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Datum: 05.09.2025

„Alles an einem Ort“Neues
Digitales Tool für Feuerwehren, Rettungsdienst und Katastrophenschutz

Wenn Rettungskräfte oder Feuerwehren zu einem Einsatz fahren, benötigen sie oft viele Informationen, um schnell und effektiv helfen zu können. Die gibt es auch alle irgendwo. Bisher allerdings meist an mehreren Orten verteilt. Das ändert sich jetzt, denn der Kreis hat das Tool „iKat“ angeschafft.

Wenn Rettungskräfte oder Feuerwehren zu einem Einsatz fahren, benötigen sie oft viele Informationen, um schnell und effektiv helfen zu können. Die gibt es auch alle irgendwo. Bisher allerdings meist an mehreren Orten verteilt, zwar oft bereits digital, zuweilen aber auch noch auf Papier. Das ändert sich jetzt, denn der Kreis hat das Tool „iKat“ angeschafft, „ein Instrument zur Führungsunterstützung für die Gefahrenabwehr, das die wichtigsten Geoinformationen und die örtliche Infrastruktur inkl. Kontaktdaten enthält und jederzeit im Offline-Modus abrufbar ist, auch wenn es z.B. kein Netz gibt“, erläutert Landrat Andreas Müller. „iKAT ermöglicht einen reibungslosen Einsatz mitten in der Stadt genauso wie in unseren ausgedehnten Wäldern. Es hält alle relevanten Einsatzinformationen für die Feuerwehren, den Rettungsdienst und den Katastrophenschutz bereit – netzunabhängig und sofort verfügbar.“

Worum es konkret geht erläutert Kreisbrandmeister Thomas Tremmel: „Bei einem Feuerwehreinsatz brauchen die Einsatzkräfte zuweilen die Objektpläne des Gebäudes, wo sind welche Versorgungsleitungen, wer ist der Brandschutzbeauftragte für das Gebäude? Gibt es eine Hausmeisterbereitschaft und wie erreicht man diese? Oder bei einem Autounfall: Für jedes Fahrzeug gibt es eine individuelle Rettungskarte. Das sind standardisierte Datenblätter, die den Einsatzkräften wichtige Informationen z.B. über die Lage von Airbags, Gurtstraffern, Tank, Hochvoltbatterien oder Karrosserieverstärkungen lieferen“, erläutert Thomas Tremmel.

Auch die aktuelle Wetterlage, Prognosen und Pegelstände sind in iKAT integriert.

„Und wenn z.B. eine Bombe gefunden wird und entschärft werden muss, kann man in der App einen Radius um den Fundort ziehen, erhält mit einem Klick alle postalischen Adressen und die Zahl der Einwohner in diesem Bereich, die dann evakuiert werden müssen“, so Thomas Tremmel.

„Alle Informationen sind irgendwo vorhanden – bisher nur nicht an einem Ort und nicht immer digital“, so Landrat Andreas Müller: „Das ändert sich jetzt mit „iKAT“. Die neue Anwendung erleichtert Feuerwehren und Rettungsdiensten ihre Arbeit ganz enorm und sorgt dafür, dass Menschen in Not noch schneller und effizienter geholfen werden kann. Und das, durch die App, jetzt bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle“, so Müller: „Wir werden die Software kostenlos allen Feuerwehren und den Hilfsorganisationen zur Verfügung stellen, zunächst den Kolleginnen und Kollegen in Führungsfunktionen bzw. den Führungsdiensten. Die Administration und Pflege der Daten wird von unserem Amt für Brand- und Bevölkerungsschutz, Rettungswesen erfolgen.“