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Datum: 11.11.2025

Von »Hallelujah« bis »80 Millionen«
Sechs Chöre sangen zum Kreisgeburtstag in der Nikolaikirche

Zum Finale kamen alle sechs Chöre noch einmal auf die Stufen und in den Altarraum der Nikolaikirche und sangen gemeinsam mit den 500 Besucherinnen und Besuchern das alte Volkslied „Kein schöner Land“. Vorausgegangen waren 90 Minuten, in denen die Besucherinnen und Besucher die ganze Bandbreite des Chorgesangs in Siegen-Wittgenstein erlebt haben.

Der Kreis Siegen-Wittgenstein hatte im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50. Kreisgeburtstag zu diesem Chorkonzert eingeladen. „Mit über 100 Männer-, Frauen-, gemischten, Kinderchören und besonderen Formationen ist Siegen-Wittgenstein eine Region des Chorgesangs“, hatte Landrat Andreas Müller bei der Begrüßung betont: „Chorgesang ist Teil unserer regionalen Identität und die Chöre tragen zur Lebensqualität in Siegen-Wittgenstein bei.“

Organisiert hatten den Abend der Chorverband Siegerland und der Sängerkreis Wittgenstein. Die beiden Vorsitzenden, Stephanie Kölsch und Christian Dellori, führten auch durch das Konzert. Die 500 Karten für den Abend gab es nicht zu kaufen – Kreis, Chorverband und Sängerkreis hatten sie im Vorfeld u.a. bei verschiedenen Gewinnspielen verschenkt.

Drei Siegerländer und drei Wittgensteiner Formationen boten ein abwechslungsreiches Programm. Zunächst war der MGV Frohsinn Werthenbach zu hören, gefolgt vom Gemischten Chor Berghausen, Chorrekt - neue Stimmen, dem Frauenchor Herzhausen und dem Gemischten Chor Liederkranz Dotzlar. Den Schlusspunkt setze der MGV Sangeslust Birkefehl.

Das Programm umfasste geistliche, traditionelle und zeitgenössische Musik. Los ging es mit einem „Ständchen“ für den Kreis. Dafür war das gleichnamige Lied der Wise Guys ein wenig umgetextet worden. Simon und Garfunkels „The Sound of Silence“ war im weiteren Verlauf des Abends genauso zu hören wie „O Herr, gib Frieden“ von Dimitri Bortnianski und „Country Roads“ von John Denver. Aus dem Kindermusical „Tabaluga“ wurde „Ich wollte nie Erwachsen sein“ von Peter Maffay und Rolf Zuckowski vorgetragen, genauso wie der moderne Klassiker „Hallelujah“ von Leonard Cohen. Das letzte Stück im offizielle Programm war der Max-Giesinger-Hit „80 Millionen“. Danach bat Stefanie Kölsch noch einmal alle Chöre nach vorne, um gemeinsam mit den 500 Gästen in der Nikolaikirche „Kein schöner Land“ zu singen. Und einen besonderen Dirigenten für dieses Stück hatte sie auch im Sinn: Landrat Andreas Müller. „Der kann das ja“, sagte sie mit einem Lächeln und er ließ sich auch gerne dazu überreden.

Nach rund 105 Minuten war das Konzert vorbei. Die Bilanz des Landrates: „Eine wirklich tolle Werbung für den Chorgesang!“