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Datum: 17.11.2020

Internationaler Tag gegen Gewalt
Gleichstellungsbeauftragte des Kreises: "Leben ohne Gewalt ist ein Menschenrecht"

„Ein Leben ohne Gewalt ist ein Menschenrecht“, sagt Martina Böttcher, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises. Aus Anlass des Internationalen Tages gegen Gewalt am Mittwoch, 25. November, macht Böttcher nochmal auf die Broschüre "Hilfen bei häuslicher Gewalt" aufmerksam.

„Ein Leben ohne Gewalt ist ein Menschenrecht“, sagt Martina Böttcher, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Siegen-Wittgenstein und Koordinatorin des Netzwerkes „Runder Tisch gegen Gewalt“. „Und dieses Recht auf ein gewaltfreies Leben steht allen Menschen zu, nicht nur im öffentlichen Raum, sondern auch in ihrer häuslichen Umgebung.“

Gewalt in der Familie, sogenannte häusliche Gewalt, ist eine der größten Bedrohungen für die Sicherheit von Frauen und Kindern. Jede dritte Frau in Deutschland erlebt mindestens einmal in ihrem Leben körperliche, psychische und sexualisierte Gewalt. Die Gewalt findet in der Mitte der Gesellschaft statt. Betroffen sind Frauen jeden Alters und jeder sozialen Schicht. Nicht wenige erleiden schwerste Misshandlungen oder werden vergewaltigt. Und auch die Folgen für Kinder, deren Mütter misshandelt werden, sind schwerwiegend.

Aus Anlass des Internationalen Tages gegen Gewalt, der am Mittwoch, 25. November, stattfindet, macht Martina Böttcher auf die Broschüre »Hilfen bei häuslicher Gewalt« aufmerksam, um zu zeigen, dass auch zu Zeiten der Corona Pandemie Beratungseinrichtungen für Hilfe und Unterstützung zur Verfügung stehen.

„Gerade zu einer Zeit, die durch die Auswirkungen der Pandemie zusätzlich von Unsicherheit, Existenzängsten und Überforderung geprägt ist und in der durch Kontaktbeschränkungen während des Lockdowns die Menschen noch mehr in ihrer häuslichen Umgebung gebunden sind, wollten wir als Netzwerk des Runden Tisches gegen Gewalt ein Zeichen der Unterstützung setzen“, betont Martina Böttcher.

Die Broschüre informiert über häusliche Gewalt, das Gewaltschutzgesetz, anonyme Spurensicherung nach einem sexualisierten Übergriff und über psychosoziale Prozessbegleitung. Außerdem zeigt sie auf, wie die Polizei Schutz bietet, was die Opfer selbst tun können und wo sie Unterstützung und Beratung finden hier in der Region aber auch überregional, z. B. durch das bundesweite Hilfetelefon. Aber auch über präventive Beratungsangebote, wie im Bereich der Täterarbeit, wird informiert.

Hier finden Sie die Broschüre in digitaler Form. Insbesondere während der Kontaktbeschränkungen, in der es für Opfer häuslicher Gewalt schwierig oder gar nicht möglich ist, die häusliche Umgebung zu verlassen, hat die digitale Information noch an Bedeutung gewonnen und bietet auch die Möglichkeit der Verbreitung über die sozialen Medien.

Auch die fachbezogene Zusammenarbeit und Fortbildungen des seit mehr als 20 Jahren bestehenden regionalen Netzwerkes „Runder Tisch gegen Gewalt“ finden derzeit mit digitaler Unterstützung statt. Eine eigentlich als Präsenzveranstaltung geplante Veranstaltung zur „Istanbul-Konvention“ mit der Sozialwissenschaftlerin Karin Heisecke als Referentin findet nun am Dienstag, 1. Dezember 2020, in Webseminar-Format statt.
Weitere Informationen bei Martina Böttcher (Telefon: 0271 333 2212, E-Mail: m.boettcher@siegen-wittgenstein.de).