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Ran Idan auf offiziellem Abschiedsbesuch in Siegen-Wittgenstein
Landrat dankt langjährigem Amtskollegen aus Emek Hefer für engagierte Förderung der Partnerschaft

 
 

Siegen-Wittgenstein dankt einem engen Freund und Partner und verabschiedet sich von Ran Idan. Er stand zwölf Jahre an der Spitze des israelischen Partnerkreises Emek Hefer. Jetzt war er für einige Tage in Siegen-Wittgenstein, um sich offiziell von vielen Freunden und Partnern in der Region zu verabschieden.

Siegen-Wittgenstein dankt einem engen Freund und Partner und verabschiedet sich von Ran Idan – zumindest als Landrat von Emek Hefer. Ran Idan stand zwölf Jahre an der Spitze des israelischen Partnerkreises. Bei der Wahl im vergangenen Jahr wurde er nicht im Amt bestätigt. Jetzt war er für einige Tage in Siegen-Wittgenstein, um sich offiziell von vielen Freunden und Partnern in der Region zu verabschieden.

„Du warst in den letzten zwölf Jahren ein Motor der Freundschaft zwischen Emek Hefer und Siegen-Wittgenstein, hast unserer Partnerschaft viele neue Impulse gegeben und sie mit vielen guten Ideen und großem Engagement bereichert“, würdigte Landrat Andreas Müller im Rahmen eines Empfangs den Gast. An diesem Empfang nahmen viele Freunde, Partner und Weggefährten Ran Idans teil, u.a. vom Kreisjugendring, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und der ehemalige Landrat Paul Breuer.

Beispielhaft und als sichtbares Zeichen für das Engagement Ran Idans nannte Andreas Müller den Siegen-Wittgenstein-Abschnitt am Alexanderfluss, der von Jugendfeuerwehrleuten aus Siegen-Wittgenstein mit Rothaarsteig-Möbeln gestaltet wurde.

Jugendaustausch ausgeweitet

Der Landrat erinnerte auch daran, dass dem ehemaligen Lehrer Ran Idan insbesondere der Jugendaustausch besonders am Herzen lag. „Deshalb hatten wir beide auch verabredet, den Jugendaustausch auszubauen – was wir auch getan haben“, unterstrich Müller. So hat es 2018 fünf reguläre Jugendbegegnungen gegeben, eine weitere mit Fachkräften und zudem ein besonderes Projekt: die Beteiligung von deutschen und israelischen Jugendlichen an der Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht am 9. November an der ehemaligen Synagoge in Siegen – „was übrigens zu einem dauerhaften Projekt werden soll“, kündigte Müller an.

Vater im Holocaust verloren, Mutter hat ihn trotzdem ermuntert, nach Deutschland zu fahren

Der Landrat erinnert auch daran, dass die erste Reise nach Siegen-Wittgenstein für den damals neu ins Amt gekommene Ran Idan nicht einfach war. Sein Vater und weitere Angehörige sind Opfer des Nazi-Terrors geworden und waren im Holocaust ums Leben gekommen. „Eigentlich hattest Du Dir fest vorgenommen, nie nach Deutschland zu reisen“, erinnerte Müller: „Aber dann bist du Landrat geworden. Und wir hatten Dich zum Jubiläum ‚40 Jahre Jugendaustausch zwischen Emek Hefer und Siegen-Wittgenstein‘ eingeladen. Für Dich eine schwierige Situation.“ Ran Idan hatte sich damals mit seiner Mutter beraten und die hatte ihm gesagt: „Du bist jetzt Landrat und bist für diese Partnerschaft verantwortlich. Du musst nach Siegen fahren!“

Enger Freund und Förderer der Partnerschaft mit Siegen-Wittgenstein

„Wir sind Deiner Mutter sehr dankbar, dass sie Dir damals diesen Rat gegeben hat! Denn mit diesem ersten Besuch wurde der Grundstein dafür gelegt, dass Du heute ein ganz enger Freund und ein intensiver Förderer der Partnerschaft zwischen Siegen-Wittgenstein und Emek Hefer bist“, so Andreas Müller.

Vor dem Hintergrund der eigenen Familiengeschichte war es Ran Idan auch immer wichtig, im Rahmen des Jugendaustausches die Geschichte nicht aus dem Blick zu verlieren: die Shoa – die bestialische Ermordung von Millionen jüdischen Kindern, Frauen und Männern in deutschen Vernichtungslagern.

Andreas Müller: Lehren aus der Geschichte ziehen und Antisemitismus entschieden entgegentreten

Die Lehren aus dieser grauenhaften Vergangenheit nicht zu vergessen, ist auch Andreas Müller ein Anliegen: „Nie wieder darf es zu solchen Verbrechen kommen. Und wir müssen wachsam sein und jeder Form von Antisemitismus von Anfang an ganz entschieden entgegentreten“, betonte der Landrat: „Umso dankbarer sind wir, dass es heute wieder so tolle und vertrauensvolle Begegnungen zwischen Menschen aus Israel und Deutschland, aus Emek Hefer und Siegen-Wittgenstein gibt. Das ist nicht selbstverständlich. Das ist ein großes Geschenk, für das wir sehr dankbar sind!“

Nicht "Tschüss", sondern "Auf Wiedersehen"!

Zum Abschied machte Müller deutlich: „Auch wenn Du als Landrat künftig nicht mehr Verantwortung für die Partnerschaft zwischen Siegen-Wittgenstein und Emek Hefer trägst, bin ich sicher, dass Du dieser Partnerschaft weiterhin als ein enger Freund und Förderer verbunden bleiben wirst. Deshalb sage ich auch nicht ‚Tschüss‘, sondern ganz bewusst ‚Shalom‘ und ‚Auf Wiedersehen‘!“

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