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Erste Ergebnisse der Mobilitätsbefragung:
77 Prozent aller Wege werden mit dem Auto zurückgelegt, 4 Prozent mit dem Fahrrad

05.03.2018

Durchschnittlich 2,7 Wege legt jeder Einwohner in Siegen-Wittgenstein pro Tag zurück. In der Universitätsstadt Siegen sind es 2,8 Wege je Einwohner. Dabei ist für über drei Viertel aller Wege das Auto das Verkehrsmittel der Wahl. Der Anteil des „motorisierten Individualverkehrs“ liegt bei 77 Prozent aller zurückgelegten Wegstrecken (Stadt Siegen: 72 Prozent). Wege zu Fuß machen einen Anteil von 10 Prozent (13 Prozent) aus, 9 Prozent (10,7 Prozent) der Wege werden in öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt. Das Fahrrad wird lediglich für knapp 4 Prozent aller Wege genutzt – und das vor allem im Freizeitbereich.

13.500 zufällige Haushalte angeschrieben

Das sind erste Ergebnisse der Mobilitätsbefragung des Kreises Siegen-Wittgenstein und der Universitätsstadt Siegen. Im September und Oktober 2017 hatten 13.500 zufällig ausgewählte Haushalte in Siegen-Wittgenstein Post vom Kreis bzw. von Kreis und Stadt Siegen erhalten. „2.248 Haushalte haben ihr persönliches Verkehrsverhalten dokumentiert. So haben wir Wegeinformationen von mehr als 5.000 Personen erhalten“, erläutert Kathrin Henninger, Projektleiterin des beauftragten Ingenieurbüros Helmert (Aachen). Damit liege eine belastbare Datengrundlage vor.

Landrat Andreas Müller und Bürgermeister Steffen Mues bedanken sich bei allen, die mitgemacht haben: „Mit der Umfrage erhalten wir wichtige Informationen, die uns helfen, sinnvolle Mobilitätskonzepte für den Kreis und die Universitätsstadt Siegen aufzustellen.“

In der Umfrage wurden aktuelle Daten zum Verkehrsverhalten der Siegerländer und Wittgensteiner an Werktagen erfragt. Mit welchem Verkehrsmittel sind die Menschen unterwegs zur Arbeit, zur Ausbildung, zum Einkaufen, für Besorgungen oder Freizeitaktivitäten? Welcher Zeitaufwand ist für die Mobilität erforderlich?

Alternativen zum Auto ermitteln

Ziel der Umfrage war es auch, den Stellenwert von Alternativen zum Auto zu ermitteln. Die Befragung macht deutlich, dass aktuell nur etwa ein Viertel (rund 23 Prozent) der alltäglichen Wege im Kreisgebiet mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt wird. Zugleich besitzt jeder Haushalt im Durchschnitt 1,5 Autos (Stadt Siegen: 1,4 Pkw). „Das ist ein vergleichsweise hoher Wert“, stellt Sabine Schmidt, Mobilitätsmanagerin des Kreises, fest. In ganz NRW liegt der Durchschnittswert bei 1,2 Fahrzeugen pro Haushalt.

Viele Auszubildende und Studierende nutzen ÖPNV

Busse und Bahnen werden vor allem von Menschen genutzt, die wenig Alternativen haben, z.B. von Kindern und Jugendlichen. Auch das ist ein Ergebnis der Befragung. Erfreulich: Die hohe Nutzung des ÖPNV durch Auszubildende und Studenten, die grundsätzlich auch Autos nutzen könnten, dies aber offenbar bewusst nicht tun. Dazu trägt sicher auch das Semesterticket der Universität Siegen positiv bei.
Die Mobilitätsstudie zeigt auch, dass alternative Verkehrsmittel zum Pkw vor allem sehr flexibel sein müssen, um damit auch weitere Strecken jederzeit bewältigen zu können. Ansatzpunkte, um das Umsteigen auf umweltbewusstere Verkehrsmittel zu erleichtern, wären z.B. dichtere Takte oder schnellere und direktere Verbindungen des ÖPNV, der Ausbau des Radwegenetzes oder die Förderung der Elektromobilität.

Die Ergebnisse der Mobilitätsbefragung werden jetzt in das Mobilitätskonzept einfließen, das der Kreis Siegen-Wittgenstein derzeit erarbeitet. Die Arbeiten daran sollen demnächst abgeschlossen werden. Das Konzept wird dann im zweiten Quartal der Öffentlichkeit vorgestellt. Auch die Universitätsstadt Siegen erarbeitet derzeit ein Mobilitätskonzept, das sich vor allem auf Verkehrsbeziehungen innerhalb des Stadtgebietes konzentriert.

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