Löwe, Nilpferd und Esel. Peter Paul Rubens’ Tiere - Vortrag von Jacqueline Estelle Hartwig, M.A. im Siegerlandmuseum
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Tiere erscheinen in Rubensâ Werken als gefürchtete Bedrohung, geliebte Begleitung und wenig geachtete Unterlegene. Das ambivalente Verhältnis von Mensch und Tier, das heute umso mehr diskutiert wird, ist bereits in Bildern des 17. Jahrhunderts deutlich. In dieser Zeit erwacht die Faszination an Natur und Tier auf neue Weise und Naturforscher versuchen, das ganze Wissen über die Tierwelt in enzyklopädischen Büchern zu versammeln. Rubens erwirbt einige dieser Tierbücher und malt derweil Tiere mit Persönlichkeit und Ausdrucksstärke, die die flämische Tiermalerei für immer verändern sollen. Stecher wie Schelte à Bolswert und Pieter Claesz Soutman übersetzen die Kompositionen in Rubensâ eigener Werkstatt meisterhaft in Kupferstiche und Radierungen. Auch darüber hinaus werden seine Bilderfindungen in der Druckgrafik verbreitet. Anhand dieser Grafiken untersucht der Vortrag die Bedeutung von Tieren in Kunst und Gesellschaft der Rubenszeit. Jacqueline Estelle Hartwig, M.A. studierte Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Kuratorische Studien sowie Ethnologie in Göttingen und Bari. Seit Ende 2024 verfolgt sie ihre Dissertation zu auÃereuropäischen Tieren in den Werken von Peter Paul Rubens und Jan Brueghel d.Ã. in Verbindung zur Menagerie am Brüsseler Hof. Ihr Wissenschaftliches Volontariat absolvierte sie 2022â2024 am Museum Barberini in Potsdam, dort wirkte sie u.a. an den Ausstellungen âWolken und Licht. Impressionismus in Hollandâ (2022), âMunch. Lebenslandschaftâ (2023/24) und âEinhorn. Das Fabeltier in der Kunstâ (2025/26) mit.
