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"Mir werden die vielen Begegnungen fehlen":
Armin Stöhr, Leiter Berufskolleg AHS, geht in den Ruhestand

06.02.2020

Es ist richtig was los in der Aula des Berufskollegs Allgemeingewerbe, Hauswirtschaft und Sozialpädagogik (AHS) des Kreises Siegen-Wittgenstein. Die „Schüler-Lehrer-Band“ spielt sich auf der Bühne schon mal warm, es wird geredet und gelacht. Wie im normalen Schulleben eben auch. Nur, dass an diesem Vormittag noch zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung zu Besuch gekommen sind, um „Tschüss“ zu sagen: Schulleiter Armin Stöhr geht in den Ruhestand. Knapp 12 Jahre lang stand der Oberstudiendirektor an der Spitze des Berufskollegs.

Landrat Andreas Müller dankte Armin Stöhr für seinen Dienst und gab dem Pensionär ein Zitat von Schriftsteller Robert Louis Stevenson mit auf den Weg „Beurteile einen Tag nicht nach den Früchten, die du geerntet hast, sondern an den Samen, die du gesät hast.“ Armin Stöhr habe in seiner Dienstzeit für das Berufskolleg viel erreicht und auch viele zukünftige Projekte angestoßen, von denen die Schule noch lange profitieren werde. „Sie haben aus dem AHS eine moderne, attraktive Schule gemacht“, betonte der Landrat.
Dabei sei es Stöhr stets um ein respektvolles Miteinander von Schülern, Lehrern und Kollegium gegangen. Aber auch darüber hinaus habe er das Berufskolleg AHS zu einer weltoffenen Schule entwickelt, die „neugierig ist, viele Menschen zu sich hinein holt, aber auch in die Welt hinausgeht“, so Müller weiter.

Regelmäßige Schüleraustausche

Das Berufskolleg AHS bietet regelmäßig Schüleraustausche an. Erst 2019 waren bei einer internationalen Erasmus-Projektwoche Schüler und Lehrer aus Griechenland, Rumänien, Spanien und der Türkei in Siegen zu Gast. Empfangen wurde die Gruppe im Siegener Ratssaal von Jens Kamieth, der als stellvertretender Bürgermeister ebenfalls an Armin Stöhrs Verabschiedung teilnahm und sich an die besondere Begegnung zurückerinnerte: „Es war zu spüren, dass Ihnen dieser Austausch der jungen Menschen immer sehr am Herzen lag“, sagte Kamieth. Armin Stöhr habe sich während seiner Amtszeit am Berufskolleg AHS sowohl für die Schule, als auch für Stadt und Kreis „sehr verdient gemacht“, so Kamieth weiter.

Armin Stöhr hatte zunächst in Siegen Lehramt für die Sekundarstufe II in den Fächern Germanistik und Psychologie studiert und seine Referendariats-Zeit am Helene-Lange-Gymnasium in Dortmund verbracht. Außerdem war er von 1983 bis 1990 an der Reifensteiner Schule Wittgenstein und von 1990 bis 1998 an der Berufsbildenden Schule in Wissen tätig, bevor er dann seinen Dienst am Berufskolleg AHS zum 1. August 1998 begann und am 1. August 2008 dessen Leitung übernahm. Schon früh erkannte Stöhr die Notwendigkeit, das Berufsfeld der Erzieherinnen und Erzieher zu stärken und damit dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Deshalb brachte er u.a. das berufliche Gymnasium der Erzieher/-innen auf den Weg und etablierte das Berufskolleg als wichtigen Partner für die regionale Wirtschaft.

Armin Stöhr: "Unser gemeinsamer Austausch war immer sehr bereichernd"

„Mir werden die Begegnungen mit den verschiedenen Menschen hier fehlen“, sagte der Pensionär in seinem Abschlusswort. „Es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe gewesen, die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zu unterstützen und ihnen Anregung und Orientierung zu bieten“, betonte Armin Stöhr. Ebenfalls vermissen werde er die Konferenzen und Unterrichtsnachbesprechungen mit seinen Kollegen: „Unser gemeinsamer Austausch war immer sehr bereichernd“.

Dass es auch Schülern und Lehrern sichtlich schwerfällt, sich von ihrem Direktor zu trennen, wurde durch verschiedene Programmpunkte mehr als deutlich: Die „Schüler-Lehrer-Band“ gab mit „Don’t look back in anger“ und „Should I stay or should I go now“ gleich mehrere Songs zum Besten. Ein Projektchor, ebenfalls aus Schülern und Lehrern bestehend, hatte die Lieder „Turn, Turn, Turn“ und „Don’t stop“ mitgebracht. Weitere Liedvorträge vom Chor der Fachschule für Sozialpädagogik und einer spontan gegründeten Gruppe aktiver und ehemaliger südwestfälischer Schulleitungen komplettierten das rund zweistündige Programm.
Jolina Fischbach von der Schülervertretung fasste schließlich noch einmal zusammen, was viele weitere Redner an diesem Vormittag gegenüber Stöhr betont hatten: „Sehen Sie, die vielen bunten Fähnchen, die hier zur Deko hängen? Sehen Sie, die vielen verschiedenen Menschen, die heute gekommen sind? Das alles ist Ihr Verdienst, Herr Stöhr!“

Wie der Pensionär nun seinen Ruhestand gestalten wird, ließ er noch offen: „Das Leben bietet Gelegenheiten und Anlässe – es wird schon etwas auf mich zukommen, mit dem ich mich dann beschäftigen werde“.

Am Berufskolleg AHS wird zunächst Susanne Liedtke-Zöller die Vertretung der Schulleitung übernehmen.

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