Halbzeit bei der REGIONALE 2025 in Südwestfalen
Erster Werkstattbericht vorgestellt
Zwischenbilanz: Über 60 Projekte ausgezeichnet
REGIONALE 2025 bedeutet: Die besten Ideen für die Zukunft der Region Südwestfalen werden gesucht, ausgezeichnet, gefördert und umgesetzt. Dahinter verbirgt sich viel Arbeit, die auch in Siegen-Wittgenstein geleistet wird. Südwestfalen hat sich als Region erfolgreich um das Strukturprogramm REGIONALE beim Land NRW beworben und zieht nun nach den ersten vier Jahren im Prozess eine Halbzeitbilanz. Dafür wurde jetzt der erste Werkstattbericht veröffentlicht.
Städte, Hochschulen, Unternehmen, Verbände und Dorfaktive dabei
Über 60 Vorhaben sind bereits ausgezeichnet worden; acht Projekte und drei Teilvorhaben schon so ausgereift, dass sie gefördert und bereits umgesetzt werden. Aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein beispielsweise „DigiMath4Edu“, das digitale Hilfsmittel nutzt, um Kindern in der Schule Matheunterricht verständlich zu erklären und in dem sich auch viele Unternehmen engagieren. Oder der Ansatz Freudenbergs gemeinsam mit den Theateraktiven die Stadtgeschichte mit Hilfe von Augmented-Reality neu zu erzählen. Bad Berleburg und Bad Laasphe arbeiten wiederum mit weiteren Kurorten in Südwestfalen daran, spezielle Angebote für pflegende Angehörige anzubieten. Zudem sind viele Vorhaben ausgezeichnet, die sich über die ganz Region erstrecken und von denen so auch Siegen-Wittgenstein profitiert. „Die Ansätze sind unterschiedlich und zeigen auch, wie vielfältig die Themen in der Region sind. Uns ist es in der REGIONALE 2025 bislang gelungen, viele Akteure zu aktivieren: Städte und Gemeinden, Hochschulen, Unternehmen, aber auch Vereine, Verbände und Dorfaktive“, erklärte Andreas Müller, Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein, zur Halbzeitbilanz.
Einblicke in die über 60 Projekte, welche Themen gerade unterwegs sind – von Smart City über Kultur und bürgerschaftliches Engagement – zeigt der erste Werkstattbericht der REGIONALE 2025. Die konkreten Beispiele machen auch deutlich, wie die Südwestfalen-DNA (Digital-Nachhaltig-Authentisch) als Leitgedanke in den Projekten mitgedacht wird. „Wir haben den Begriff Werkstatt genutzt, weil an vielen Ideen noch gearbeitet und gewerkelt wird und manches noch nachgeschliffen werden muss. Der Werkstattbericht zeigt, dass wir aber schon ein vielversprechendes Fundament gelegt haben und erklärt, wie die bislang ausgezeichneten Projekte zusammenwirken und was sie den Menschen in der Region für Mehrwerte bringen“, sagten Dr. Stephanie Arens und Hubertus Winterberg von der Südwestfalen Agentur, die die REGIONALE im Auftrag der fünf Kreise koordiniert und die Projektverantwortlichen betreut. Den Werkstattbericht können Interessierte kostenlos über den Südwestfalen Shop bestellen oder ihn sich digital ansehen: www.suedwestfalen-shop.com.
Ausblick: Eigener Fördertopf für REGIONALEn
Der Blick geht aber bereits nach vorne. „Wir schauen nun zur Halbzeit, wo uns zur weiteren Profilierung der Region vielleicht noch Projekte fehlen. Klar ist, dass die Entwicklung neuer Projekte Zeit braucht, da Aspekte wie neue Arbeits- und Wohnformen, Digitalisierung, Klimawandel und Nachhaltigkeit in ganz vielen Vorhaben eine Rolle spielen und berücksichtigt werden müssen. Unser Ziel muss es dennoch sein, mehr Projekte schneller in die Förderung zu bekommen“, sagte Landrat Andreas Müller. Ein wichtiger Faktor dabei: In diesem Sommer erhalten die REGIONALEn erstmals einen eigenen Fördertopf. Und: ein Geldtopf mit EU-Mitteln, der nach anderthalbjähriger Übergangszeit neu aufgesetzt wurde, steht wieder zur Verfügung. Dann sollten in der zweiten Jahreshälfte mehr Projekte aus und für Südwestfalen gefördert werden können. Beispielsweise Vorhaben, die Wirtschaft und Hochschulen vernetzen.
Viele spannende Projekte aus Siegen-Wittgenstein im Rennen
„Aus Siegen-Wittgenstein sind bereits viele spannende Projektideen ausgezeichnet worden und Teil der REGIONALE 2025. Das Freudenberger Projekt für einen autofreien Alten Flecken, ein neues und nachhaltiges Wohnquartier für Kreuztal, die Erweiterung des Siegerlandmuseums oder auch das Wittgensteiner „DIGITALUM“, das zentrale und mobile Angebote schaffen möchte, über die sich Menschen digitales Wissen unkompliziert aneignen können. Wir als Kreis arbeiten mit dem Projekt „KlimaScouts“ daran, in Tandems aus Schülerinnen und Schülern sowie Erwachsenen Klimawissen weiterzugeben. Wir werden sehen, was sich von all den Vorhaben umsetzen lässt und was noch an völlig neuen Ideen hinzukommt. Die Bürgerinnen und Bürger können in den kommenden Monaten und Jahren von der REGIONALE 2025 in Südwestfalen noch einiges erwarten.“
Einen Überblick über alle bislang ausgezeichneten Projekte finden Interessierte im Werkstattbericht und auf www.regionale-suedwestfalen.com.