass bei uns Kooperationen funktionieren".

Und auch das ist bemerkenswert: Im Laufe der 25 Jahre konnten mit "Zoff dem Stoff" 35.000 Euro erwirtschaft werden, die in die Präventionsarbeit eingeflossen sind.

 

"Zoff dem Stoff 2016"

2016 werden erstmals 20 Mannschaften am Anti-Drogen-Fußballturnier teilnehmen. Auch diesmal haben sich wieder Nachwuchsteams von Top-Mannschaften angesagt: Pokalverteidiger Borussia Dortmund, Bayer 04 Leverkusen, TSG Hoffenheim, Hamburger SV, FSV Frankfurt, Fortuna Düsseldorf, SC Paderborn, VfL Bochum, Bonner SC und Arminia Bielefeld0. Diese Teams stehen am Sonntag in den Endrundenpartien auf dem Spielfeld.

Bereits am Samstag spielen 17 heimische Mannschaften mit der DJK Wattenscheid, dem FC Rheinsüd Köln und dem SC West Köln um neun Endrundenplätze. Beginn ist am Samstag um 9.30 Uhr und am Sonntag bereits um 8.30 Uhr.

Ein attraktives Rahmenprogramm rundet die zwei Turniertage ab. Dabei steht das Motto „Kinder stark machen“ im Mittelpunkt. Samstags wird eine Rhönradpräsentation stattfinden, die Coronett Dancers zeigen ihr Können. Außerdem sind Nikolai Weber (Torwart) und Maxi Holst (aktuell Platz 3. der Handball-Bundesliga Torschützenliste) von der HSG Wetzlar zu Gast und geben auch gerne Autogramme. Am Sonntag ist wieder der bekannte Ballkünstler Julian Hollands vor Ort, zeigt sein Geschick und übt mit den Kids. Die Landesturnriege der Polizei wird mit ihrer Vorführung das Publikum begeistern und bei einem speziellen Torwandschießen ist Präzession gefragt. Zur besten Kaffeezeit am Sonntagnachmittag wird Fußballweltmeister Olaf Thon das Jubiläumsturnier mit seinem Besuch ehren.

Auch der obligatorische Trainerstammtisch findet wieder statt. Dort wird schwerpunktmäßig über Gefahren und Mobbing in sozialen Netzwerken gesprochen.
Das Blaue Kreuz informiert über seine Arbeit und bietet in Kooperation mit der Gesamtschule Eiserfeld an beiden Tagen leckere alkoholfreie Drinks an. Sonntags wird Benjamin Becker, Teamleiter von Bluprevent der bundesweiten Jugendaktion des Blauen Kreuz für ein Interview zur Verfügung stehen. Abgerundet wird das Programm mit einer attraktiven Tombola.

Bei „Zoff dem Stoff“ wird dank vieler Unterstützer auch ein Überschuss erzielt, der für Projekte in Schulen und Jugendgruppen eingesetzt wird. Im vergangen Jahr konnten so 2.143 Euro erwirt-schaftet werden. Diese Summe steht nun für den genannten Zweck zur Verfügung.

21.01.2016