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Klimaschutz

Der Klimawandel ist eine der größten globalen Herausforderungen der aktuellen Zeit. Die Folgen des Klimawandels betreffen dabei nicht mehr nur künftige Generationen oder andere Weltregionen, sondern sind sowohl in Deutschland als auch in unserer Region erkennbar.

Der Klimawandel ist eine der größten globalen Herausforderungen der aktuellen Zeit. Die Folgen des Klimawandels betreffen dabei nicht mehr nur künftige Generationen oder andere Weltregionen, sondern sind sowohl in Deutschland als auch in unserer Region erkennbar. Auch in Nordrhein-Westfalen verändern sich die Temperatur- und Niederschlagsverhältnisse und es ist bereits zu einer deutlichen Verschiebung der Jahreszeiten gekommen. Auch die Dürrejahre 2018 und 2019 mit Herausforderungen für die Trinkwasserversorgung und einem massiven Sterben der lokalen Wälder sind ohne den Klimawandel kaum zu erklären.

Der Kreis Siegen-Wittgenstein ist sich der Herausforderungen des Klimawandels bewusst und nimmt sich der anspruchsvollen Aufgabe des Klimaschutzes und der Anpassung an die Folgen des Klimawandels aktiv an. Bereits am 23.03.2012 hat der Kreistag die Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes beschlossen, welches im Mai 2014 fertiggestellt wurde. Dieses enthält Maßnahmen sowohl für den Kreis, als auch für die beteiligten kreisangehörigen Städte und Gemeinden.

Klimaschutzaktivitäten und Projekte des Kreises

Interkommunaler Klimaschutz

Seit Beginn der Arbeiten am Integrierten Klimaschutzkonzept im Jahr 2012 arbeiten Kreis, Städte und Gemeinden in Siegen-Wittgenstein im Klimaschutz zusammen. Im Jahr 2014 wurde ein erster interkommunaler Maßnahmenplan beschlossen. Seit Herbst 2015 wird dieser durch einen beim Kreis beschäftigten und vom Bundesumweltministerium geförderten interkommunalen Klimaschutzmanager umgesetzt. Für die Anschlussförderung von Juni 2019 bis Mai 2021 wurde der interkommunale Maßnahmenplan gemeinsam mit den Städten und Gemeinden grundlegend überarbeitet. Dieser neue interkommunale Maßnahmenplan enthält insgesamt elf Maßnahmen und wurde im September 2018 durch den Kreistag beschlossen.

Der neue interkommunale Maßnahmenplan umfasst Projekte auf den folgenden Themenfeldern:

  1. Anpassung an die Folgen des Klimawandels
  2. Klimaschutz in der Wirtschaft
  3. Integrierte Nachhaltigkeitsstrategie (Modellkommune „Global Nachhaltige Kommune NRW“)
  4. Netzwerkarbeit & Kommunikation
  5. Bildungsangebote für Klima und nachhaltige Entwicklung

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Kommunale Maßnahmen

Sowohl der Kreis als auch die kreisangehörigen Kommunen haben neben den interkommunalen Aktivitäten auch Maßnahmenpläne, die sie in Eigenregie umsetzen.

Als zentrales Instrument für den verwaltungsinternen Klimaschutz beteiligt sich der Kreis seit Mai 2016 am European Energy Award. Dabei handelt es sich um ein internationales Qualitätsmanagementsystem einschließlich eines unabhängigen Zertifizierungsverfahrens. In diesem Rahmen setzt der Kreis ein energiepolitisches Arbeitsprogramm mit über 50 Maßnahmen um. Der Kreistag hat im September 2019 beschlossen, diese Aktivitäten bis mindestens 2024 fortzusetzen.

Zudem hat eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe ein Maßnahmenpaket für ein klimafreundliches betriebliches Mobilitätsmanagement erarbeitet. In diesem Rahmen wird der Fuhrpark sukzessive auf klimafreundliche Antriebe umgerüstet. Darüber hinaus wird es erleichtert, Dienstreisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu absolvieren. Das JobTicket bietet zugleich eine attraktive Möglichkeit, auch die Wege von und zur Arbeit klimafreundlich zurück zu legen. Gemeinsam mit Flinkster ist der Kreis der erste Anbieter eines Coporate CarSharing in der Region, das nach Dienstschluss und am Wochenende auch von Privatpersonen genutzt werden kann.

Über die verwaltungsinternen Maßnahmen unterstützt der Kreis den kostenloses BasisCheck, bei dem unabhängige Energieberater der Verbraucherzentrale Heizkosten- und Jahresstromabrechnung privater Haushalte prüfen und individuelle Spartipps entwickeln.

Mit dem Klimaschutzteilkonzept »Innovatives energieeffizientes Industriegebiet Martinshardt/Obere Leimbach« hat der Kreis gemeinsam mit der Stadt Siegen exemplarisch ein Klimaschutzteilkonzept für ein Gewerbegebiet entwickelt. Die Maßnahmen umfassen dabei die klimafreundliche Gestaltung der Bereiche Mobilität, Energieerzeugung, Energieverbrauch und Energieberatung.

Weiterlesen

  1. Klimaschutz in der Verwaltung: European Energy Award
  2. Basis-Check
  3. Innovatives energieeffizientes Industriegebiet Martinshardt/Obere Leimbach
  4. Linksammlung: Seiten der Städte und Gemeinden

Mobilität

Mobilität steht für Bewegung, Ortsveränderung und ein schnelles von-A-nach-B-Kommen mit den unterschiedlichsten Verkehrsmitteln: zu Fuß, mit dem Fahrrad, per Bus, Bahn oder Auto. Mobilität ist für jeden Einzelnen wichtig, aber auch für eine Region insgesamt. Welche Verkehrswege und -mittel es gibt und wie die Verkehrsinfrastruktur und die Verkehrsangebote innerhalb einer Region aussehen, ist genauso wichtig wie die Frage, wie die Region von außen erreichbar und an die überregionale Verkehrsinfrastruktur angebunden ist.

Für die Menschen geht es im Alltag darum, wie man zur Schule, zur Arbeit, zum Arzt, zum Einkaufen oder abends ins Kino oder Theater kommt. Für Unternehmen steht zudem die Frage im Vordergrund, wie Waren und Güter in und aus der Region herausgebracht werden können.

Zunehmende Staus, knapper Parkraum sowie Lärm- und Feinstaubbelastungen fordern dringend ein neues effektives und nachhaltiges Mobilitätskonzept. Die demografische Entwicklung, die Veränderung von Lebensgewohnheiten, der Klimawandel und knapper werdende Rohstoffe sind bei diesen Überlegungen die wichtigsten Rahmenbedinungen.

Klimafreundliches Mobilitätskonzept des Kreises

Der Kreis Siegen-Wittgenstein hat als Teil des Klimaschutzkonzeptes ein Mobilitätskonzept erstellt. Es wurde im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, vertreten durch den Projektträger Jülich, gefördert.

In die Erarbeitung dieses Mobilitätskonzeptes waren alle einbezogen: Bürgerinnen und Bürger, Städte und Gemeinden, Instituionen und Verbände sowie die Unternehmen. Sie konnten sich im Rahmen verschiedener Veranstaltungen und einer Mobilitätsbefragung mit einbringen.

Dabei stehen folgende Fragen im Mittelpunkt:

  • Wie sieht unsere Mobilität heute aus und wie legen wir welche Wege zurück?
  • Wie stellen wir uns die Mobilität der Zukunft vor?
  • Welche Verkehrsangebote brauchen wir künftig in Siegen-Wittgenstein?
  • Welche Mobilitätsbedürfnisse haben die Menschen in unseren Städten und Dörfern: Junge, Alte, Familien oder Studenten – für die Freizeit, Schule oder Beruf?
  • Welche Ideen und Konzepte, vielleicht auch ganz neue und unkonventionelle, gibt es bei uns, um alltagstaugliche, flexible und bezahlbare Verkehrsangebote zu etablieren?

Das fertige Mobilitätskonzept wurde im August 2018 vorgelegt. Im September 2018 wird es von verschiedenen Ausschüssen und dem Kreistag beraten werden.

Hier finden Sie das «Klimafreundliche Mobilitätskonzept für den Kreis Siegen-Wittgenstein«

Radverkehrskonzept des Kreises

Ein kreisweites Radverkehrskonzept für Siegen-Wittgenstein – das ist eines der Ziele des Klimafreundlichen Mobilitätskonzeptes des Kreises.
Das Radverkehrskonzept soll das Radverkehrsnetz des Landes Nordrhein-Westfalen überprüfen und wo nötig überarbeiten.

In Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden des Kreises soll ein alltagstaugliches zügig befahrbares Radwegenetz entstehen, das die Kommunen untereinander sowie mit Kommunen in den benachbarten Kreisen verbindet. Dabei sollen bedeutende ÖPNV-Verknüpfungspunkte sowie relevante publikumsintensive Bereiche und Schnittstellen zu touristischen Radrouten eingebunden werden.

Die Mobilität befindet sich im Wandel, die Nahmobilität (Fuß- und Radverkehr) nimmt aufgrund zunehmender Verkehrsprobleme einen immer höheren Stellenwert in der Bevölkerung ein. Der Radverkehrsanteil im "Modal Split" – also in der Verteilung des Transportaufkommens auf verschiedene Verkehrsmittel – des Kreises beträgt lediglich 4 % (Ergebnis Mobilitätsbefragung des Kreises) und ist im Landesvergleich stark unterdurchschnittlich. Die für den Kreis ermittelten durchschnittlichen Reiseweiten im Kfz-Verkehr von ca. 10 km und der Anteil an kurzen Distanzen (weniger als 4 km) werden zu 31 % mit dem Kfz zurückgelegt und bieten damit Potenziale für den Radverkehr.

Der geringe Anteil an Fahrradfahrern im Kreisgebiet ist laut Mobilitätsbefragung u. a. auf eine schlechte bzw. nicht vorhandene Radwegeinfrastruktur zurückzuführen. Positiv fällt der hohe Anteil an E-Bikes und Pedelecs in der Region aus (mit 15 % fast doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt mit 8 %). Das E-Bike oder Pedelec hat sich als Verkehrsmittel etabliert und bietet insbesondere in topografisch anspruchsvollen Regionen wie dem Kreis Siegen-Wittgenstein höhere Reichweiten, die ein entsprechendes Radwegenetz mit Pendlerrouten erfordern.

Online-Bürgerbeteiligung mit großer Resonanz

Die Online-Bürgerbeteiligung des Kreises zum Radverkehrskonzept ist abgeschlossen – mit einer ansehnlichen Resonanz: Mehr als 5.400 Besuche wurden im Online-Portal registriert. Dort konnten Vorschläge für ein Haupt- und Nebennetz kommentiert und mit eigenen Ideen ergänzt werden. Mehr als 1.000 Vorschläge wurden eingetragen. Diese wurden rund 400 Mal kommentiert und mit mehr als 10.000 Likes versehen.

Frühjahr 2021: Finaler Entwurf des Radverkehrswegenetzes

Inhaltlich stand das bisher relativ schwach ausgebaute Radwegenetz mit vielen Lücken im Vordergrund. Oft wurden fehlende Fahrradwege entlang von Hauptverkehrsstraßen angesprochen. Bei bestehenden Radwegen sehen zahlreiche Nutzer Qualitätsmängel.

Anhand der Anregungen überprüft das Gutachterbüro Planersocietät aus Dortmund den Entwurf für das Haupt- und Nebennetz. Das überarbeitete Netz wird bis zum Spätsommer abgefahren und auf Stärken und Schwächen analysiert. Bis Frühjahr 2021 wird der finale Entwurf für das kreisweite Radverkehrswegenetz vorliegen.

Bis Ende 2020 können die Vorschläge für das Haupt- und Nebennetz, sowie die im Rahmen der Online-Bürgerbeteiligung eingebrachten Ideen und Kommentare weiter unter www.fahrrad-siegen-wittgenstein.de eingesehen werden. Neue Vorschläge und Kommentare sind aber nicht mehr möglich.

Zukunftsnetz Mobilität NRW

Der Kreis Siegen-Wittgenstein ist Mitglied im Zukunftsnetz Mobilität NRW und profitiert von umfangreichen Angeboten wie Beratung und Qualifizierung.

Mehr zu den Aufgaben des Zukunftsnetzes und zur Mitgliedschaft des Kreises erfahren Sie hier.

Förderprogramm Kommunales Mobilitätsmanagement

Unter der Regie des Zukunftsnetzes Mobilität NRW wurde Kommunen in NRW die Möglichkeit gegeben, sich um das Förderprogramm Kommunales Mobilitätsmanagement zu bewerben. Der Kreis Siegen-Wittgenstein ist einer von acht Städten und Kreisen, die sich im Wettbewerb um dieses Förderprogramm durchsetzen konnten.

Hier erfahren Sie mehr zum Förderprogramm Kommunales Mobilitätsmanagement.

Regionales Entwicklungskonzept (REK) - Zielsetzung aus dem Bereich Verkehr und Mobilität

Im Regionalen Entwicklungskonzept des Kreises Siegen-Wittgenstein aus dem Jahre 2015 wurden zum Themenfeld Verkehr und Mobilität knapp 20 Ziele formuliert. Mehr dazu finden Sie hier.

Rückblick

Mobilitätskonferenzen

4. Mobilitätskonferenz "Grünes Licht für den Fuß- und Rad-Verkehr: Null-CO2 auf Kurzstrecken?!"

Die 4. Mobilitätskonferenz "Grünes Licht für den Fuß- und Rad-Verkehr: Null-CO2 auf Kurzstrecken?!" fand am 5. Juli 2017 im Kulturhaus Lÿz statt.

Hauptreferent war Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gerlach vom Lehr- und Forschungsgebiet Straßenverkehrsplanung und -technik der Universität Wuppertal. Es folgten zwei moderierte Workshops. Der erste stand unter der Leitung von Jörg Thiemann-Linden (büro thiemann-linden stadt & mobilität, Köln) und Daniel Neumann (Vorsitzender ADFC Siegen-Wittgenstein), der zweite wurde von Dr.-Ing. Dagmar Lehmann (Planungsbüro STADTKINDER, Dortmund) moderiert.

Hier erfahren Sie mehr zur 4. Mobilitätskonferenz und die können die Präsentationen bzw. eine Ergebniszusammenfassung der Workshops einsehen.

3. Mobilitätskonferenz "Car- und Bike-Sharing - Gemeinsam nutzen statt besitzen!?"

Die 3. Mobilitätskonferenz "Car- und Bike-Sharing – Gemeinsam nutzen statt benutzen!?" fand am 23. Mai 2017 im Kulturhaus Lÿz statt.

Referenten waren Willi Loose (Geschäftfsführer des Bundesverbandes Carsharing Berlin), Andreas Allebrod (Projekt RuhrautoE) und Dennis Brinckmann (Geschäftsführer Velocity Aachen GmbH).

Hier erfahren Sie mehr zur 3. Mobilitätskonferenz und können die Präsentationen bzw. Vorträge einsehen.

2. Mobilitätskonferenz "Mobilität – echt elektrisch in Siegen-Wittgenstein?!"

Die 2. Mobilitätskonferenz "Mobilität – echt elektrisch in Siegen-Wittgenstein?!" fand am 5. April 2017 im Kulturhaus Lÿz statt.

Referenten waren Prof. Benedikt Schmülling (Bergischen Universität Wuppertal), Christian Uhlrich (Projektmanager eCarSharing bei Innogy SE), Hans Georg Castellan (Geschäftsführer der gleichnamigen AG aus Kreuztal), Dr. Jürgen Daub (Universität Siegen) und Sven Habedank (Kreisverwaltung Rhein-Sieg-Kreis).

Außerdem waren als Interviewpartner die Ortsvorsteher Martin Born (Hilchenbach-Grund) und Achim Loos (Freudenberg-Oberfischbach) dabei.

Hier erfahren Sie mehr zur 2. Mobilitätskonferenz und können die Präsentationen der Vorträge einsehen.

1. Mobilitätskonferenz "Mobil sein - mobil bleiben in Siegen-Wittgenstein"

Die 1. Mobilitätskonferenz "Mobil sein – mobil bleiben in Siegen-Wittgenstein" fand am 22. November 2016 im Kulturhaus Lÿz statt. Neben Vorträgen von Jörg Thiemann, Linden stadt & mobilität Köln, Arno Wied, Dezernent für Bauen, Umwelt und Wirtschaft, sowie einer Einführung von Landrat Andreas Müller konnten die rund 70 Teilnehmer sich in einem World-Cafe mit ihren Ideen zur Zukunft der Mobilität einbringen.

Hier erfahren Sie mehr zur 1. Mobilitätskonferenz "Mobil sein - mobil bleiben in Siegen-Wittgenstein"

Förderprojekt

Die Erstellung des Klimaschutzteilkonzepts „Mobilität“ des Kreises Siegen-Wittgenstein mit dem Arbeitstitel „Erstellung eines Klimaschutzteilkonzepts Mobilität für den Kreis Siegen-Wittgenstein“ ist im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), vertreten durch den Projektträger Jülich, gefördert worden.


 

Infos zu Förderprogrammen und Beratungsangeboten

Förderprogramme

Energetische Sanierung und erneuerbare Energien (aktuelle Förderprogramme des Bundes und des Landes NRW):

Elektromobilität (Umweltbonus) beantragen:

Photovoltaikanlagen

Beratungsangebote

Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen:

Angebote der Verbraucherzentrale NRW:

Persönlichen CO2 Fußabdruck ermitteln:

Beratung zu Altbausanierungen