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Informationen für Ein- und Rückreisende nach NRW aus ausländischen Risikogebieten (Stand 10.05.2021)

Grundlage

Coronaeinreiseverordnung Nordrhein-Westfalen (CoronaEinrVO NRW) vom 3. Mai 2021 sowie die Coronavirus-Einreiseverordnung (CoronaEinreiseV) vom 13. Januar 2021 und die Coronavirus-Schutzverordnung (CoronaSchV) vom 29. Januar 2021 und die COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung (SchAusnahmV) vom 8. Mai 2021 des Bundesministeriums für Gesundheit.

Alle Einreisenden, die per Flugzeug ab dem 30. März 2021 (0 Uhr) in die Bundesrepublik Deutschland einreisen wollen, müssen sich verpflichtend vor Abreise testen lassen. Von der Testpflicht sind Personen ausgenommen, die das sechste Lebensjahr nicht vollendet haben. Das Testergebnis muss vor der Abreise vorliegen, um es dem Beförderer vorlegen zu können. Die dem Test zugrundeliegende Abstrichnahme darf grundsätzlich höchstens 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen worden sei. Die Flugreisenden tragen die Kosten der Tests grundsätzlich selbst. Die Beförderung durch die Flugverkehrsunternehmen ist nur bei Vorlage eines negativen Testergebnisses gestattet.

Es werden PCR-Tests und PoC-Schnelltests (Antigen-Tests) anerkannt, wenn sie die von der WHO (World Health Organisation  (Weltgesundheitsorganisation) empfohlenen Mindeskriterien erfüllen (s. Internetseite des Robert Koch-Instituts  https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Tests.html).

Die Testungen müssen von einem Dritten vorgenommen oder (auch per Videoübertragung) überwacht worden sein, der nach dem Recht des Staates, in dem der Test vorgenommen wurde, dazu autorisiert ist, solche Testungen vorzunehmen oder zu überwachen. Der Dritte muss ebenfalls die Identität der getesteten Person mittels eines amtlichen Lichtbildausweises überprüfen und bestätigen. Auf dem Zeugnis/Testergebnis ist das Datum der Testung zu vermerken sowie die Art des Tests, der verwendet wurde. Der Testnachweis ist auf Papier oder in einem elektronischen Dokument, jeweils in deutscher, englischer oder französischer Sprache zu erbringen. Für den Abgleich der Mindestkriterien durch die zuständigen Gesundheitsbehörden müssen Angaben zum Hersteller der Antigen(schnell)-Tests ersichtlich sein.

Bei Einreisenden, die sich innerhalb der letzten zehn Tage vor Einreise in die Bundesrepublik Deutschland im Ausland aufgehalten haben, wird unterschieden, ob die Einreise aus einem Virusvarianten-Gebiet, aus einem Hochinzidenzgebiet oder aus einem anderen Risikogebiet nach Deutschland erfolgt.

Virusvariantengebiet bedeutet, dass hier bereits veränderte Viren nachgewiesen wurden. In einem Hochinzidenzgebiet ist die Ansteckungshäufigkeit nachweislich deutlich höher als in den als Risikogebiet bezeichneten Ländern.

Das Robert Koch-Institut aktualisiert fortlaufend eine Liste aller Risikogebiete unter der Adresse https://www.rki.de/covid-19-risikogebiete.

Je nach Risikogebiet gibt es verschiedene Pflichten und Ausnahmeregelungen von Einreisenden in Bezug auf die Anmeldepflicht, Test- und Nachweispflicht und die Absonderungspflicht (Quarantäne).

Anmeldepflicht

Einreisende aus allen oben genannten Gebieten sind bundesweit verpflichtet, sich vor der Einreise digital unter (www.einreiseanmeldung.de) anzumelden (weitere Infos dazu hier). Nach Angabe aller notwendigen Informationen erhält der Einreisende eine PDF-Datei als Bestätigung. Diese Bestätigung wird durch den Beförderer kontrolliert.

Sollte in Ausnahmefällen eine digitale Einreiseanmeldung nicht möglich sein, muss stattdessen eine vollständig ausgefüllte Ersatzmitteilung in Papierform ausgefüllt werden.

Ausnahmen von der Anmeldepflicht gelten nur für Einreisende aus Hochinzidenzgebieten und für Einreisende aus anderen Risikogebieten (z.B. Durchreisende, Grenzverkehr unter 24 Stunden), nicht aber für Einreisende aus einem Virusvarianten-Gebiet.

Test- und Nachweispflicht und Quarantäne

Alle Tests im Zusammenhang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 müssen den Anforderungen des Robert Koch-Instituts, die auf der Internetseite https://www.rki.de/covid-19-tests veröffentlicht sind, erfüllen. Grundsätzlich gilt als Test-Nachweis ein ärztliches Zeugnis oder ein Testergebnis hinsichtlich des Nichtvorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 auf Papier oder in einem elektronischen Dokument jeweils in deutscher, englischer oder französischer Sprache.

PCR-Tests müssen von medizinisch-geschultem Personal vorgenommen und von einem anerkannten Labor ausgewertet werden. PoC-Schnelltest (Antigen-Tests) müssen von einem medizinischen Dienstleister vorgenommen werden, der zu Vornahme eines PoC-Schnelltestes befugt ist und eine Bescheinigung über das Ergebnis zu erteilen hat und auf dem Testzertifikat die Bezeichnung des verwendeten Tests benennt.

Wer aus einem Virusvarianten-Gebiet nach Nordrhein-Westfalen einreist, muss sich dort schon vor der Abreise testen lassen und sich nach Einreise unverzüglich für einen Zeitraum von vierzehn Tagen in Quarantäne begeben. Eine Verkürzung der vierzehntägigen Quarantäne ist nicht möglich, insbesondere auch nicht durch negative Testungen! Ferner ist der bei Einreise mitzuführende negative Test-Nachweis unverzüglich dem örtlich zuständigen Gesundheitsamt unaufgefordert vorzulegen. Der Test-Nachweis darf höchstens 48 Stunden vor Einreise vorgenommen worden sein.

Treten innerhalb der vierzehn Tage nach der Einreise typische Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus wie Husten, Fieber, Schnupfen oder Geruchs- und Geschmacksverlust auf, muss das örtlich zuständige Gesundheitsamt informiert werden.

Seit dem 30. Januar 2021 gilt darüber hinaus ein Beförderungsverbot für den Bahn-, Bus,- Schiffs- oder Flugverkehr aus Virusvariantengebieten nach Deutschland (mit mehreren Ausnahmen).

Wer aus einem Hochinzidenzgebiet in die Bundesrepublik Deutschland einreist, muss bei Einreise ebenfalls einen Testnachweis mitführen und auf Anforderung der zuständigen Behörde vorlegen. Der Test-Nachweis muss die gleichen Voraussetzungen wie bei Einreisenden aus Virusvarianten-Gebieten, erfüllen. Somit besteht keine Quarantäneverpflichtung mehr, wenn ein negatives Testergebnis vorliegt. Wer hingegen ohne Testergebnis einreist, muss sich in Quarantäne begeben, bis ein negatives Testergebnis vorliegt.

Wer aus einem anderen Risikogebiet im Ausland in die Bundesrepublik Deutschland einreist (also weder Virusvarianten- noch Hochinzidenzgebiet), muss entweder ein negatives Testergebnis (nicht älter als 48 Stunden vor Einreise) mitbringen oder spätestens 48 Stunden nach der Einreise über einen negativen Testnachweis verfügen und der zuständigen Behörde auf Anforderung innerhalb von zehn Tagen nach Einreise vorlegen. Wer hingegen kein Testergebnis vorlegt, muss sich in Quarantäne begeben, bis ein negatives Testergebnis vorliegt.

Bis zur Vornahme des Testes ist der Kontakt mit anderen Personen außerhalb des eigenen Hausstandes soweit wie möglich zu unterlassen. Unterbleibt die Einreisetestung wird die einzuhaltende Absonderung durch das negative Ergebnis eines später vorgenommenen Tests beendet, der jederzeit nach der Einreise erfolgen kann.

Wer vor mehr als 14 Tagen komplett geimpft ist, vor 28 Tagen bis 6 Monaten nachweislich erkrankt war oder aber erkrankt und vor über 2 Wochen mindestens einmal geimpft worden ist benötigt keinen aktuellen Test, außer er kommt aus einem Virusvariantengebiet - unterliegt aber der Anmeldeverpflichtung.

Ausnahmen von der Anmeldepflicht, der Test- und Nachweispflicht sowie der Absonderungsplicht sind in der Coronaeinreiseverordnung Nordrhein-Westfalen - CoronaEinrVO NRW (aktuelle Version hier einsehen: https://www.land.nrw/corona) und in der Coronavirus-Einreiseverordnung - CoronaEinreiseV (aktuelle Version hier einsehen: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen/guv-19-lp/coronaeinreisev.html) aufgeführt.

Zusammenfassung:

  1. Wer aus einem Virusvarianten-Gebiet einreist, muss sich vor der Abreise dort testen lassen und sich nach Einreise unverzüglich für einen Zeitraum von vierzehn Tagen in Quarantäne begeben. Eine Verkürzung der vierzehntägigen Quarantäne durch eine Testung ist nicht mehr möglich. Dies gilt unabhängig von einer Impfung oder einer durchgemachten Infektion!
  2. Wer aus einem Hochinzidenzgebiet einreist, muss bei Einreise ebenfalls einen Testnachweis mitführen. Ansonsten besteht Quarantäne, bis ein negatives Testergebnis vorliegt. Für Geimpfte bzw. vormals Erkrankte gilt keine Testpflicht, aber eine Anmeldeverpflichtung.
  3. Wer aus einem anderen Risikogebiet einreist (also weder Virusvarianten- noch Hochinzidenzgebiet), muss entweder ein negatives Testergebnis mitbringen oder spätestens 48 Stunden nach der Einreise über einen negativen Testnachweis verfüge. Ansonsten besteht Quarantäne, bis ein negatives Testergebnis vorliegt. Für Geimpfte bzw. vormals Erkrankte gilt keine Testpflicht, aber eine Anmeldeverpflichtung.

Bitte senden Sie Ihre negativen Testergebnisse und Anfragen per E-Mail an reise@siegen-wittgenstein.de.