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Datum: 02.07.2021

Kulturfonds um 100.000 Euro aufgestockt

Der Kreistag hat in seiner jüngsten Sitzung noch einmal 100.000 Euro aus Mitteln, die wegen der pandemiebedingten Absagen der Großveranstaltungen "KulturPur" und "125 Jahre Motoromnibus" nicht ausgegeben wurden, für den Kulturfonds zur Verfügung zu stellen.

Als das Corona-Virus im vergangenen Sommer den Kulturschaffenden den Boden unter den Füßen wegzog, reagierte der Kreis Siegen-Wittgenstein prompt: Per Dringlichkeitsbeschluss wurde der Fonds Künstlerisch-kulturelle Projekte in der Corona-Krise im Kreis Siegen-Wittgenstein aus der Taufe gehoben und über einhundert Projekte unterstützt. Inzwischen waren die Fondsmittel aufgebraucht, doch die Pandemie sorgt trotz derzeit fallender Inzidenzzahlen weiter für erhebliche Einschränkungen im Kulturbetrieb.

Der Kreistag hat in seiner jüngsten Sitzung noch einmal 100.000 Euro aus Mitteln, die wegen der pandemiebedingten Absagen der Großveranstaltungen "KulturPur" und "125 Jahre Motoromnibus" nicht ausgegeben wurden, für den Fonds zur Verfügung zu stellen. „Es stehen schon wieder einige Projektvorschläge auf der Warteliste“, sagt Landrat Andreas Müller: „Die Fondsmittel sind als ein Beitrag gedacht, die vielen Unsicherheiten bei den Kulturschaffenden abzufedern, die trotz sinkender Neuinfektionen nach wie vor bestehen.“

Ziel des Fonds ist der Erhalt einer aktiven und vielfältigen Kulturszene vor Ort in den elf Städten und Gemeinden des Kreises Siegen-Wittgenstein. „In der immer noch schwierigen Situation soll in der Region künstlerisch-kulturell weiterhin etwas passieren und Kultur als gesellschaftlicher Bestandteil sichtbar bleiben“, ergänzt Kultur!Büro.-Leiter Jens von Heyden.

Die Gelder sollen dazu beitragen, Projekte und Veranstaltungen zu unterstützen, deren Durchführung durch die gestiegenen Anforderungen wie z. B. Hygienemaßnahmen, begrenzte Zuschauerzahlen oder größeren Raumbedarf "auf der Kippe stehen". Doch auch die Konzeption und Umsetzung neuer Vorhaben oder die Entwicklung und Erprobung neuer Veranstaltungsformate stehen im Fokus dieser Kulturförderungsmaßnahme. So wurden in der Vergangenheit neben defizitären Veranstaltungen Streaming-Konzerte, Online-Workshops, digitale Ausstellungsformate, aber auch EP- und CD-Aufnahmen sowie Kurzfilm- und Videoproduktionen unterstützt.

Gefördert werden neben Miet- und Technikkosten auch Regiearbeiten, Gagen, theaterfachliche und -pädagogische Workshops, Koordinierungsaufgaben sowie Leistungen aus bürgerschaftlichem Engagement. Projektvorschläge können von freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern, eingetragenen gemeinnützigen Vereinen und nicht kommerziell organisierten freien Kulturanbietern eingereicht werden.

Die Antragsunterlagen sind auf www.siwikultur.de unter dem Button Kulturförderung zu finden, können aber auch per Mail (PZoeller@siwikultur.de) oder telefonisch (0271 333-2447) angefordert werden.