Inklusion und Demokratiebildung stärken: Dafür steht die neue Schulrätin Andrea Weber
Eine Zukunft, in der Schulen die Möglichkeiten haben, mit der bunten Vielfalt an Kulturen, Sprachen und Besonderheiten von Menschen umzugehen – genau das möchte Andrea Weber, die neue Schulrätin des Kreises Siegen-Wittgenstein, erreichen.
Eine Zukunft, in der Schulen die Möglichkeiten haben, mit der bunten Vielfalt an Kulturen, Sprachen und Besonderheiten von Menschen umzugehen – genau das möchte Andrea Weber, die neue Schulrätin des Kreises Siegen-Wittgenstein, erreichen.
Seit April 2026 ist Andrea Weber als Schulrätin zuständig für Haupt- und Förderschulen im Kreisgebiet. „Die Schulen wissen selbst am besten, was sie brauchen“, betont Weber. Ihre Aufgabe sieht sie darin, beratend, koordinierend und begleitend tätig zu sein. Die größte Herausforderung für Schulen sieht Andrea Weber derzeit in der Stärkung demokratischer Werte und des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
„Das bedeutet für mich, die Jugendlichen fit zu machen für unsere Demokratie“, sagt sie: „Dazu gehört unter anderem, Mehrsprachigkeit stärker als Ressource zu verstehen und Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, ihre kulturelle Identität in den Schulalltag einzubringen.“
„Schule lebt von Vielfalt und Mitbestimmung. Damit Demokratie in diesem Umfeld gelingt, ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler miteinzubeziehen.“, sagt Landrat Andreas Müller. „Ich bin froh, dass wir mit Andrea Weber eine Schulrätin haben, die sich verstärkt dafür einsetzen möchte.“
Laut Andrea Weber werden zudem in Zukunft die fortschreitende Digitalisierung und die Einbindung von künstlicher Intelligenz im Unterricht eine große Rolle an den Schulen spielen. Gleichzeitig ist Inklusion für Andrea Weber ein großes Anliegen: „Mein Ziel ist es, Lösungen zu finden, um Menschen mit unterschiedlichen Bedarfen in die Schulgemeinschaft zu inkludieren und Bildungsgerechtigkeit zu bieten.“
Nach ihrem Studium der Sonderpädagogik an der Universität zu Köln mit den Förderschwerpunkten Sprache sowie körperliche und motorische Entwicklung, arbeitete Andrea Weber ab 1994 als Lehrerin und als Rektorin an Sekundar- und Förderschulen.
Im Laufe der Zeit gab es verschiedene Herausforderungen, die in Andrea Weber nicht nur das Interesse geweckt haben, Schulrätin zu werden, sondern ihr auch in ihrer aktuellen Funktion helfen: „Durch Krisen wie die Corona-Pandemie oder Ausnahmesituationen wie ein Kind, das vom Schulgelände verschwunden war, weiß ich heute besser, wie man Menschen im schulischen Kontext in schwierigen Situationen zur Seite stehen kann.“
Die Erfahrungen aus ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn haben der heute 56- Jährigen vor allem zwei Sachen vermittelt: Ruhe bewahren und gemeinsam nach Lösungen suchen.