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Inklusion

Unter dem Motto "Inklusion ist unsere Herausforderung" beschäftigt sich der Kreis Siegen-Wittgenstein in einem längeren Planungsprozess damit, wie die UN-Behindertenrechtskonvention in der Region umgesetzt und somit Inklusion zur gelebten Wirklichkeit werden kann. 2020 ist der zweite Inklusionsbericht des Kreises verabschiedet worden.

Unter dem Motto "Inklusion ist unsere Herausforderung" beschäftigt sich der Kreis Siegen-Wittgenstein in einem längeren Planungsprozess damit, wie die UN-Behindertenrechtskonvention in der Region umgesetzt und somit Inklusion zur gelebten Wirklichkeit werden kann. Grundlage hierfür sind entsprechende Beschlüsse des Kreistages Siegen-Wittgenstein vom 30. September 2014.

Im Herbst 2012 sind für den Planungsprozess auf Kreisebene insgesamt sechs Arbeits- und fünf Unterarbeitsgruppen eingerichtet worden. Ihre Aufgabe bestand zunächst darin, aufzuzeigen, wie sich Inklusion in der Region in unterschiedlichen Handlungs- und Aufgabenfelder darstellt, um ausgehend von dieser Grundlage Maßnahmen für die Zukunft zu beschreiben. Im Herbst 2014 wurden die Ergebnisse und die damit verbundenen Handlungsempfehlungen dem Kreistag vorgelegt.

Ab Herbst 2018 sind die elf Arbeitskreise dann erneut zusammengekommen, um eine Bilanz zu ziehen, das Erreichte auf den Prüfstand zu stellen und ggf. neue Ziele zu erarbeiten. Die Ergebnisse dieser Arbeit flossen dann in den 2. Inklusionsbericht für den Kreis Siegen-Wittgenstein ein, den der Kreistag im Oktober 2020 verabschiedet hat.

Beispiele für Ergebnisse der Arbeitsgruppen aus dem 2. Inklusionsbericht 2020

Arbeitsgruppe Gesundheit, Pflege und Soziales

  • Es soll ein „Wegweiser Sozialamt“ entwickelt werden, um Bürgern Informationen über die Leistungen des Sozialamtes sowie die Zugangs- und Antragsmöglichkeiten in leichter Sprache zur Verfügung zu stellen. Dazu sollen alle Leistungen des Sozialamtes mit entsprechenden Beschreibungen professionell in leichter Sprache aufbereitet werden.

Arbeitsgruppe Arbeit, Ausbildung und Beschäftigung

  • Der Darstellung von Positivbeispielen zur gelungenen Integration in den Arbeitsmarkt und den dazu passenden Förderungen sowie deren Ansprechpartnern wird ein hoher Wirkungsgrad zugeschrieben. Der Integrationsfachdienst und die Fachstelle für behinderte Menschen im Beruf werden gute Beispiele identifizieren, die dann in einer Broschüre zusammengestellt und den regionalen Unternehmen zur Verfügung gestellt werden.

AG Bauen und Wohnen

  • Barrierefreies Planen und Bauen ist ein Planen und Bauen für alle Menschen, eine Architektur für heute und morgen! Das Engagement der gesamten Gesellschaft ist gefordert, um noch bestehende Barrieren konsequent abzubauen und bei Neubauten eine umfassende Barrierefreiheit im Sinne eines „universellen Designs“ / „Designs für Alle“ zu verwirklichen. Der AG ist es daher wichtig, mit einer Broschüre für ein barrierefreies, menschengerechtes Planen und Bauen zu werben und gleichzeitig zu informieren, was dabei zu beachten ist.

AG Schule

  • Eine adressatenorientierte, gut strukturierte Internetpräsenz könnte Eltern von Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf helfen, passgenaue Beschulungs-Angebote zu finden. Mögliche Vorbilder: www.inklusion-mk.de, www.inklusion-in-muenster.de.

AG Mobilität

  • Eine Maßnahme aus dem Ende 2018 beschlossenen klimafreundlichen Mobilitätskonzept ist die Einrichtung von Mobilstationen. Zu den Mindeststandards bzw. Elementen hoher Notwendigkeit gehören u. a. auch die Barrierefreiheit sowie ein Reliefplan für Blinde und sehbehinderte Menschen. Ziele der Mobilstationen sind neben der Vernetzung unterschiedlicher Verkehrsträger, die Förderung der Nutzung von umwelt- und klimafreundlichen Mobilitätsangeboten sowie die Sicherstellung der Mobilität gerade auch für in ihrer Mobilität oder Sensorik eingeschränkte Menschen.

Weiterführende Informationen

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