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Rund 380 Coronatests in dieser Woche durchgeführt
Aktuell 39 Infizierte in Siegen-Wittgenstein

 
 

Rund 380 Tests auf das Coronavirus sind in dieser Woche im Auftrag des Kreisgesundheitsamtes durchgeführt worden. Etwa 160 davon im neuen Corona-Diagnose-Zentrum in der Dreifachturnhalle der Universität Siegen auf dem Haardter Berg.

Rund 380 Tests auf das Coronavirus sind in dieser Woche im Auftrag des Kreisgesundheitsamtes durchgeführt worden. Etwa 160 davon im neuen Corona-Diagnose-Zentrum in der Dreifachturnhalle der Universität Siegen auf dem Haardter Berg.

Insgesamt 39 nachweislich infizierte Personen gibt es aktuell in Siegen-Wittgenstein. Denn im Laufe des Freitags sind acht weitere positive Testergebnisse im Gesundheitsamt in der St.-Johann-Straße eingegangen. Betroffen sind vier Männer aus Siegen, zwei Mitte 20, zwei in den 40ern. Alle sind aus dem Urlaub in Österreich zurückgekommen, hatten zu diesem Zeitpunkt bereits Krankheitssymptome und sind deshalb nach der Rückkehr zuhause geblieben. Gleiches gilt für einen Mann und eine Frau aus Hilchenbach, beide um die 60. Auch sie waren in Österreich und sind nach ihrer Rückkehr in der eigenen Wohnung geblieben. In all diesen Fällen waren deshalb auch nur sehr wenige Kontaktpersonen zu ermitteln. Ebenfalls aus Österreich infiziert zurückgekommen sind ein Mann aus Kreuztal, Ende 40, und ein Mann um die 60 aus Netphen. In diesen beiden Fällen lief am Freitagabend noch die Ermittlung der Kontaktpersonen.

Coronatests nur unter klaren Voraussetzungen sinnvoll

Immer wieder wird in der Öffentlichkeit die Frage diskutiert, warum nicht jeder, der Grippesymptome hat, auf das Coronavirus getestet wird. Hier verweist das Kreisgesundheitsamt noch einmal darauf, dass das zuständige Robert Koch Institut (RKI) klare Empfehlungen gibt: Getestet wird nur, wer Symptome hat und entweder aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist, oder Kontakt zu einem bestätigt Infizierten hatte. Für diese Regelung gibt es auch nachvollziehbare Gründe, macht das Kreisgesundheitsamt deutlich: Würde jeder, der Anzeichen einer Grippe hat, getestet, wären innerhalb weniger Tage bundesweit keine Tests mehr vorhanden und das ganze System wäre lahmgelegt. Zugleich würde mit der Zunahme der Tests die Dauer der Auswertung in den Labors noch einmal exorbitant steigen. Schon jetzt liegt diese, je nach Bundesland, bei bis zu sieben Tagen.

Wer keine Symptome zeigt und dennoch getestet wird, erhält in aller Regel ein negatives Ergebnis. Denn erst wenn eine gewisse Virenlast im Körper vorhanden ist, kann das Coronavirus auch nachgewiesen werden. In diesen Fällen hat der Patient in aller Regel dann aber auch Krankheitsanzeichen. Ein Testergebnis ohne Krankheitsanzeichen bietet deshalb nur eine sehr trügerische Sicherheit. Denn im Laufe der 14-tägigen Inkubationszeit könnte die Krankheit dennoch ausbrechen.

Die wirksamste Maßnahme gegen Corona: Soziale Kontakte meiden

Weil das so ist, wurden von allen staatlichen Ebenen – vom Bund bis zu den Kommunen – weitreichende Maßnahmen angeordnet, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen: Wer soziale Kontakte vermeidet und Abstand hält, kann niemanden anstecken, auch wenn er das Coronavirus unerkannt in sich trägt! „Um sich so umsichtig und klug zu verhalten muss man nicht getestet sein“, betont Dr. Christoph Grabe, Leiter des Kreisgesundheitsamtes. Auch für eine möglicherweise erforderliche Behandlung spielt es keine Rolle, ob ein Coronatest gemacht wurde oder nicht. „Sollte jemand ernsthaft erkrankt sein und schwere Symptome zeigen, muss er sich auf jeden Fall an seinen Arzt wenden“, betont Dr. Grabe. Gleichzeitig macht er aber auch deutlich: „Die Schwere von Symptomen sagt nichts darüber, ob es sich um eine Infektion mit dem Coronavirus handelt. Denn in vielen Fällen verlaufen gerade diese Infektionen sehr harmlos, während andere Viren deutlich heftigere Symptome auslösen können.“

Dr. Gabe erläutert auch noch einmal, warum in einer Familie oft nur ein Erkrankter getestet wird, nämlich der, der als erster erkrankt war bzw. die deutlichsten Symptome zeigt. „Liegt für dieses Familienmitglied ein Testergebnis vor, lässt sich daraus mit hoher Sicherheit auch die Diagnose für die anderen Familienmitglieder ableiten. Weitere Tests würden hier keine zusätzlichen Erkenntnisse bringen“, so der Leiter des Kreisgesundheitsamtes.

Keine Schnelltests verwenden

Schließlich warnt Dr. Grabe ausdrücklich vor dem Einsatz von Corona-Schnelltests, die jetzt auf unterschiedlichen Wegen angeboten werden und auch in Apotheken erhältlich sind. Diese sind vom Robert Koch Institut nicht anerkannt, die Ergebnisse sehr unsicher. Sie haben keinerlei Aussagekraft und können nicht verwertet werden. Zudem gaukeln sie unter Umständen eine falsche Sicherheit vor, die am Ende dann sogar zur weiteren Ausbreitung des Coronavirus beitragen könnte.

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