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Erster bestätigter Coronafall in Siegen-Wittgenstein
Mann aus Gemeinde Wilnsdorf nach Skifreizeit in Südtirol positiv getestet

Im Kreis Siegen-Wittgenstein gibt es einen ersten bestätigten Coronafall. Es handelt sich um einen Mann mittleren Alters aus der Gemeinde Wilnsdorf, der mit einem Reiseunternehmen aus dem Münsterland zum Skifahren in Südtirol war.

Im Kreis Siegen-Wittgenstein gibt es einen ersten bestätigten Coronafall. Ein Mann mittleren Alters aus der Gemeinde Wilnsdorf war mit einem Reiseveranstalter aus dem Münsterland zum Skifahren in Südtirol. Er ist am 5. März wieder in Siegen-Wittgenstein angekommen und zeigte am 7. März nach eigener Aussage leichte Erkältungssymptome. Am gestrigen Montag, 9. März, wurde ihm von einem mobilen Corona-Diagnose-Team des Kreisgesundheitsamtes zuhause eine Speichelprobe entnommen. Das Ergebnis traf am heutigen Nachmittag in der Kreisverwaltung ein. Der Test war positiv: Bei dem Patienten wurde das Coronavirus nachgewiesen.

Mittlerweile ist der Mann schon wieder beschwerdefrei. Trotzdem wird er bis zum 19. März in Quarantäne bleiben. Im Haushalt des Betroffenen leben keine weiteren Familienangehörigen und er hatte seit seiner Rückkehr aus Südtirol nach eigenen Angaben auch keine engeren sozialen Kontakte.

Das „Lagezentrum Gesundheit“ des Kreises ist sofort nach Bekanntwerden des positiven Testergebnisses zusammengetreten und hat Wilnsdorfs Bürgermeisterin Christa Schuppler informiert, die an den weiteren Beratungen in den Räumen des Kreisgesundheitsamtes teilnahm.

Das Gesundheitsamt hat noch am frühen Abend Kontakt zu dem Reiseunternehmen im Münsterland aufgenommen. Der Reiseveranstalter hat die Adressen der anderen 32 Mitreisenden übermittelt. Drei von ihnen kommen ebenfalls aus Siegen-Wittgenstein. Zu ihnen nimmt das Kreisgesundheitsamt aktuell (Dienstagabend) Kontakt auf. Sollten bei ihnen Krankheitszeichen erkennbar sein, werden sie umgehend auf das Coronavirus getestet und bis das Ergebnis vorliegt ebenfalls unter Quarantäne gestellt. Sollten keine Symptome erkennbar sein, sind sie aufgefordert, sich für die Dauer der Inkubationszeit von 14 Tagen selbst zu beobachten und bereits bei ersten Krankheitssymptomen mit dem Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen.

Die Daten der anderen 29 Mitreisenden, einer von ihnen stammt aus Österreich, werden vom Kreisgesundheitsamt an die jeweils zuständigen Gesundheitsämter übermittelt.