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Aufgaben des Kommunalen Integrationszentrums (KI)

Vernetzung

Arbeitsgruppe "Kommunale Integration" 
Am 18. September 2014 wurde die Arbeitsgruppe "Kommunale Integration" gegründet. Die Arbeitsgruppe ist ein Zusammenschluss der Integrationsbeauftragten der Städte und Gemeinden in Siegen-Wittgenstein und dem Kommunalen Integrationszentrum und trifft sich in regelmäßigen Abständen. Sie dient der Vernetzung, dem regelmäßigen Informationsaustausch und der gegenseitigen Unterstützung der kommunalen Akteure in der Integrationsarbeit. Hier finden Sie eine Übersicht der Beauftragten für Integration in den Kommunen in Siegen-Wittgenstein.

Vernetzung und Beratung von Menschen, Organisationen und Vereine die in der Integrationsarbeit tätig sind
Das KI hat bereits mit einer Vielzahl von Organisationen, Vereinen und Verbänden Kontakt aufgenommen. Auch die vielen Migrantenselbstorganisationen (MSO) gehören dazu. Es findet ein guter Austausch statt, der zu mehr Transparenz führt. Für weitere Informationen melden Sie sich bitte bei Veli Aydin.

Vernetzung und Austausch für Lehrer, Lehramtsanwärter und Lehramtsstudierende mit internationaler Familiengeschichte
Die Kommunalen Integrationzentren Kreis Siegen-Wittgenstein und Olpe laden gemeinsam mit dem Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung, "Ment4you" und dem Projekt "Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte" zu einem Austausch- und Vernetzungstreffen für Lehrer, Lehramtsanwärter und Lehramtsstudierende mit internationaler Familiengeschichte aller Schulformen ein. Das erste Treffen (Einladungsflyer «Chancen und Herausforderungen als Lehrkraft mit internationaler Familiengeschichte«) hat am 26. April 2018 erfolgreich stattgefunden. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Eva Gwozdz.

Netzwerk Integration durch Bildung Primarstufe / Sekundarstufen
Die Gründung der Netzwerke Deutsch als Zweitsprache (DaZ) Sekundarstufe I und Grundschule erfolgte am 11. September 2014 (Sek. I) und am 04. März 2015 (Grundschule) in Kooperationsveranstaltungen vom Kompetenzteam Siegen-Wittgenstein (KT), also der staatlichen Lehrerfortbildung, dem Schulamt für den Kreis Siegen-Wittgenstein und dem Kommunalen Integrationszentrum Kreis Siegen-Wittgenstein (KI). Ziel der Netzwerke DaZ war es, eine kreisweite Vernetzung der Lehrerinnen und Lehrer aller Grundschulen und weiterführenden Schulformen zu schaffen, die sich speziell der Aufgabe stellen, Schülern ohne Deutschkenntnisse – möglichst schnell – an die Teilnahme am Regelunterricht heranzuführen, aus erster Hand zu erfahren, wo evtl. Problemstellungen liegen und dafür Hilfestellungen zu entwickeln sowie den Informationsaustausch der DaZ-Lehrkräfte untereinander zu verbessern. Da dieses Themenfeld mittlerweile gut umgesetzt wird, hat man im Jahr 2018 beschlossen, eine Neuauflage des Netzwerkes zu initiieren. Die Beschulung der neu zugewanderten Schüler hält mehr Herausforderungen für die Schulen bereit als die Unterrichtsgestaltung. Für die neuen Bedarfe möchten die "Netzwerke Integegration durch Bildung" Antworten finden und die erfolgreiche Arbeit des Netzwerkes DaZ weiterführen. Für weitere Informationen im Bereich Sekundarstufen melden Sie sich bitte bei Katharina Siegeris, für den Bereich Primarstufe bei Karsten Burkardt.

Herkunftssprachlicher Unterricht (HsU)
Der Herkunftssprachliche Unterricht ist ein Angebot für Schüler mit internationaler Familiengeschichte, die zwei- oder mehrsprachig in Deutsch und in einer oder mehreren anderen Sprachen aufwachsen.

Nach regelmäßigem Besuch des herkunftssprachlichen Unterrichts legen die Schüler am Ende der Sekundarstufe I eine Prüfung ab. Diese besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil und bewertet sprachliche wie soziokulturelle Fähigkeiten, die im Unterricht erworben wurden. Eine gute Leistung in der Prüfung kann eine mangelhafte Leistung in einer Fremdsprache ausgleichen und damit zu einem Abschluss verhelfen.

Das KI hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lehrkäfte, die HsU unterrichten, zu vernetzen und zu unterstützen. Außerdem berät es Schulen, die diesbezüglich aktiv sind bzw. aktiv werden möchten. Außerdem hat das KI eine Übersicht erstellt, an welchen Schulen und in welcher Sprache Herkunftssprachlicher Unterricht im Kreis Siegen-Wittgenstein angeboten werden. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Eva Gwozdz.

Weitere Informationen zum Thema HsU und interessante Downloads finden Sie auf der Homepage der Bezirksregierung Arnsberg.

Das KI Dortmund hat einen Imagefilm "Jede Sprache ist ein Schatz!“ gedreht, der die Vorteile von Mehrsprachigkeit -insbesondere durch die unterstützende Maßnahme des herkunftssprachlichen Unterrichts- aus der Sicht vieler Akteurinnen und Akteure beleuchtet. Zum Film gelangen Sie hier.

Elementarbereich

Eltern- und Sprachbildungsprogramm "Rucksack KiTa
Das Programm "Rucksack KiTa" richtet sich an Eltern mit Migrationshintergrund und ihre Kinder zwischen 4 und 6 Jahren, die eine Tageseinrichtung besuchen sowie an die Kindertageseinrichtungen, die von diesen Kindern besucht werden. "Rucksack KiTa" hat die allgemeine sprachliche Bildung anhand von Themen wie beispielsweise „Körper“, „Kindertageseinrichtung“ und „Familie“ zum Ziel. Die Kinder werden von den Eltern in der Herkunftssprache und von den Erzieherinnen und Erziehern in der deutschen Sprache gefördert. "Rucksack KiTa" ist zudem ein Elternbildungsprogramm: Eltern erfahren, wie sie ihre Kinder in der allgemeinen Entwicklung optimal fördern können. Das Programm wurde bereits einigen Kindertageseinrichtungen vorgestellt und ist auf großes Interesse gestoßen. Im Mai 2016 startete das Programm erfolgreich im Familienzentrum Fritz-Erler-Siedlung in Kreuztal, im November 2016 ging die städtische KiTa in Kreuztal-Buschhütten an den Start. Im Februar 2018 folgte dann die DRK Kita Kunterbunt in Neunkirchen-Salchendorf. Hier finden Sie den Flyer “Rucksack Kita“ Bei Interesse an dem Programm melden Sie sich bitte bei Veli Aydin.

"Griffbereit"
"Griffbereit" ist ein Programm, das die Muttersprachenkompetenz, erste Deutschkenntnisse und die Allgemeinentwicklung bei 1-3 jährigen Kindern fördern will. Die Akteure im "Griffbereit"-Programm sind die Mütter selbst: Sie sind die ersten Sprachvorbilder und haben den engsten Bezug zu ihren Kindern im Alltag. Mit Griffbereit lernen sie, ihre Kinder beiläufig und regelmäßig in entwicklungsfördernde Kommunikations- und Sprachspiele zu verwickeln. Weitere Informationen erhalten Sie im Flyer Griffbereit und bei Veli Aydin.

Deutschlernprogramm "Hocus & Lotus"
"Hocus und Locus" ist ein Deutschlernprogramm für Kinder aus Migrantenfamilien ab dem Alter von drei Jahren, die als Sprachanfänger in der Zweitsprache in die Kindertageseinrichtung kommen. Weitere Informationen über das Programm erfahren Sie hier. Bei Interesse an dem Programm melden Sie sich bitte bei Veli Aydin.

Schule

Integration von Kindern und Jugendlichen, die während ihrer Schulzeit nach Deutschland kommen (Seiteneinsteiger)

Das KI hat im August 2015 mit der Beratung der Seiteneinsteiger im Bereich der Stadt Siegen begonnen. In einem Gespräch nimmt eine Lehrkraft eine Ersteinschätzung zum Bildungsstand vor und unterstützt die Eltern bei der Auswahl einer für das Kind und den Jugendlichen geeigneten Schule. Die Beratung wird nur durchgeführt, soweit eine weiterführende Schule in Frage kommt. Bei Grundschülern wird eine wohnortnahe Beschulung vorgenommen. Für Beratungsgespräche vereinbaren Sie bitte vorher einen Termin mit Katharina Siegeries oder Eva Gwozdz.

Um der Öffentlichkeit einen kleinen Eindruck in die Erlebnisse der Seiteneinsteiger zu geben, hat das KI-mit dem Filmemacher Manuel Rueda- ausgehend von dem Gedicht „Was brauchst du“ der bekannten Lyrikerin Friederike Mayröcker, mit einigen zugewanderten Schülerinnen und Schülern einen kurzen Film "An(ge)kommen" gedreht. Er zeigt, dass schulische Integration und ein schneller Spracherwerb sehr wichtig sind, dass man aber erst dann ankommen und Wurzeln schlagen kann, wenn viele Puzzlesteine des gesellschaftlichen Zusammenseins wie Freunde, Kunst, Literatur, Musik, Sport, Partizipation die schulischen Bemühungen ergänzen. Der Film wurde im November 2016 veröffentlicht. Zu dem Film gelangen Sie hier: Film «An(ge)kommen«.

Um zum einen die sprachlichen Fortschritte der Seiteneinsteiger zu dokumentieren und zum anderen zu schauen, wo sie jetzt stehen, ob sie schon kleine Ziele erreicht haben und welche Hürden sich ihnen in den Weg gestellt haben, hat das KI -mit dem Filmemacher Manuel Rueda- die Fortsetzung "Dranbleiben" im Januar 2018 veröffentlicht. Zu dem Film gelangen Sie hier: Film «Dranbleiben«

Ausbau des Projekts „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“
"Schulen ohne Rassismus – Schule mit Courage" verpflichten sich bei jeder Art von Diskriminierung, insbesondere Rassismus mit Zivilcourage einzugreifen - in der Schule und in ihrem Umfeld. Das KI ist Partner und regionaler Motivator des Projektes. Für weitere Informationen melden Sie sich bitte bei Karsten Burkardt.

Sprach- und Elternbildungsprogramm "Rucksack Schule"
Das Programm „Rucksack Schule“ richtet sich an Eltern mit Migrationshintergrund und ihre Kinder im ersten bis vierten Schuljahr sowie an die Grundschulen, die von diesen Kindern besucht werden. Es geht um eine durchgängige sprachliche Bildung anhand der Themenbereiche des Klassenunterrichts: Die Kinder werden in den Schulfächern in der deutschen Sprache unterrichtet und darüber hinaus in den identischen Themen von den Eltern in der Familiensprache gefördert. So entsteht eine diversitätsbewusste Unterrichts- und Schulentwicklung, die Vielfalt wertschätzt und auf bestehenden Ressourcen aufbaut. Bei Interesse an dem Programm wenden Sie sich bitte an Karsten Burkardt.
Hier finden Sie den Flyer Rucksack Schule. 

Einführung des Qualifizierungskonzepts „Sprachschätze“
„Sprachschätze“ ist ein interkulturelles Schulentwicklungsprogramm, das sich an Grundschulen richtet. Im Rahmen einer zweijährigen Qualifizierungsmaßnahme werden alle Beteiligten der teilnehmenden Schulen in verschiedenen Fortbildungsmodulen geschult. Ziel ist es, die Bildungssprache aller Schüler zu fördern und den sprachsensiblen Unterricht in allen Fächern zu etablieren.

Neben der Teilnahme an den Fortbildungsveranstaltungen sorgen professionelle Lerngruppen, die aus Lehrern, Sozialpädagogen, Mitarbeitern des Ganztags und Mitgliedern der Schulleitung bestehen, für die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltungen. Sie kümmern sich um das notwendige „Handwerkszeug“ für schulischen Alltag und Unterricht und stellen somit nachhaltig die Entwicklung zur interkulturellen Schule sicher.

Die Kollegien der Schulen erhalten sprachanalytisches Basiswissen, welches sie in die Lage versetzt, die bildungssprachliche Kompetenz aller Schüler zu fördern. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Karsten Burkardt.

Crashkurs Ausbildungsstrukturen
Der „Crashkurs Ausbildungsstrukturen“ ist ein Angebot für die Internationalen Förderklassen der Berufskollegs in Siegen-Wittgenstein. Die Schüler dieser Klassen sind im Alter von 16-18 Jahren nach Deutschland gekommen. In diesem Alter beginnen viele Jugendliche ihren beruflichen Werdegang, auf den sie jahrelang vorbereitet wurden. Die Ausbildungssysteme der in den Heimatländern der zugewanderten jungen Erwachsenen unterscheiden sich teileweise stark vom dualen Ausbildungssystem in Deutschland.

Im Crashkurs werden den Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte die Strukturen des dualen Ausbildungssystems näher gebracht. Hierzu gehört es ebenfalls, nicht nur über die theoretischen Rahmenbedingungen zu sprechen, sondern auch über die Rechte und Pflichten von Auszubildenden und darüber, welche Kompetenzen und Soft Skills von ihnen erwartet werden. Erklärungen zum Ausbildungsvertrag und das Durchführen von Rollenspielen zum Bewerbungsgespräch sind darüber hinaus wichtige Bestandteile des Crashkurses. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Christine Wilhelms.

Sprachkurse in den Sommerferien für Schüler
Das Kommunale Integrationszentrum (KI) und die Volkshochschule (VHS) des Kreises Siegen-Wittgenstein führen als Kooperationsprojekt in den Sommerferien Sprachkurse in zwei verschiedenen Niveaustufen durch. Sie richten sich an Kinder und Jugendliche ab Klasse 8 mit internationaler Familiengeschichte, die an den Schulen des Kreises unterrichtet werden. Das Angebot zielt ab auf besonders leistungsmotivierte und zukunftsorientierte junge Menschen, die freiwillig zusätzlich in den Sommerferien den Erwerb der deutschen Sprache vorantreiben möchten.

Der Bedarf für die Kurse ist eindeutig: Sie stellen für die TeilnehmerInnen eine weitere wichtige Möglichkeit dar, die existentielle Kernkompetenz überhaupt – das Erlernen der deutschen Sprache – weiterzuentwickeln. Die meisten Geflüchteten haben nicht die Möglichkeit, in den Urlaub zu fahren. Für sie bedeuten die Ferien eine Zeit des Wartens, der Unproduktivität und der Langeweile und damit eine Unterbrechung der Lernzeit. Dieses Dilemma wird durch die Kurse aufgehoben; die TeilnehmerInnen erhalten die Möglichkeit, im Bereich Sprache „aufzuholen“. Weiterhin erhalten ihre Ferientage eine sinnvolle Struktur, die dennoch Raum für Freizeit lässt. Zudem befinden sie sich in neuen sozialen Kontexten. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Eva Gwzodz und Katharina Siegeris.

Querschnitt

Konfliktmanagement
Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Etablierung eines Konfliktmanagementsystems in den Kommunen, welches die Teilhabe und Integration Neuzugewanderter fördert. Hierbei sollen bestehende kommunale und organisationale Strukturen, die sich bereits als formelle oder informelle Konfliktanlaufstellen bewährt haben, gestärkt werden.

Ein Konfliktmanagementsystem bündelt die Anstrengungen, auftretende Konflikte zu bearbeiten, absehbare Konflikte schon im Vorfeld zu entschärfen und Erkenntnisse aus der Konfliktbearbeitung für ein reibungsloses Zusammenleben in der Gesellschaft zu nutzen.

Vor diesem Hintergrund hat das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) des Landes NRW die Landesweite Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI) mit der Umsetzung des Projektes „Kommunales Konfliktmanagement fördern: Teilhabe und Integration konstruktiv gestalten“, beauftragt. Gefördert wird das Projekt durch die Mercator Stiftung. Die wissenschaftliche Begleitung übernimmt die Rhein-Universität Bochum (RUB). In Rahmen eines Bewerbungsverfahrens wurde u. a. das KI Kreis Siegen-Wittgenstein mit der Durchführung in Form eines Pilotprojektes betraut. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Christine Wilhelms und Annette Demir-Utsch.

"CHAMPS"
Die „CHAMPS“, das sind 10 männliche Jugendliche zwischen 16 und 27 Jahren, die ab Januar 2020 ein Jahr lang von der neu gegründeten „Städtegruppe CHAMPS SIEGEN“ ausgebildet werden.

Die „Städtegruppe CHAMPS Siegen“  ist aus einer Kooperation zwischen dem Kommunalen Integrationszentrum Kreis Siegen-Wittgenstein (KI), dem Verein für soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen (VAKS) e. V. und der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein, Opferschutz, entstanden. Mit der praktischen Umsetzung des Projektes  ist VAKS e. V. aufgrund seiner langjährigen Expertise im Bereich Migration, betraut. 

Was machen die „CHAMPS“? Sie stehen für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Gleichberechtigung und Demokratie. Ihre individuellen Erfahrungen und ihre Haltung möchten Sie anderen Jugendlichen und jungen Erwachsenen vermitteln um Reflexions- und Veränderungsprozesse anzustoßen. Ihre Ausbildung beinhaltet intensive Trainings, Bildungsreisen im In- und Ausland und Supervisionen. Nach der Zertifizierung werden die „CHAMPS“  Workshops, Seminare oder Gesprächskreise bei unterschiedlichen Akteuren (z. B. Schulen, soziale Einrichtungen, etc.) anbieten. Weitere Imformationen erhalten Sie bei Christine Wilhelms.

Vermittungsformular für sportinteressierte Zuwanderer
Sport ist ein wichtiger Motor für die Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Sportvereine in unserer Region bieten schon immer einen wertvollen Zugangsweg zu unserer Kultur und Sprache und tragen zur Integration bei. Um Neuzugewanderte und Sportvereine passgenau zusammenzuführen, wurde deshalb vom Kommunalen Integrationszentrum (KI) und dem Kreissportbund (KSB)  Siegen-Wittgenstein e.V. ein „Vermittlungsbogen für Sportinteressierte“ erstellt. Der Vermittlungsbogen ist in Deutsch, Englisch, Arabisch, Albanisch und Persisch verfügbar. Er stellt Fragen zur Person und vor allem nach Sportarten, für die sich die Betroffenen interessieren. Das Formular soll dazu vollständig und in lateinischen Buchstaben ausgefüllt und an den Kreissportbund, zu Händen Herrn Christian Janusch, per E-Mail (janusch@ksb-siegen-wittgenstein.de) oder auf dem Postwege (Bismarckstraße 45, 57076 Siegen) zugesandt werden. Wichtig dabei ist, dass unter Punkt V des Fragebogens erfragte Kenntnisse/Erfahrungen des Sportinteressierten, wie z. B. Trainertätigkeiten, frühere Spielklassen/Leistungsklassen etc. so ausführlich wie möglich beschrieben werden. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Frank Burmeister.

Qualifizierung ehrenamtlicher Integrationslotsen
Die Integrationslotsen sollen allgemein Orientierung geben in einem fremden Land bzw. System. Sie sollen in den Bereichen des täglichen Lebens direkt und individuell unterstützen, z.B. bei Arztbesuchen, einfachen Behördengängen oder bei Fragen zum Thema Gesundheitssystem, Schule. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Veli Aydin.
Hier finden Sie den Flyer “Integrationslotsen“

Laien-Sprachmittlerpool
Das KI hat einen Pool mit Laien-Sprachmittlerinnen / Laien-Sprachmittlern aufgebaut, die eine Aufwandsentschädigung beantragen können. Der Laien-Sprachmittlerpool wird ständig erweitert. Hier finden Sie eine Übersicht der aktuellen Sprachen/Dialekte und einen Flyer Info Laien-Sprachmittlerpool. Das Land NRW hat Mittel zur Finanzierung von einer Aufwandsentschädigung für die Leistung von Laien-Sprachmittlerinnen / Laien-Sprachmittlern, die im Rahmen ehrenamtlichen Engagements bei der Flüchtlings- und Integrationsarbeit erforderlich sind, zur Verfügung gestellt.

Das zuständige Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) des Landes NRW hat nun die Rahmenbedingungen für Aufbau, Einsatz und Begleitung der Laien-Sprachmittlerpools angepasst.  

Demnach dürfen die Laien-Sprachmittlerinnen und Laien-Sprachmittler nur eingesetzt werden:  

- wenn das KI oder ein Kooperationspartner [hier: Verein für soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen (VAKS) e.V.] vorher eine Vermittlung vorgenommen hat. KI oder VAKS e.V. bestätigen die Vermittlung hinterher auf dem Antrag Aufwandsentschädigung)

  • keine Kostenerstattung anderer öffentlicher oder privater Stellen vorrangig in Anspruch genommen werden kann
  • situationsbedingt zur punktuellen Betreuung (keine Prozessbegleitung)
  • keine eigenständige Rechtsberatung durch den Ehrenamtlichen des Laien-Sprachmitlerpools erfolgt.

 Ausgeschlossen sind:

  •  Aufträge von Privatpersonen (z.B. Ärzte) 
  • Aufträge von Privateinrichtungen (z.B. Kliniken) 
  • Gespräche mit Rechtsfolgen (z.B. bei Rechtsanwälten oder in Bezug auf die Erstellung von Gesundheitsgutachten, wie z.B. bei der ärztlichen Prüfung der Reisefähigkeit) 
  • Aufträge von Bildungseinrichtungen zur Ermittlung von sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfen (z.B. sog. "AOSF-Verfahren"). 

Hierfür sollen ausschließlich gerichtliche Übersetzer und Dolmetscher genutzt werden. Diese sind auf der Dolmetscher- und Übersetzerdatenbank der Landesjustizverwaltungen zu finden http://www.justiz-dolmetscher.de/. Die Kosten hierfür sind vom jeweiligen Auftraggeber selbst zu übernehmen.

Ansprechpartner KI: Veli Aydin, Tel. 0271 333-2324, v.aydin@siegen-wittgenstein.de

Ansprechpartner VAKS e.V.: Stephan Böhmer, Tel. 0271 336083 (dienstags 14-16 Uhr), ansonsten Tel. 0160/93276900, stephan.boehmer@vaks.info

Projekt Sprachpaten an Schulen
Die ersten Monate in einem fremden Land sind für alle Betroffenen eine Herausforderung und ohne Hilfe nicht zu bewältigen. In diesem Projekt werden Jugendliche zu Sprachpaten ausgebildet für ein Kind, das Unterstützung braucht. Das kann in den unteren Klassen der eigenen Schule oder an einer benachbarten Grundschule oder im Kindergarten sein. Die Paten bieten ihrem Schützling an einem Schultag für mindestens eine Stunde pro Woche ihre ungeteilte Aufmerksamkeit und entdecken nebenbei die deutsche Sprache, denn eigentlich ist alles Lernen Sprache.

In dem Projekt erfährt man viel über die Lebenswirklichkeit und die Kultur der Geflüchteten, es geht um Vorurteile und kulturelle Besonderheiten, über Stolpersteine der deutschen Sprache und das interkulturelle Verständnis.

Am letzten Projekttag erhalten die Schüler eine Teilnahmebescheinigung und werden auch weiterhin vom KI in ihrer Tätigkeit begleitet.

Voraussetzung zur Teilnahme an diesem Projekt: Spaß an Sprache und Interesse an fremden Ländern und Menschen und die Bereitschaft, auch nach den Projekttagen, eine Stunde Zeit pro Woche an sozialem Engagement zu investieren!

maximale Teilnehmerzahl: 15 TeilnehmerInnen ab Klasse 9

Bei Interesse oder Fragen wenden Sie sich bitte an Katharina Siegeris.

Landesmittel "KOMM-AN NRW"
Zur Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe und insbesondere zur Förderung von Ankommens- und Begegnungstreffpunkten vor Ort in den Kommunen stellt die Landesregierung mit „KOMM-AN NRW“ für 2016, 2017, 2018 und 2019 ein umfangreiches Förderprogramm bereit. Dabei steht die Integration der geflüchteten Menschen in ihren neuen Nachbarschaften, in ihren neuen Quartieren und Stadtteilen im Mittelpunkt. Ein Ziel des "KOMM-AN NRW" Programms ist es, den geflüchteten Menschen das Ankommen und den Einstieg in die deutsche Sprache zu erleichtern. Natürlich geht es auch darum, sie mit den kulturellen Regeln des Zusammenlebens vertraut zu machen. Zu den weiteren Zielen des Förderprogrammes gehören: Stärkung und Begleitung des ehrenamtlichen Engagements, z.B. durch Vernetzung, Unterstützung und Qualifizierung des Ehrenamts und durch Ausbau der Kooperation mit anderen Behörden, die im Flüchtlingsbereich tätig sind.

Das KI hat die Mittel beantragt und bewilligt bekommen. Sie werden an verschiedene Institutionen und Vereine im Kreis Siegen-Wittgenstein gemäß den Landesvorgaben weitergleitet.

Ein Programmteil des Förderprogramms beinhaltet das Aufgabenfeld: „Bedarfsorientierte Maßnahmen vor Ort.“ Dazu gehören die Bausteine:

A. Renovierung, Ausstattung, Betrieb von Ankommens Treffpunkten
Kinderspielbereich, Spiel-/Sportgeräte, Kochzubehör, Lernsoftware, Bücher, Musikinstrumente, Malutensilien, Werkzeuge, technische Geräte und PCs.

B. Maßnahmen – Zusammenkommen, Orientierung, Begleitung
Ehrenamtliche, niedrigschwellige, regelmäßige, begleitende Hilfen für Flüchtlinge auf Basis vorhandener Ansätze oder neu initiiert. Geflüchtete Menschen können als aktive Partner an Maßnahmen zur Unterstützung von Neuankömmlingen beteiligt werden.

C. Maßnahmen – Informations- und Wissensvermittlung
Printmedien oder internetbasierte Medien, die leicht zugänglich, ggf. mehrsprachig und mit lokalem und handlungspraktischem Bezug sind.

D. Maßnahmen – Qualifizierung und Begleitung Ehrenamtlicher
Qualifizierung, Bindung und Wertschätzung für das Ehrenamt, Finanzierung von Maßnahmen zum Austausch und zur Vernetzung unter ehrenamtlich tätigen Menschen.

Bei Interesse oder Fragen zu den "KOMM-AN"- Landesmitteln wenden Sie sich bitte an Christine Wilhelms.

 

Aufklärung

Durchführung von Veranstaltungen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung
Das Kommunale Integrationszentrum hat u.a. die Aufgabe, die Institutionen, die die Integrationsarbeit leisten nachhaltig zu unterstützen z.B. um die Menschen für den Abbau von Vorurteilen zu sensibilisieren.

Transparenz schaffen von Angeboten und Akteuren in der Integrationsarbeit
Das KI arbeitet eng mit Kommunen, Integrationsagenturen, Wohlfahrtsverbänden, Migrationsdiensten, sonstigen Vereinen und Verbänden zusammen und unterstützt und berät diese Akteure aktiv in Ihrer Arbeit mit den Flüchtlingen und Migranten. Eine Übersicht über die Maßnahmen zur Integration in Siegen-Wittgenstein erhalten Sie hier.

Homepage "siwi-für-alle"
Informationen für Helfer und das Ehrenamt, Zuständigkeiten, Sprache, Ausbildung und Beruf – diese und noch weitere Bereiche präsentiert der Kreis Siegen-Wittgenstein auf der Homepage www.siegen-wittgenstein.de/siwifueralle. Dort können Helfer in der Flüchtlingshilfe Informationen rund um das Thema Integration nachlesen. Die Seite schafft einen Überblick über kreisweite Angebote, Ansprechpartner und weiterführende Informationen.

Qualifizierung

Qualifizierung von Ehrenamtlichen
Das KI bietet für Ehrenamtliche unterschiedliche Qualifizierungen an (z. B. Integrationslotsen, Sprachlotsen, interkulturelle Sensibilisierung, Elternbegleiter…). Nähere Informationen dazu entnehmen Sie bitte der Übersicht Angebote Ehrenamtliche KI. Es können auch externe Referenten für eine Fortbildung zu verschiedenen Themen vermittelt werden. Bitte sprechen Sie uns bei Interesse an.

Traumafachberatung
Das KI berät die Akteure der Integrationsarbeit im Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen und wie ihnen auf ihrem Weg geholfen werden kann. Inhaltlich geht es um Entstehung, Symptome und Auswirkungen von Traumata und die Sensibilisierung für die besonderen Verhaltensweisen der betroffenen Kinder und Jugendlichen. Bei Interesse oder Fragen wenden Sie sich bitte an Katharina Siegeris.