Inhalt
Datum: 12.02.2026

Nach Frischlingsfund im Revier Schüllar:
ASP-Zäune werden ausgeweitet

Nach dem jüngsten Fund eines ASP-positiven Frischlings im Revier Schüllar in der Nähe von Bad Berleburg werden nun vorhandene Zäune in Richtung der Landesgrenze nach Hessen sowie zum Hochsauerlandkreis ausgebaut und neue Schutzzäune errichtet.

Vor rund acht Monaten ist in Nordrhein-Westfalen das erste mit Afrikanischer Schweinepest (ASP) infizierte Wildschwein im Kreis Olpe gefunden worden. Inzwischen sind rund 330 Wildschweine in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein positiv auf die ASP getestet worden. Bislang ist kein Hausschweinebestand in Nordrhein-Westfalen betroffen. Seit Beginn des Ausbruchs gelten in beiden Kreisen sowie im Hochsauerlandkreis Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der ASP.

Nach dem jüngsten Fund eines ASP-positiven Frischlings im Revier Schüllar in der Nähe von Bad Berleburg werden nun vorhandene Zäune in Richtung der Landesgrenze nach Hessen sowie zum Hochsauerlandkreis ausgebaut und neue Schutzzäune errichtet. Zudem muss die Sperrzone II erweitert werden. Die zukünftigen Restriktionszonen werden in Abstimmung mit dem MLV und LAVE unter Berücksichtigung der aktuellen Kadaversuchen eingerichtet werden.

In dem Fundbereich des Frischlings wurden bereits die Suchen durch Hunde und Drohnen weiter intensiviert. Laut Einschätzung von Pathologen war der gefundene Frischling erst wenige Tage infiziert. Bislang sind keine weiteren Kadaver gefunden worden. Ein in unmittelbarer Nähe erlegter Keiler wurde negativ getestet.

Ministerin Silke Gorißen: „Wir setzen den Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest gemeinsam mit den Kreisen und in enger Abstimmung mit unserem Nachbarn Hessen fort. Nordrhein-Westfalen verfügt über genug technisches Material, um die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Wildschweine in der betroffenen Zone weiter zu stärken. Wir suchen hier auch den engen Schulterschluss mit unseren Nachbarn in Hessen, auch bei der Planung der tierseuchenrechtlich erforderlichen Zaunbaumaßnahmen.“

Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz steht seit dem Ausbruch der ASP in Nordrhein-Westfalen mit dem hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat im engen Austausch, um die weitere Ausbreitung der Tierseuche in beiden Bundesländern zu unterbinden. In Hessen wurden im Jahr 2024 erstmalig Schweine positiv auf die ASP getestet und in diesem Rahmen seitdem Schutzmaßnahmen wie zum Beispiel Zaunbauten in der Nähe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen durchgeführt.