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Zukunftspreis Siegen-Wittgenstein 2015
Jugend engagiert sich - jung und aktiv in Siegen-Wittgenstein
Wettbewerbsbeitrag:

CVJM Büschergrund - Jugendtreff Chilli (offene Jugendarbeit)

Die Grundidee/Ausganssituation:
Im September 2010 hatte der CVJM Büschergrund die Zeltwoche „Drei – unglaublich“ in Freudenberg, beim Schulzentrum in Büschergrund. Gemeinsam mit 7 anderen Gemeinden wurde über die Jugendallianz ein knapp 14-tägiges Programm auf die Beine gestellt, was sich sehen lassen konnte: Konzerte, Workshops, Stationen, Bistro, uvm. zählten zum Umfang dieser sehr intensiven Zeit. Viele Jugendliche kamen am Nachmittag und blieben bis zum Toresschluss. Es gab die ein oder andere bewegende Unterhaltung und viel Möglichkeit miteinander beim Kickern, Kaffee trinken oder Klettern ins Gespräch zu kommen.

Nach der wirklich guten Zeit mit dem Zelt setzte sich das Team zusammen und nach und nach wurde die Idee einer „offenen Jugendarbeit“ als möglichst niederschwelliges Angebot geboren. Nach einigen Konzeptionsrunden und kreativen Momenten wurde am 4.12.2011 das Chilli im Untergeschoss des Freudenberger Gemeindehauses eröffnen.

In den letzten Jahren ist das Chilli für die Jugendlichen mehr geworden, als nur ein Raum in dem sie sich treffen können. Es ist ein fester Bestandteil ihrer Lebenswelt geworden. Ein Ort an dem sie sich wohlfühlen, mit dem sie sich identifizieren und ein Schutzraum in dem sie sich zurückziehen und abschalten (können).
Für die ehrenamtlichen Mitarbeitenden heißt es im Großen und Ganzen einfach nur „da sein“. Man spezialisiert sich beispielsweise auf den Verkauf hinter der Theke, das Pizza backen in der Küche, das Zocken an der Xbox, ins Gespräch kommen mit Jugendlichen oder eben einfach für Andere „da sein“. Letzteres ist der wichtigste Teil der Mitarbeiterschaft: Anderen zu zeigen, dass sie etwas Wert sind. Dass es Leute gibt, die sich für sie Zeit nehmen! Außer den „normalen“ Angeboten gibt es bei Chilli auch Aktionen und Programme, wo die Jugendlichen selbst mit einbezogen werden. Am „Runden Tisch“ haben die Jugendlichen die Chance ihre Meinung zum Chilli, zu den Mitarbeitern, zu Spielen und Angeboten und was ihnen so am Herzen liegt loszuwerden. Weitere Aktionen können mal eine Grillwurst oder ein Crêpes sein oder auch die Slackline. Je nach Lust und Laune der Jugendlichen und Mitarbeiter und dem Wetter sind wir da sehr flexibel.

Das Chilli hat an zwei Tagen die Woche (Donnerstag und Sonntag) jeweils von 18.00 – 22.00 Uhr geöffnet. Dazu kommen jeweils 30 Minuten Vorbereitungs- und Aufräumzeit. Da bei jeder Öffnungszeit mindestens zwei bis drei Mitarbeiter anwesend sein müssen, kommt das Team insgesamt auf eine Arbeitszeit von rund 30 Stunden. Um den Wunsch der Jugendlichen, die Öffnungszeiten des Chillis zu erweitern, erfüllen zu können und das ehrenamtliche Team zu entlasten, entschlossen man sich dafür, dass bisher ausschließlich ehrenamtlich getragene Projekt in die Hauptamtlichkeit zu führen.
Seit Mitte April 2015 ist Manuela Bänke als Sozialarbeiterin, hauptamtlich im Chilli tätig. In Zusammenarbeit mit dem ehrenamtlichen Team sorgt sie dafür, dass das Chilli sein Angebot und die Öffnungszeiten erweitert konnte, dass die Belange der Jugendlichen in der Politik Gehör finden und die Vernetzung mit lokalen Vereinen und Gruppen weiter gestärkt wird.