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"Verhaftet, deportiert, überlebt - und das Leben danach"
Ein Abend mit Anita Lasker-Wallfisch und Marianne Jacobs-Wallfisch

Meine Mutter hat mir nie etwas über den Holocaust erzählt, weil sie mich nicht mit ihrem Leid belasten wollte.“ Marianne Jacobs-Wallfisch beschäftigt sich als Tochter der Holocaust-Überlebenden Anita Lasker-Wallfisch mit diesen Fragen. Sie erlebte selbst das Gefühl, anders zu sein; spürte die Ausgrenzung ihrer Eltern, wenn es um dieses Thema ging.
Anita Lasker-Wallfisch erzählt als Betroffene und Mutter über ihr Leben und die Verletzungen, die sie selbst erleben musste.

Marianne Jacobs-Wallfisch
geboren 1958 in Kensal Green, einem ärmeren Stadtteil von London; nach Ausbildung als Kinderkrankenschwester und Drogenberaterin erfolgte Studium zur psychoanalytischen Pychotherapeutin. Spezialisiert auf das Thema „Transgenerations-Traumata“ betreibt sie heute eine eigene Praxis in London.

Dr.h.c. Anita Lasker-Wallfisch
geboren 1925 in Breslau/Polen; deutsch-britische Cellistin und Holocaust-Überlebende. Sie war Mitglied des sogenannten Mädchenorchesters von Auschwitz und erlebte die grausame Verfolgung und Vernichtung von Juden zur Zeit des Nationalsozialismus.

Veranstaltung:

Das Kriegstrauma, welches nie aufhört - Bericht zweier jüdischer Generationen. Die Gesellschaft hat die Holocaustüberlebende Anita Lasker-Wallfisch aus London eingeladen. Frau Lasker-Wallfisch wird über ihr Erlebtes in Auschwitz berichten. Ihre Tochter Marianne Jacobs-Wallfisch wird das Publikum an ihrem Leben als Tochter einer Zeitzeugin teilhaben lassen. Gérman Prentki, Cellist der Philharmonie Südwestfalen, begleitet die Veranstaltung musikalisch. Landrat Andres Müller hält eine Ansprache.