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Betreuungsbehörde

Die Betreuungsbehörde
  • berät und unterstützt Betroffene und Angehörige im Betreuungsverfahren
  • unterstützt die Betreuungsgerichte im Betreuungsverfahren bei der Feststellung des Sachverhalts und der Auswahl eines geeigneten Betreuers
  • berät und informiert zu Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen und beglaubigt diese
  • berät und unterstützt Betreuer und Bevollmächtigte in ihrer Tätigkeit und sorgt für Aus- und Weiterbildungsangebote
  • prüft die Eignung von Personen, die als Berufsbetreuer tätig werden möchten
  • koordiniert das Betreuungswesen im Zuständigkeitsbereich

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Rechtliche Betreuung und Vorsorge bei Unfall, Krankheit, Alter. Jeden kann es ganz unerwartet und unvorhersehbar treffen:
Durch Unfall oder eine schwere Erkrankung ist man plötzlich nicht mehr in der Lage, für sich selbst zu sorgen und seine persönlichen Angelegenheiten zu erledigen.

Die rechtliche Betreuung ist keine Entrechtung:
Für einen Volljährigen kann aufgrund einer psychischen Krankheit, einer geistigen, seelischen und gegebenfalls körperlichen Behinderung eine rechtliche Betreuung eingerichtet werden, wenn er vorübergehend oder auf Dauer nicht mehr in der Lage ist, seine Angelegenheiten selbst zu besorgen.

Eine rechtliche Betreuung kann auf eigenen Wunsch oder durch Anregung Dritter eingerichtet werden. Durch das zuständige Betreuungsgericht wird im Rahmen des Betreuungsverfahrens geprüft, ob und in welchem Umfang eine Betreuung notwendig ist. Rechtliche Betreuer unterliegen der Überwachung durch das Betreuungsgericht und haben in den festgelegten Aufgabenkreisen zum Wohl des Betreuten zu handeln.

Liegen die Voraussetzungen nicht mehr vor, wird die Betreuung beendet.

Die Vorsorgevollmacht kann die rechtliche Betreuung verhindern:
Durch eine Vollmacht oder Vorsorgevollmacht kann der Betroffene eine oder mehrere Personen des Vertrauens bevollmächtigen, die seine Angelegenheiten regeln sollen. Die Vollmacht kann sich auf alle oder auf bestimmte Aufgabengebiete beziehen.

Voraussetzung für die Erteilung der Vollmacht ist, dass der Vollmachtgeber bei der Erteilung geschäftsfähig ist und vollstes Vertrauen zum Bevollmächtigten hat. Die Unterschriften auf Vorsorgevollmachten können durch die Betreuungsbehörde (kostenfreier Service) oder durch einen Notar beglaubigt werden. Dadurch steigt deren Akzeptanz und man erlangt mehr Rechtssicherheit. Der Bevollmächtigte wird nicht durch das Betreuungsgericht kontrolliert.

Die Betreuungsverfügung nimmt Einfluss auf Betreuerauswahl und dessen Handeln, sie ist eine Möglichkeit der Vorsorge für den Fall, dass man selbst nicht mehr in der Lage ist, seine persönlichen Angelegenheiten zu erledigen und keine Vollmacht beziehungsweise Vorsorgevollmacht ausstellen kann oder möchte.

Ihr Vorteil ist, dass sie nur dann Wirkungen entfaltet, wenn eine rechtliche Betreuung tatsächlich erforderlich wird. Mit ihr kann bestimmt werden, welche Person des Vertrauens zum Betreuer bestellt und welche individuellen Inhalte einer Betreuung zu Grunde liegen sollen.

Die Patientenverfügung nimmt bei Entscheidungsunfähigkeit Einfluss auf ärztliches Handeln. In der Patientenverfügung kann über Art und Weise einer ärztlichen Behandlung im Voraus verfügt werden.

Die Patientenverfügung muss schriftlich erstellt werden und trifft Aussagen dazu, in welchen konkreten Krankheitssituationen welche Maßnahme gewünscht oder abgelehnt wird. Meist enthält sie auch Aussagen dazu, in welchen Situationen keine lebensverlängernden Maßnahmen gewünscht werden.

Ein Bevollmächtigter oder Betreuer hat dem Willen des Patienten Ausdruck und Geltung zu verschaffen.

Die Verfügung sollte mit dem Hausarzt abgestimmt werden.