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Pflicht zur Bedeckung von Mund und Nase in NRW

 
 

Auf dieser Seite informieren wir über verschiedene Arten von Mund-Nase-Bedeckungen, deren jeweilige Schutzfunktion, welche wann empfohlen wird, was beim Tragen zu beachten ist und wie man sich einen Schutz selbst nähen oder basteln kann.

Rechtsgrundlage

Ab dem 27. April 2020 ist in NRW eine Bedeckung von Mund und Nase für Beschäftigte und Kunden in bestimmten Bereichen verpflichtend. Dies gilt in

  • sämtlichen zulässigen Verkaufsstellen und Handelsgeschäften (z.B. Lebensmitteleinzelhandel, Apotheken, Tankstelle, Banken oder Poststellen), auf Wochenmärkten, bei der Abholung von Speisen und Getränken innerhalb der gastronomischen Einrichtungen sowie auf sämtlichen Allgemeinflächen von Einkaufszentren, „Shopping Malls“ oder „Factory Outlets“,
  • in sämtlichen Verkaufs- und Ausstellungsräumen von Handwerkern und Dienstleistern sowie bei der Erbringung und Inanspruchnahme von Handwerks- und Dienstleistungen, die ohne Einhaltung eines Sicherheitsabstands von 1,5 Metern zum Kunden erbracht werden. Ausgenommen sind Personen, die im Rahmen der Dienstleistung ein Fahrzeug lenken,
  • in Arztpraxen und ähnlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens,
  • bei der Nutzung von Beförderungsleistungen des Personenverkehrs sowie seiner Einrichtungen. Darunter fallen auch Schulbusse, Haltestellen oder U-Bahnhöfe.

Die Verpflichtung zur Abdeckung von Mund und Nase gilt für alle Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen. Ausnahmen gelten für Kinder bis zum Schuleintritt und Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können. Für Beschäftigte kann die Verpflichtung durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen wie eine Abtrennung durch Glas, Plexiglas oder ähnliches ersetzt werden.

Warum sollen Mund und Nase bedeckt werden?

Das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen kann neben anderen Maßnahmen nach aktuellem Wissensstand helfen, die Verbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 weiter einzudämmen – auch wenn keine Krankheitszeichen vorliegen. Auf dieser Seite informieren wir über verschiedene Arten von Mund-Nase-Bedeckungen, deren jeweilige Schutzfunktion, welche wann empfohlen wird, was beim Tragen zu beachten ist und wie man sich einen Schutz selbst nähen oder basteln kann. Einige Informationen haben wir in diesem Flyer für Sie zusammengefasst.

Warum können Masken helfen?

Das Corona-Virus SARS CoV-2, das die Erkrankung COVID-19 auslöst, wird beim Sprechen, Husten und Niesen über die Atemluft in die Umgebung verbreitet. Daher liegt es nahe, eine Mund-Nase-Bedeckung als mechanische Barriere bzw. Bremse zu tragen. Mund-Nase-Bedeckungen und medizinische Masken – was ist der Unterschied? In der Regel kann man zwischen drei Oberkategorien unterscheiden: Neben den oft selbst genähten Mund-Nase-Bedeckungen (sogenannte "community masks") gibt es medizinische ­Schutzmasken,­ so­g. Operationsmasken ­(OP-Masken) und­ filtrierende­ Halbmasken,­ die­ ursprünglich­ aus­ dem Arbeitsschutzbereich stammen:

Mund-Nase-Bedeckungen als mechanische Barriere bzw. Bremse für eine Übertragung von Atemtröpfchen oder Speichel beim Atmen, Husten oder Niesen werden aus handelsüblichen Stoffen in unterschiedlichsten Variationen genäht. Mund-Nase-Bedeckungen werden auch von verschiedenen Firmen, wie Textilherstellern, produziert. Sollte keine derartige Mund-Nase-Bedeckung zur Verfügung stehen, kann auch ein Tuch oder ein Schal vor Mund und Nase gehalten oder gebunden werden.

Medizinische Mund-Nase-Schutzmasken (MNS), so genannte Operations (OP)-Masken werden vor allem im medizinischen Bereich wie Arztpraxen, Kliniken oder in der Pflege eingesetzt. Sie können die Verbreitung von Speichel- oder Atemtröpfchen der Trägerin oder des Trägers verhindern und dienen primär dem Schutz des Gegenübers. OP-Masken zählen zu den Medizinprodukten und erfüllen entsprechende gesetzliche Vorschriften.

Partikel-filtrierende Halbmasken (filtering face piece, FFP-Masken) werden in erster Linie in Arbeitsbereichen verwendet, in denen sich gesundheitsschädliche Stoffe in der Luft befinden. Die Masken halten Schadstoffe und auch Viren ab. Sie gelten als Gegenstand einer persönlichen Schutzausrüstung im Rahmen des Arbeitsschutzes. Je nach Filterleistung gibt es FFP1-, FFP2- und FFP3-Masken. Für die Behandlung von COVID-19-Patienten werden im Rahmen genereller Schutzkleidung, vor allem auch in Intensivstationen, FFP2- und FFP3-Masken verwendet.

Quelle: Robert Koch-Institut bzw. www.infektionsschutz.de/coronavirus/

Wichtige Hinweise

Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung darf jedoch auf keinen Fall ein trügerisches Sicherheitsgefühl erzeugen. Die Bedeckung schützt nicht die Trägerin oder den Träger, sondern das Gegenüber. Und nach wir vor sind die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum Eigen- und Fremdschutz das Einhalten der Husten- und Niesregeln, eine gute Händehygiene und das Abstandhalten (mindestens 1,5 Meter) von anderen Personen.

Was ist beim Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung zu beachten

Der richtige Umgang mit den Mund-Nase-Bedeckungen ist ganz wesentlich, um einen größtmöglichen Schutz zu erreichen:

  • Waschen Sie sich vor dem Anlegen einer Mund-Nase-Bedeckung gründlich die Hände (mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife).
  • Achten Sie beim Aufsetzen darauf, dass Nase und Mund bis zum Kinn abgedeckt sind und die Mund-Nase-Bedeckung an den Rändern möglichst eng anliegt.
  • Wechseln Sie die Mund-Nase-Bedeckung spätestens dann, wenn sie durch die Atemluft durchfeuchtet ist. Denn dann können sich zusätzliche Keime ansiedeln.
  • Vermeiden Sie, während des Tragens die Mund-Nase-Bedeckung anzufassen und zu verschieben.
  • Berühren Sie beim Abnehmen der Mund-Nase-Bedeckung möglichst nicht die Außenseiten, da sich hier Erreger befinden können. Greifen Sie die seitlichen Laschen oder Schnüre und legen Sie die Mund-Nase-Bedeckung vorsichtig ab.
  • Waschen Sie sich nach dem Abnehmen der Mund-Nase-Bedeckung gründlich die Hände (mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife).
  • Nach der Verwendung sollte die Mund-Nase-Bedeckung bis zum Waschen luftdicht (z.B. in einem separaten Beutel) aufbewahrt oder am besten sofort bei 60° bis 95°C gewaschen werden.

Masken selber nähen

Maske tragen und damit andere schützen: Auch wenn eine selbstgenähte Mund-Nase-Bedeckung keinen Schutz für den Träger gewährleistet, kann der Stoff doch das Übertragungsrisiko deutlich reduzieren. Da die Krankheitserreger schon vor den ersten Symptomen - oder in seltenen Fällen auch ganz ohne eindeutige Symptome – über Mund und Nase ausgeschieden werden können, empfiehlt das Kreisgesundheitsamt nun das Anlegen solcher Masken als Ergänzung zu den bekannten Schutzmaßnahmen. Beim An- und Ablegen sollte die Vorderseite der Maske nicht berührt werden. Wie man sich so eine Maske selbst nähen oder eine Bedeckung für Mund und Nase basteln kann, erfahren Sie in diesen Anleitungen und Tutorials:

Video: Atemmaske/Mundschutz selber nähen in zwei Varianten (mit ausführlicher Erklärung) (14:41) Youtube-Kanal “Nähfrosch“

Video: Mund-Nase-Bedeckung aus einem Tuch und zwei Haargummis (00:19) Youtube-Kanal “ROECKL“

Video: Atemmaske/Mundschutz für Kinder selber nähen (mit ausführlicher Erklärung) (11:11) Youtube-Kanal “Näh mit mir - kreative Stoffideen“

Anleitung: Step-by-Step Nähanleitung für Behelfs-Mund-Nase-Schutz Quelle: St. Nikolaus katholische Kirchengemeinde Münster

Anleitung: Step-by-Step Nähanleitung (Englisch) Quelle: Stadt Essen

Anleitung: Step-by-Step Nähanleitung (Türkisch) Quelle: Stadt Essen

Anleitung: Step-by-Step Nähanleitung (Arabisch) Quelle: Stadt Essen

Hinweise für Schüler

Informationen in leichter Sprache

Das Coronavirus erklärt in leichter Sprache (Quelle: Lebenshilfe Bremen)

Die Maskenpflicht erklärt in leichter Sprache (Quelle: Lebenshilfe Münster)

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