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Portrait: Jessica Strauß & Andre Müller, Jugendfeuerwehr Rudersdorf & Wilden

 
 

Wenn sich der kleine grau-schwarze Melder am Hosengürtel von Jessica Strauß bemerkbar macht, muss es ganz schnell gehen. Ein kurzes Stichwort erscheint auf dem Display und es ist klar: Der nächste Einsatz steht an. In nur acht Minuten sollen die Einsatzkräfte der Feuerwehr am Einsatzort sein. Die Einsatzkleidung müssen sich die Helfer in Windeseile überstreifen: „Das muss man trainieren“, lacht Jessica Strauß.

Dass es beim Einsatz immer ziemlich schnell gehen muss, wissen auch Jessicas Familie und ihre Freunde. „Da kann es halt sein, dass du samstags auf einem Geburtstag bist und los musst, wenn der Melder geht“, erzählt sie. Für die Anderen sei das aber kein Problem: „Sie kennen mich nicht anders“, schmunzelt sie.

Die 25-Jährige engagiert sich schon seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr. Los ging es für sie in der Jugendfeuerwehr Rudersdorf – damals übrigens als einziges Mädchen. „Ich wollte mich gerne engagieren“, sagt Jessica. Heute bildet sie selbst Jungen und Mädchen in der Jugendfeuerwehr aus – genauso wie Andre Müller.

Der 26-Jährige aus Wilden war schon früh begeistert von Feuerwehrarbeit: „Mit zehn Jahren bin ich der Jugendfeuerwehr beigetreten, ab 18 war ich dann ‚Aktiver‘ in der Einsatzabteilung der Löschgruppe und seit sieben Jahren leite ich jetzt schon die Jugendfeuerwehr in Wilden in meiner Aufgabe als Jugendfeuerwehrwart.“

50 Prozent Feuerwehrarbeit und 50 Prozent Spaß

Die meisten Feuerwehrleute beginnen in der Jugendfeuerwehr. Bis zum 18. Lebensjahr durchlaufen sie dann verschiedene Lehrgänge und stellen sich auch der Rettungspraxis: „Man darf zu Übungszwecken beispielsweise mal ein Auto zerschneiden“, erzählt Jessica. „Jugendfeuerwehrarbeit ist immer fifty-fifty“, ergänzt Andre: „Fünfzig Prozent Feuerwehraufgaben und Vorbereitung auf die Zeit als aktives Mitglied und fünfzig Prozent Gemeinschaft und Spaß“.

Dieses Konzept spiegelt sich auch in den Angeboten der Jugendfeuerwehr wider: In Wilden findet zum Beispiel jedes Jahr ein Berufsfeuerwehrtag statt. Hier bekommen die Jugendlichen die Möglichkeit, den Alltag eines Berufsfeuerwehrmannes bzw. einer Berufsfeuerwehrfrau in einer vollen 24-Stunden-Schicht mitzuerleben.

Ein Highlight für viele Jugendliche ist außerdem das jährliche Zeltlager der Jugendfeuerwehren des Kreises Siegen-Wittgenstein in den Sommerferien. „Neben der Feuerwehrroutine stehen hier Spiel und Spaß im Vordergrund“, sagt Jessica. Dabei lernen die Kinder auch, worauf es bei der Feuerwehr am meisten ankommt: Teamarbeit.

Die schätzt auch Jessica Strauß: „Bei uns ist man kein Einzelkämpfer“, sagt die 25-Jährige. Bei einem Einsatz ziehen die Rettungskräfte grundsätzlich gemeinsam los, mindestens zwei oder drei Feuerwehrleute arbeiten dann immer in einem Team zusammen ihren Einsatzauftrag ab. Im Anschluss an einen Einsatz gibt es meistens eine gemeinsame Feedback-Runde. Was ist gut gelaufen? Worauf muss man beim nächsten Mal mehr achten?

In der Gemeinschaft füreinander einstehen

Was für Jessica Strauß und Andre Müller wichtig ist: Ihre Arbeitgeber unterstützen die ehrenamtliche Arbeit in der Feuerwehr – „sonst könnten wir auch tagsüber überhaupt nicht zu Einsätzen ausrücken“, sagen die beiden und sind sehr dankbar für diesen Rückhalt.

Unterm Strich sind sich Jessica und Andre einig: „In der Gemeinschaft füreinander einzustehen“ und „anderen in allen Lebenssituationen zu helfen und starkes gemeinschaftliches Vertrauen aufzubauen“, das macht Feuerwehrarbeit aus und bereichert das eigene Leben.

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