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14.01.2020 16:30 Uhr / Vorträge
Marvel Comics und die Emergenz des Hip Consumerism in den 1960er Jahren

14.01.2020
16:30 Uhr
Universität Siegen, Raum AR-NA 016 (Neuer Senatssa), Adolf-Reichwein-Straße 2
Siegen
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Mit der Einführung ihrer ganz und gar nicht perfekten Serienheld*innen revolutionierte der Marvel-Comics-Verlag in den 1960er Jahren das komplette Genre der Superheldencomics. Aus dem monatlichen Zusammenspiel von Editorials und Leserbriefspalten entstand ein intensiv geführter Diskurs, der weit über die Serien selbst hinausreichte. Dieser Diskurs produzierte eine 'Welt des Marveltums', in der Leser*innen zu Marvelmaniacs und Produzent*innen zu Quasi-Superheld*innen wurden. Marvel verstand es dabei wie kein zweiter Verlag, kommerzielle Erfolge durch ein ausgeprägtes Partizipationsversprechen an die Fans zu erzielen. In diesem Rahmen wurde der Kauf von Marvel-Heften und Merchandise-Produkten zwar offen als Massenkonsum diskutiert, gleichzeitig aber als eine Form des hip consumerism zelebriert, die Fans aus ihrer passiven Rolle als Konsument*innen befreien und in den Status involvierter Akteur*innen versetzen sollte. Diese Transformation prägt bis heute das Verhältnis von kulturindustrieller Produktion und populärer Rezeption. Der Siegener Literatur- und Kulturwissenschaftler Daniel Stein beleuchtet in seinem Vortrag am Beispiel von Marvels hip consumerism das Spannungsverhältnis von Konsum und Partizipation in der Popkultur.
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