Hilfsnavigation
Hauptmenu
Volltextsuche
Angebot von A bis Z

Von A - Z

von A bis Z
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Quickmenü
Select Language

100 Jahre Frauenwahlrecht: Ausstellung, Schulprojekt, Poetry Slam

 
 

Ausstellung, Schulprojekt und Poetry Slam zu „100 Jahre Frauenwahlrecht“
„Frauen müssen ihre Chancen erkennen, sie ergreifen, darauf hinarbeiten. Vom Himmel fallen Chancen nur selten. Wir alle müssen etwas dafür tun.“

Es war ein ganz besonderer Fototermin, zu dem Martina Böttcher, die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Siegen-Wittgenstein, am 14. Dezember eingeladen hatte: 17 Frauen waren dabei – und damit alle Frauen, die aktuell Mitglied des Kreistages Siegen-Wittgenstein sind.

Anlass für dieses Foto: der Jahrestag „100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland“. Zur Wahl der Nationalversammlung in Weimar am 19. Januar 1919 hatte die Frauen im Deutschen Reich erstmals das aktive und passive Wahlrecht. Zugleich wird 2019 das Grundgesetz 70 Jahre alt und der aktive Gleichstellungsauftrag als Ergänzung des Artikels 3 Abs. 2 unserer Verfassung blickt auf eine 25-jährige Geschichte zurück.

„Vor dem Hintergrund dieser Jubiläen möchte ich einen Bogen bis in die Gegenwart spannen und das heutige politische Wirken von Frauen in Siegen-Wittgenstein ins öffentliche Licht rücken“, sagt Martina Böttcher: „Gleichzeitig möchte ich mich bei allen Frauen, die sich politisch engagieren, ganz herzlich dafür bedanken! Denn auch wenn das Wahlrecht vor 100 Jahren erstritten wurde, ist trotz aller Anstrengungen der Frauenanteil in den Parlamenten auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene immer noch zu gering und von einer paritätischen Besetzung weit entfernt“, betont Martina Böttcher.

So sind im Kreistag Siegen-Wittgenstein 17 von 54 Mitgliedern Frauen. Im Bundestag ist der Frauenanteil nach der letzten Wahl sogar wieder zurückgegangen und liegt jetzt – wie vor 20 Jahren – wieder bei 30,9 Prozent. Und Deutschlandweit wird auch nur jedes zehnte Rathaus von einer Frau geleitet.

Wanderausstellung „Mit Macht zur Wahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht in Europa“

So wird im Rahmen des Jubiläumsprogramms vom 8. bis zum 22. März im Foyer des Kreishauses die Wanderausstellung „Mit Macht zur Wahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht in Europa“ zu sehen sein, organisiert von der Kreis-Volkshochschule, dem Kreisarchiv und von Martina Böttcher.

„Die Ausstellung bietet einen guten Überblick über die vielfältige Entwicklung des Frauenwahlrechts in Europa“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises. Sie wurde vom Frauenmuseum in Bonn erstellt und zeigt Portraits einzelner Frauen, die sich trotz aller Widerstände überall in Europa für gleiche Rechte eingesetzt haben.

Die Eröffnung, zu der alle Interessierten eingeladen sind, findet am Freitag, 8. März 2019, um 11:00 Uhr statt. Die Historikerin Ulrike Just aus Bonn wird in die Ausstellung einführen. „Das Frauenwahlrecht musste erst gegen viele Vorurteile durchgesetzt werden. So wurde Frauen etwa verminderte Intelligenz und durch ihre Gebärfähigkeit eine ‚natürliche‘ Bestimmung für den privaten Bereich zugeschrieben“, sagt sie. Um Frauen möglichst von der Wahlurne fernzuhalten, mussten sie z.B. in Griechenland nachweisen, dass sie lesen und schreiben können, um wählen zu dürfen.

„Mit dieser Ausstellung wollen wir auch einen regionalen Bezug herstellen und zeigen, dass sich auch in Siegen-Wittgenstein mutige Frauen auf den Weg gemacht haben, für Gleichberechtigung und das Frauenwahlrecht zu kämpfen“, erläutert Martina Böttcher.

Poetry Slam

Unter dem Motto „Frauenpower“ wird es einen Poetry Slam im Rahmen der Aktivitäten zu „100 Jahre Frauenwahlrecht“ geben. Sechs Minuten haben die acht Slamerinnen und Slamer jeweils Zeit, um ihre Gedanken zum Thema zu reimen, zu hauchen, zu flüstern oder hinauszuschreien – live und unberechenbar: Witziges, Inspirierendes, Ernstes, Ironisches, Feministisches, Politisches. Der Poetry Slam findet am Sonntag, 17. März 2019, ab 17:00 Uhr im Kulturhaus Lÿz statt. Karten gibt es bereits im Vorverkauf.

Schulprojekt des Berufskollegs AHS zu „100 Jahre Frauenwahlrecht“

In Zusammenarbeit mit Martina Böttcher führt das Berufskolleg AHS ein Schulprojekt zum Thema „Gleichstellung – 100 Jahre Frauenwahlrecht“ durch. Dazu gehört auch eine Befragung der weiblichen Kreistagsmitglieder, der heimischen Bürgermeisterinnen und der Frauen aus der Region, die ein Mandat im Landtag, im Bundestag oder im Europäischen Parlament haben. „Das Ziel dieser Umfrage ist es, die Möglichkeiten der Teilhabe von Frauen in der Politik im Kreisgebiet genauer beurteilen zu können“, sagt Lehrer Michael Birkner.

Die Ergebnisse dieser Befragung werden am 8. März bei der Ausstellungseröffnung „100 Jahre Frauenwahlrecht“ präsentiert.

Zu den Befragten gehören auch die Bürgermeisterinnen Christa Schuppler und Nicole Reschke, die stellvertretenden Landrätinnen Jutta Capito und Waltraud Schäfer sowie Meike Menn, Mitglied der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Jutta Capito, stellvertretende Landrätin

Die Frage, ob „Mann“ oder „Frau“ hat für Jutta Capito keine Rolle bei der Entscheidung gespielt, sich in der CDU zu engagieren: „Ich wollte immer schon aktiv mitarbeiten, statt nur zu kritisieren“, sagt die stellvertretende Landrätin.

Sie kommt aus der Landwirtschaft und hatte deshalb auch nie Probleme, sich in einer vermeintlichen Männerwelt zu behaupten. „Auch in der Kommunalpolitik hatte ich äußerst selten das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden“, sagt die Neunkirchnerin. Gerade in der Kommunalpolitik könne man auch nicht mehr von einer Männerdomäne sprechen, da sich in den vergangenen Jahren viel getan habe. „Frauen werden mitunter sogar gezielt als Ansprechpartnerinnen und Expertinnen für Ausschüsse und Gremien gesucht und sind fester Bestandteil der Politiklandschaft – wenn auch gemessen an Mitgliederzahlen noch Luft nach oben ist“, sagt sie.

Mit Blick auf die Zukunft macht sie sich über den Nachwuchs keine Sorge. „Die jungen Frauen sind heutzutage zielstrebig, gut ausgebildet und engagiert. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass perspektivisch mehr Frauen ihren Weg in die Politik und auch in Führungspositionen finden werden.“

Nicole Reschke, Bürgermeisterin von Freudenberg

Um das zu fördern, kann sich Nicole Reschke, Bürgermeisterin von Freudenberg, Mentoring-Projekte vorstellen: „Wir sollten bewusst danach schauen, wo es jüngere Frauen gibt, die Interesse am politischen Gestalten haben, diese dann eine gewisse Zeit lang begleiten und so an die Politik heranführen.“

Sie selbst ist seit etwas mehr als drei Jahren Bürgermeisterin und als Quereinsteigerin in die Politik gekommen. Auch für sie spielte bei dieser Entscheidung das Geschlecht keine Rolle, sondern eher die Überlegung, ob der Seitenwechsel aus dem Journalismus in die Politik gelingen kann, sagt die SPD-Politikerin. Zudem stellt sie fest, dass Politik für Frauen immer noch ein Stück weit aufwendiger ist als für Männer, „weil sich die Frage nach der Vereinbarkeit von Familie und politischer Karriere bei Männern einfach weniger stellt.“ Aus ihrer Sicht ist das für viele Frauen auch nach wie vor der Haupthinderungsgrund, um sich tatsächlich in der Politik zu engagieren.

In den vergangenen drei Jahren im Amt hat Nicole Reschke versucht, die Menschen von sich und ihrer Arbeit zu überzeugen, „sich zu beweisen“. „Die Frage ‚Frau als Bürgermeisterin‘ stellt sich jetzt nicht mehr“, ist sie überzeugt. Am Anfang, direkt nach der Wahl, war das noch anders: „Teile der Bürgerschaft haben schon sehr genau hingesehen, wie sich ‚die Neue‘ auf dem Chefsessel im Rathaus mache: „Sehr jung, Frau, zwei kleine Kinder, kommt aus einem anderem Bereich – ich musste mich vielleicht an der ein oder anderen Stelle doch schon stärker behaupten und durchsetzen als das vermutlich für einen Mann Anfang 50 nötig gewesen wäre“, sagt sie.

Im Kreis der Bürgermeister, des Landrates oder unter Wirtschaftsvertretern hatte Nicole Reschke dagegen von Anfang an wenig Probleme: „Das war im Siegerland schon etwas normaler. Christa Schuppler, die Bürgermeisterin von Wilnsdorf, hatte hier schon Vorarbeit geleistet“, sagt Nicole Reschke.

Christa Schuppler, Bürgermeisterin von Wilnsdorf

Christa Schuppler ist seit 2009 Bürgermeisterin der Gemeinde Wilnsdorf. „Ich bin damals von Seiten der CDU Wilnsdorf angesprochen worden, weil man mir das Amt der Bürgermeisterin anscheinend zugetraut hat. Dass ich eine Frau bin, war offensichtlich kein Problem“, sagt sie.

Grundsätzlich ist Christa Schuppler überzeugt, dass Frauen und Männer heutzutage in Deutschland gleichberechtigt sind. „Frauen müssen ihre Chancen erkennen, sie ergreifen, darauf hinarbeiten. Vom Himmel fallen Chancen nur selten. Wir alle müssen etwas dafür tun.“ Trotzdem sieht sie auch Gründe, warum Frauen sich seltener in der Politik engagieren als Männer: „Die Hürden befinden sich in den Köpfen“, stellt sie fest: Es gibt leider noch viele Menschen, die Gleichstellung nicht selbstverständlich leben. Die glauben, dass Frauen durch Familie – insbesondere durch Kinder – sich der Aufgabe nicht voll und ganz stellen können. Zum Glück zeigen viele Beispiele, dass Männer und Frauen gleich gut Kinder erziehen und sich um ihre Familie kümmern können. Paare müssen gemeinsam ‚ihr‘ Modell finden und es dann leben“, ist Christa Schuppler überzeugt. Ihre Hoffnung: „Durch viele positive Beispiele kann man Frauen und Männer ermuntern, ihren Weg zu gehen.“

Meike Menn, Mitglied des Kreistages Siegen-Wittgenstein

Meike Menn gehört zur fünfköpfigen Fraktion von Bündnis90/Die Grünen im Kreistag. Sie besteht aus drei Frauen und zwei Männern – und damit hat sie den höchsten Frauenanteil von allen Fraktionen im Kreistag Siegen-Wittgenstein. Deshalb stellt sie auch fest: „Leider wird kommunale Politik immer noch von Männern dominiert, es gibt viele Fraktionen auf Kreis- und Stadtebene, die gar keine Frauen haben“, bedauert sie.

Die „Hürden im Kopf“ sieht sie genauso wie Christa Schuppler: „Die niedrige Präsenz von Frauen in der Politik kommt daher, dass der Eintritt in eine ehrenamtliche Tätigkeit – zu der Kommunalpolitik ja auch gehört – durch ein rückständiges Frauenbild erschwert wird. Nach der Ausbildung kommt die Familienphase mit Kindererziehung. Für viele Frauen hat das die Folge, dass es für sie erst sehr spät in Frage kommt, in eine ehrenamtliche Tätigkeit zu gehen.“

Seit 2005 ist Meike Menn in der Politik aktiv und setzt sich in dieser Arbeit – neben anderen Themen – auch intensiv für die Gleichberechtigung ein: „Ich wollte als Frau weiterkommen, den Frauenanteil erhöhen und einfach zeigen, dass ich das auch kann, was die Männer machen“, sagt sie.

Um den Anteil von Frauen in der Politik zu erhöhen, setzt sie auf eine Quotenregel: „Ich finde es nicht gut, dass eine Frauen-Quote gebraucht wird, aber das Ergebnis, nämlich, dass dadurch mehr Frauen z.B. ihren Weg in die Räte und Kreistage finden, ist für mich erstrebenswert.“

Waltraud Schäfer, stellvertretende Landrätin

„Frauenquote – ja oder nein“ – da gehen die Meinungen auseinander – auch unter Frauen. Während Meike Menn auf die Erfolge verweist, sind Jutta Capito und Waltraud Schäfer, ebenfalls stellvertretende Landrätin des Kreises Siegen-Wittgenstein, eher skeptisch.

Dabei ist Waltraud Schäfer selbst über den so genannten „Frauenplatz“ in die SPD-Kreistagsfraktion gekommen. Das war vor genau 25 Jahren. Seither ist sie Kreistagsmitglied. „Dabei wäre damals auf der entscheidenden Sitzung der Punkt ‚Frauenplatz‘ beinahe einfach übergangen worden, nach dem Motto: ‚Es gibt ja sowieso keine Frau, die das in Anspruch nehmen würde!‘, erinnert sich die Wittgensteinerin: „Da bin ich spontan aufgestanden und habe gesagt: ‚Hallo? Wir haben doch mich!‘. Ich konnte nicht einsehen, warum Frauen einfach übergangen wurden“, sagt sie.

Auch als Waltraud Schäfer Ortsvorsteherin in Niederlaasphe werden wollte, haben ihr viele Männer gesagt, sie könne das nicht und das werde nicht funktionieren. Andere haben sie aber auch dazu ermutigt. „Mut“, sagt sie, „war damals der entscheidende Faktor für meinen Einstieg in die Politik.“

Trotzdem ist Waltraud Schäfer von einer Frauenquoten nicht begeistert, „weil ich der Meinung bin, wenn Frauen etwas schaffen wollen, dann können sie es auch alleine.“ Unterm Strich hat sie am Ende dann die positive Erfahrung gemacht: „Nachdem ich politisch tätig geworden bin, hatte ich danach nie das Gefühl, in der ‚Männerwelt‘ nicht anerkannt zu sein.“

Hedwig Heinzerling, Wahlkämpferin für die liberale Deutsche Demokratische Partei (DDP) im Jahr 1919

Vor einhundert Jahren, als das Frauenwahlrecht in Deutschland eingeführt wurde, gab es im heutigen Siegen-Wittgenstein nur wenige politisch aktive Frauen. Kreisarchivar Thomas Wolf hat Unterlagen und Veröffentlichungen aus der damaligen Zeit ausgewertet: „Ein Blick in die lokale Presse zeigt, dass die Frauen als Wählerinnengruppe deutlich wahrgenommen wurden. Durchweg alle politischen Parteien boten Wahlkampfveranstaltungen speziell für Frauen an“, sagt er.

Eine Frau ist dabei ganz besonders aktiv gewesen: die Siegener Gewerbelehrerin Hedwig Heinzerling. „Als engagierte Wahlkämpferin für die liberale Deutsche Demokratische Partei trat sie z.B. noch am 18. Januar 1919 – einen Tag vor der Wahl zur Nationalversammlung – um 18:00 Uhr abends in Eiserfeld auf.

Zur Wahl berichtete die Siegener Zeitung am 20. Januar 1919: „Zum ersten Male haben auch die Frauen das ihnen durch die Revolution gewährte Wahlrecht ausgeübt. Ja sie haben sich mit aller Kraft und dem lebendigen Interesse, das dieses neue staatsbürgerliche Recht bei ihnen hervorrufen musste, an der Wahlarbeit der Parteien beteiligt und hervorragende Dienste geleistet.“

Bei einer Wahlbeteiligung von um die 80% im Kreis Siegen erzielte vor allem die SPD deutliche Zugewinne gegenüber der Reichstagswahl von 1919. Der intensive Wahlkampf von Hedwig Heinzerlingder DDP im Siegerland schlug sich übrigens nicht in einem guten Ergebnis nieder.

„Hedwig Heinzerling ist im heutigen Kreisgebiet die einzige Politikerin, die in der Weimarer Zeit ein politisches Mandat innehatte – wohl der Lohn ihrer intensiven Wahlkampfarbeit“, vermutet Thomas Wolf. Von 1920 bis 1929 vertrat Heinzerling die DDP im Siegener Stadtrat.

1882 wurde Hedwig Heinzerling in Siegen geboren. Ihre Eltern ermöglichten ihr eine fundierte schulische Ausbildung, an die sich ein Studium zur Sprachlehrerin in Berlin anschloss. Fortbildungen in Genf, London und Paris schlossen sich an. Nach Lehrerstellen in Posen, Berlin und Hamburg war Hedwig Heinzerling seit Mai 1919 in Siegen beschäftigt.

Nach 1945 nahm sie ihre politische Tätigkeit wieder auf. Von 1945 bis 1956 stand sie als Stadtverordnete der FDP im Siegener Rat für „den Bau und die Ausstattung von Kindergärten, für die Förderung des Stadtkrankenhauses und des DRK-Kinderkrankenhauses, für soziale Fragen im weitesten Sinne, [und] für Probleme des Schulwesens.“

Lotte Friese-Korn, Hedwig Finger und Waltraud Steinhauer

„Nach 1945 traten wieder Frauen als Inhaberinnen von politischen Mandaten in Erscheinung, die ihre politische Sozialisation wohl schon in der Weimarer Republik erfahren hatten“, berichtet der Kreisarchivar: z.B. Lotte Friese-Korn (1899 bis 1963), die von 1947 bis 1954 für die FDP im Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen saß, und Hedwig Finger (1899 bis 1974), die für die CDU von 1946 bis 1954 ein Mandat im nordrhein-westfälischen Landtag hatte. Erste Bundestagsabgeordnete aus der Region war übrigens Waltraud Steinhauer (1925 bis 2002), die als Sozialdemokratin die Region von 1974 bis 1990 vertrat.

Dem ersten Kreistag (1945 bis 1946) des Kreises Siegen gehörten Maria Abraham, Johanna Gozdzikowski, Elisabeth von der Nahmer, Grete Noß und Dr. Gertrud Philipp an. „Über diese frühen Politikerinnen ist leider nichts Weiteres bekannt“, stellt Thomas Wolf fest und muss zudem feststellen: „Für den Altkreis Wittgenstein sind so frühe politische Mandate, die von Frauen wahrgenommen wurden, nicht nachweisbar. Bleibt zu hoffen, dass das Jubiläum zu einer eingehenderen Beschäftigung mit den frühen Politikerinnen im Kreisgebiet

Seite zurücknach obenSeite drucken