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Datum: 25.11.2025

Welt-Aids-Tag 2025: HIV rechtzeitig erkennen und behandeln - Jetzt kostenfrei und anonym beraten und testen lassen

Auch in diesem Jahr gibt es wieder zusätzliche Informations-, Beratungs- und Testangebote zu HIV und weiteren sexuell übertragbaren Infektionen (STI) im Kreisgebiet. 

Der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember erinnert seit 1988 jährlich an die Menschen, die mit HIV leben, und an diejenigen, die an den Folgen von Aids gestorben sind. Der Tag steht für Solidarität und Aufklärung und gegen Diskriminierung.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder zusätzliche Informations-, Beratungs- und Testangebote zu HIV und weiteren sexuell übertragbaren Infektionen (STI) im Kreisgebiet: Am Mittwoch, 26. November, gibt es von 9 Uhr bis 14 Uhr einen Infostand mit kostenfreier und anonymer Beratung und Testung an der Uni Siegen, Adolf-Reichwein-Straße 2, 57076 Siegen, AR-H 107. Am Montag, 1. Dezember 2025, findet von 16 Uhr bis 19 Uhr ein Late Night Testing im Gesundheitsamt, St.-Johann-Straße 23, 57074 Siegen, 3.Etage, statt. Ein weiteres Late Night Testing gibt es am Mittwoch, 3. Dezember 2025, von 18 Uhr bis 21 Uhr, in der Aidshilfe, Weidenauer Straße 165, 57076 Siegen.

Zudem wird ganzjährig ein vielfältiges anonymes und kostenfreies Beratungs- und Testangebot zu verschiedenen Zeiten und an unterschiedlichen Orten im Kreisgebiet vorgehalten. Alle Informationen zum Angebot der beiden Einrichtungen und zu den besonderen Testterminen gibt es unter www.siegen-wittgenstein.de/aidsberatung und www.aids-hilfe-siegen.de. Eine Terminvereinbarung für die Beratungs- und Testangebote ist nicht erforderlich.

Die Fachkräfte des Kreisgesundheitsamtes und der Aidshilfe stehen Ratsuchenden bei allen Fragen rund um HIV und STI sowie zu den Themen sexuelle Gesundheit, Verhütung und Schutzmöglichkeiten zur Verfügung.

Früherkennung schützt Gesundheit

Wird eine Infektion mit HIV rechtzeitig diagnostiziert, kann man dank moderner Medizin gut und lange damit leben. Dennoch wird in Nordrhein-Westfalen noch immer bei rund einem Drittel der neu diagnostizierten HIV-Infektionen die Erkrankung erst spät festgestellt. Oft ist das Immunsystem dann bereits stark geschwächt. Frühzeitige Tests und Diagnosen sind daher ein zentraler Schlüssel, um die Gesundheit zu schützen und Übertragungen zu verhindern.

Tests sind einfach, anonym und kostenfrei

„Regelmäßige Tests sind besonders wichtig für Menschen mit erhöhtem HIV-Risiko. Doch grundsätzlich kann jede Person betroffen sein, unabhängig von Alter, Lebensstil oder Partnerschaften“, erklärt Katrin Spiekermann von der Beratungsstelle zu HIV und weiteren sexuell übertragbaren Infektionen (STI) des Kreisgesundheitsamtes. „Gerade Menschen, die ihr Risiko unterschätzen, erhalten die Diagnose häufig erst spät. Wer unsicher ist oder Symptome bemerkt, sollte nicht zögern, einen Test zu machen.“

Auch Hemmschwellen spielen eine Rolle, wie Klaus-Peter Schäfer, Vorsitzender der Aidshilfe erläutert: „Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie ein Risiko hatten oder schieben den Test lange hinaus. Oft aus Angst vor dem Ergebnis oder aus Unsicherheit, wo sie sich testen lassen können. Dabei ist ein HIV-Test einfach, anonym und kostenfrei möglich.“ Katrin Spiekermann ergänzt: „Auch aus medizinischer Sicht ist die rechtzeitige Diagnose entscheidend. Je früher eine HIV-Infektion erkannt wird, desto bessere Behandlungsmöglichkeiten bestehen. Das verhindert nicht nur gesundheitliche Folgen, sondern auch die Weitergabe des Virus. Menschen unter erfolgreicher Behandlung können HIV nicht mehr übertragen.“