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Seit Beginn der Pandemie 194 Corona-Infizierte
Kreisgesundheitsamt empfiehlt: bei Symptomen testen lassen!


Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich im Kreis Siegen-Wittgenstein 194 Personen mit dem Coronavirus infiziert, 51 sind bereits wieder genesen, 139 aktuell erkrankt. Die Zahl der Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, liegt heute bei 13, zwei davon auf Intensivstation.

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich im Kreis Siegen-Wittgenstein 194 Personen mit dem Coronavirus infiziert, 51 sind bereits wieder genesen, 139 aktuell erkrankt. Die Zahl der Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, liegt heute bei 13, zwei davon auf Intensivstation.

Seit gestern sind sechs weitere positive Corona-Testergebnisse im Kreisgesundheitsamt eingegangen. Die Betroffenen kommen aus Siegen (zwei Frauen um die 80 und um die 90), Freudenberg (eine Frau, Alter liegt dem Gesundheitsamt noch nicht vor, und ein Mann um die 60), Burbach (Mann Mitte 50) und Bad Berleburg (Frau Mitte 50).

Neun Infizierte konnten als genesen aus der Überwachung des Kreisgesundheitsamtes entlassen werden. Sie kommen aus Siegen (Frau um die 50 und zwei Männer Mitte 50 und Mitte 60), Wilnsdorf (Frau um die 40), Bad Berleburg (Frau um die 60) und Bad Laasphe (vier Männer, drei Mitte 30, einer Mitte 50).

Neue RKI-Richtlinie – Gesundheitsamt appelliert: „bei Symptomen testen lassen“

Das Kreisgesundheitsamt weist noch einmal darauf hin, dass das Robert Koch Institut (RKI) seine Richtlinien, wer auf das Coronavirus getestet werden sollte, verändert hat. Die Empfehlung gilt jetzt für einen wesentlich größeren Personenkreis. Rückkehr aus einem Risikogebiet spielt dabei keine Rolle mehr und man muss auch nicht unbedingt Kontakt zu einem bestätigt Infizierten gehabt haben.

„Wir haben ein großes Interesse daran, mehr Tests durchzuführen, um einer möglichen Dunkelziffer auf die Spur zu kommen“, sagt Landrat Andreas Müller: „Damit wollen wir auch verhindern, dass wir uns in falscher Sicherheit wiegen und sich das Virus unbemerkt weiter ausbreiten kann“, betont der Landrat. Für viele Experten sei eine Ausweitung der Tests aktuell der Schlüssel, um das Corona-Virus in den Griff zu bekommen, was sich auch in den aktuellen RKI-Richtlinien widerfinde, sagt Müller und der Kreis Siegen-Wittgenstein wolle diesen Weg konsequent gehen.

„Nach wie vor ist ein Test auf eine Infektion mit dem Coronavirus aber nur sinnvoll, wenn Krankheitsanzeichen vorliegen“, erläutert Dr. Christoph Grabe, Leiter des Kreisgesundheitsamtes. „Ohne Symptome wird der Test selbst bei einem Infizierten oft negativ sein, weil die Virenlast im Körper dann nicht hoch genug ist, um ein positives Testergebnis auszulösen. Wenn aber Atemwegserkrankungen mit Symptomen wie Husten, Niesen oder Halsschmerzen vorliegen, sollte man sich auf jeden Fall testen lassen“, betont Dr. Grabe.

Ein Test sei zudem sinnvoll, wenn jemand mit Grippesymptomen Vorerkrankungen habe oder sich seine Erkrankung verschlimmere und Atemnot oder hohes Fieber hinzukomme. Außerdem sollten sich Personen mit Grippesymptomen testen lassen, die im Krankenhaus oder in der Altenpflege arbeiten oder anderweitig mit Risikogruppen in Kontakt kommen.

Das Kreisgesundheitsamt weist auf diese Zusammenhänge auch deshalb noch einmal hin, weil in den letzten Tagen deutlich weniger Patienten zu einer Testung ans Kreisgesundheitsamt überwiesen worden sind. Das könne z.B. auch daran liegen, dass jetzt vor Ostern die eine oder andere Praxis geschlossen habe. „Sollte ein Patient mit Krankheitssymptomen keinen niedergelassenen Arzt erreichen können, kann er sich an die Corona-Hotline des Kreises wenden, um einen Testtermin zu erhalten“, betont Dr. Grabe: „Der Weg über die niedergelassenen Ärzte zu uns soll nach wie vor die Regel sein, aber wenn das aus welchen Gründen auch immer nicht möglich ist, werden wir unbürokratisch Testungen ermöglichen.“

Die Kapazitäten des Kreises sind völlig ausreichend, um die Zahl der Testungen zu erhöhen, unterstreicht auch Landrat Andreas Müller: „Uns stehen ausreichend Teströhrchen zur Verfügung und die Möglichkeiten unserer beiden Corona-Diagnose-Zentren in Siegen und Bad Berleburg sind noch nicht ausgereizt. Deshalb sollte sich niemand, der Grippesymptome hat scheuen, sich an seinen Arzt oder unsere Hotline zu wenden.“

Die Corona-Hotline des Kreises Siegen-Wittgenstein ist montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr und samstags, sonntags und feiertags von 9 bis 13 Uhr unter 0271 333-1120 zu erreichen.

Übersicht: aktuell Erkrankte (abzüglich der Genesenen) verteilt auf die elf Städte und Gemeinden in Siegen-Wittgenstein:

  • Bad Berleburg     9
  • Bad Laasphe       6
  • Burbach            10
  • Erndtebrück        0
  • Freudenberg      14
  • Hilchenbach       17
  • Kreuztal            18
  • Netphen            12
  • Neunkirchen       4
  • Siegen              43
  • Wilnsdorf           6