Sprungziele
Inhalt

Landwirt aus Leidenschaft: Fabian Schneider betreibt mit seiner Familie den Hof Schneider in Netphen-Salchendorf

Sitzstangen, Futterstellen, Tränke-Anlagen und sogar ein eigener Wintergarten: Die rund 300 Hühner von Fabian Schneider fühlen sich in ihrem Zuhause richtig wohl. Das Besondere: Die beiden sechs Meter langen Ställe der Tiere, die an Wohnwagen erinnern, sind „mobil“ und wechseln täglich ihren Standort. So haben die Hühner nachts ein Dach überm Kopf und tagsüber in einer Einzäunung immer frisches Gras zum Fressen. Sie gehören gemeinsam mit 18 Rindern zum „Hof Schneider“ in Netphen-Salchendorf.
          
2017 sind die Tiere auf dem Hof eigezogen. „Angefangen haben wir mit 40 Hühnern“, erzählt Fabian Schneider, der die Hühner der Rasse „Lohmann“ und „weißes Leghorn“ mit Leidenschaft betreut. „Ich hätte mir nie etwas anderes vorstellen können“, sagt der 24-Jährige, der hauptberuflich an der Universität Siegen arbeitet. „Meistens ist es eine 80-Stunden-Woche“, erzählt er: Um 6:00 Uhr klingelt für ihn morgens der Wecker, denn auf dem Hof gibt es einiges zu tun. Die Hühner ziehen dann mit ihrem Stall um und die Kühe bekommen jeden Morgen ein Leckerli: Es gibt Brot und Brötchen frisch vom Bäcker. Außerdem beliefert der junge Landwirt wöchentlich regionale Gaststätten, Bäckereien und Dorfläden mit frischen Eiern. Weitere 1080 Eier bringt er einmal in der Woche in den Rewe-Markt nach Wilnsdorf. Regionale Lebensmittel sind bei den Kunden sehr gefragt: „Spätestens seit dem Fipronil-Skandal achten die Menschen mehr darauf, wo die Sachen herkommen“, sagt Fabian. Rund um die Uhr können sich Besucher auf dem Hof Schneider an einem Eierschrank mit frischen Eiern inklusive den dazugehörenden Pappkartons versorgen und dort direkt das Geld in eine kleine Kasse legen. Außerdem kann man auch Suppenhühner und Masthähnchen vorbestellen.

1980 von Anton Schneider gegründet, wird der Hof Schneider von Fabians Familie mittlerweile schon in dritter Generation geführt. Los ging es damals mit fünf Milchkühen. Seitdem ist die Landwirtschaft in der Familie geblieben: Sohn Stephan übernahm den Hof und kümmert sich gemeinsam mit seiner Frau Sylvia um die aktuell 18 Rinder, die übrigens alle einen eigenen Namen haben. Auch Stephans Tochter Sabrina ist Landwirtin und arbeitet auf einem Hof in Olpe. Komplettiert wird die Landwirtsfamilie durch Bruder Fabian und seine Hühner, auf die der 24-Jährige sichtlich stolz ist.

Für die Zukunft haben sich die Schneiders noch viel vorgenommen: Es soll zum Beispiel Hoftage für die ganze Familie geben, an denen der Hof besichtigt werden kann. Außerdem werden noch weitere 350 Hühner in einen dritten noch größeren mobilen Stall einziehen.