„Unternehmen fragen – wir kümmern uns“
Landrat richtet zentrale Lotsenstelle für Unternehmen ein
Wer ein Unternehmen führt, kennt das Problem: Ein neues Förderprogramm klingt vielversprechend, doch die Antragsunterlagen sind umfangreich. Eine Hallenerweiterung steht an, aber wer ist eigentlich zuständig – die Stadt, der Kreis oder die Bezirksregierung in Arnsberg? Für solche und ähnliche Fragen hat der Landrat jetzt eine zentrale Lotsenstelle eingerichtet.
Wer ein Unternehmen führt, kennt das Problem: Ein neues Förderprogramm klingt vielversprechend, doch die Antragsunterlagen sind umfangreich. Eine Hallenerweiterung steht an, aber wer ist eigentlich zuständig – die Stadt, der Kreis oder die Bezirksregierung in Arnsberg? Für solche und ähnliche Fragen gibt es jetzt eine zentrale Anlaufstelle beim Kreis: Der Landrat schärft das Profil der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung, Klimaschutz und Mobilität als Anlauf- und Lotsenstelle für die regionale Wirtschaft. Einheitlicher Ansprechpartner ist Max Gottschalk, E-Mail: m.gottschalk@siegen-wittgenstein.de.
Das Prinzip ist einfach, erläutert der Landrat: „Unternehmen, die eine Frage haben oder Unterstützung benötigen, wenden sich an unsere Wirtschaftsförderung. Dort wird das Anliegen entweder direkt gelöst oder an die richtige Stelle vermittelt.“ Das gelte für Themen der Wirtschaftsförderung selbst genauso wie für Anliegen aus anderen Bereichen der Kreisverwaltung, etwa Bauanträge oder die Genehmigung von Schwertransporten. Auch wenn die Zuständigkeit bei einer Stadt, einer Gemeinde oder einer anderen Behörde liegt, könne die Wirtschaftsförderung des Kreises bei der Orientierung helfen und Kontakte herstellen.
- „Unsere Unternehmen sollen ihre Zeit in die innovative Weiterentwicklung ihrer Produkte, ihre Kunden und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investieren können – und nicht in die Suche nach dem richtigen Ansprechpartner. Wir wollen Komplexität reduzieren und Wege verkürzen. Wer sich an uns wendet, bekommt schnell und verlässlich Hilfe.“
Andreas Müller, Landrat
Breites Angebot aus einer Hand
Das Angebot ist bewusst breit angelegt. Die Wirtschaftsförderung unterstützt bei der Suche nach passenden Förderprogrammen und begleitet Unternehmen auf Wunsch durch das Antragsverfahren. Sie gibt Orientierung bei Zuständigkeiten und Genehmigungsverfahren – innerhalb der Kreisverwaltung und behördenübergreifend – und vermittelt zu externen Partnern wie der IHK Siegen oder dem RegionalForum.
Einen besonderen Schwerpunkt bilden Energie- und Klimathemen. Unternehmen erhalten Beratung zu Klimaschutz und zur Anpassung ihrer Standorte an Klimafolgen wie Hitze oder Starkregen. Hinzu kommen Informationen zur Nutzung von Abwärme, zum Umweltprogramm ÖKOPROFIT, zur betrieblichen Mobilität und zum Aufbau von Ladeinfrastruktur. Auch beim Breitband- und Mobilfunkausbau informiert die Wirtschaftsförderung und vermittelt die passenden Ansprechpartner. Gründerinnen und Gründer werden beraten und in das regionale Gründungsnetzwerk Startpunkt57 eingebunden. Zudem informiert die Wirtschaftsförderung über neue Förderprogramme, gesetzliche Entwicklungen, Technologien und Marktveränderungen.
Netzwerke knüpfen, Wissen teilen
Neben der Beratung im Einzelfall setzt der Kreis bewusst auf Vernetzung. Ein Beispiel ist das Abwärmenetzwerk: Hier bringt die Wirtschaftsförderung Unternehmen zusammen, damit ungenutzte Wärme aus Produktionsprozessen sinnvoll eingesetzt werden kann – ein Gewinn für Klima und Betriebskosten gleichermaßen. „Oft liegt die Lösung für ein Unternehmen gleich nebenan, beim Nachbarbetrieb oder bei einem Partner in der Region“, so der Müller. „Wir sorgen dafür, dass diese Kontakte entstehen.“
Starke Wirtschaft – starke Region
Gemeinsam mit unseren Partnerkreisen in Südwestfalen ist Siegen-Wittgenstein Industrieregion Nummer 1 in NRW. Zahlreiche Weltmarktführer sind hier zu Hause. Gleichzeitig stehen viele Betriebe vor großen Herausforderungen: Der internationale Wettbewerb, etwa durch Anbieter aus China, nimmt zu, Rohstoffe werden knapper und teurer, und eine zunehmend protektionistische Handelspolitik der USA ist auch in den heimischen Werkshallen spürbar.
„Diese Entwicklungen gehen an unseren Unternehmen nicht spurlos vorbei – und damit auch nicht an den Menschen, die hier arbeiten“, betont Andreas Müller. „Eine starke Wirtschaft sichert Arbeitsplätze, Ausbildung und Wohlstand in Siegen-Wittgenstein. Deshalb stellen wir uns als Kreis klar an die Seite unserer Betriebe. Wir sind Industrieregion Nummer eins in NRW – und das wollen wir auch bleiben.“