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Datum: 19.12.2025

Tempo 70 auf der K50 bei Arfeld
Fußgänger können Eder auf Seitenstreifen hinter der Leitplanke überqueren

Die Kreisverwaltung wird im Bereich der Ederbrücke auf der K50 bei Bad Berleburg-Arfeld Tempo 70 anordnen. Zwischen der Kreuzung mit der Landesstraße L903 und dem Ortseingangsschild liegt eine Strecke von 300 Metern.

Die Kreisverwaltung wird im Bereich der Ederbrücke auf der K50 bei Bad Berleburg-Arfeld Tempo 70 anordnen. Zwischen der Kreuzung mit der Landesstraße L903 und dem Ortseingangsschild liegt eine Strecke von 300 Metern. Vor der Sanierung der Brücke war die zulässige Höchstgeschwindigkeit dort nicht beschränkt. Nach der Sanierung hatten Anwohner bemängelt, dass sich die Situation für Fußgänger verschlechtert habe. Durch die Verlängerung der Leitplanken vor und nach der Brücke war der Zugang zu einem Streifen hinter die Leitplanke praktisch nicht mehr möglich. Dadurch seien Fußgänger gezwungen, die Eder auf der Fahrbahn der Brücke zu überqueren. Bei erlaubten Tempo 100 sei das zu gefährlich.

Bei einem Ortstermin im Sommer hatte der Landrat angekündigt, den Streifen hinter der Leitplanke wieder zugänglich zu machen und befestigen zu lassen. Zudem wolle er die Verkehrsschaukommission noch einmal bitten, sich mit der Situation vor Ort zu befassen. Darüber hinaus kündigte Müller an, den Bau eines separaten Radweges in diesem Bereich zu prüfen – wobei allen Beteiligten klar war, dass dies keine kurzfristige Lösung sein kann.

Jetzt war der Landrat gemeinsam mit Thomas Schneider, Ordnungsamtsleiter des Kreises, erneut in Arfeld, um mit Ortsvorsteher Kai-Uwe Jochims den aktuellen Stand zu besprechen. Dabei berichtete Jochims, dass der Seitenstreifen inzwischen wieder zugänglich und befestigt ist: sogar asphaltiert. Die neue Querungsmöglichkeit der Eder „hinter der Leitplanke“ sei von den Arfeldern sehr positiv aufgenommen worden, so Jochims.

Thomas Schneider berichtete, dass mit Blick auf die vorgetragenen Argumente der Bevölkerung die Anordnung von Tempo 70 befürwortet werden könne. Weil die Breite des Streifens zwischen Brückengeländer und Leitplanke nur einen Meter betrage, müsse im Einzelfall die Eder doch auf der Fahrbahn der Brücke überquert werden. Alternativ müssten Fußgänger im Begegnungsfall auf der einen Seite der Brücke warten, bis die Fußgänger aus der Gegenrichtung die Brücke verlassen haben. „Es ist nachvollziehbar, dass diese Situation von den Anwohnern subjektiv als unsicher wahrgenommen wird“, erläuterte Schneider: „Typisch für derartige Situationen auf Landstraßen sind Geschwindigkeitsbeschränkungen von 70 km/h“, so der Ordnungsamtsleiter weiter. Deshalb könne dort künftig eine entsprechende Geschwindigkeitsbeschränkung angeordnet werden.

Auch beim dritten Thema konnte Landrat Müller inzwischen Fortschritte melden: Für den Bau eines möglichen Radweges liegen bereits Vorschläge für verschiedenen Varianten auf dem Tisch. Diese werden nun ausgiebig geprüft. Landrat und Ortsvorsteher waren sich aber nach wie vor einig, dass dieses Projekt eher mittel- als kurzfristig umgesetzt werden kann.