Kreativlabor für die Fachkräfte von morgen
Neues School FabLab am Berufskolleg Technik in Siegen eingeweiht
Mit der feierlichen Eröffnung des neuen School FabLabs (Fabrication Laboratory) am Berufskolleg Technik (BK) in Siegen setzt der Kreis Siegen-Wittgenstein ein deutliches Zeichen für zukunftsorientierte Bildung. Die moderne Lernwerkstatt bietet Schülerinnen und Schülern einen Raum, in dem digitale Technologien, Kreativität und praktisches Arbeiten zusammenfinden.
„Heute ist ein besonderer Tag – nicht nur für das Berufskolleg Technik, sondern für unsere gesamte Bildungsregion Siegen-Wittgenstein“, betonte Landrat Andreas Müller in seinem Grußwort zur Eröffnung. „Mit dem neuen School FabLab schaffen wir einen Ort, an dem Lernen greifbar, Zukunft gestaltbar und Kreativität sichtbar wird.“ Es ist das bisher einzige School FabLab im Kreis.
„Wir sind unheimlich stolz, dass wir die Chance genutzt haben so eine Einrichtung bei uns zu etablieren. Das FabLab ermöglicht es jungen Menschen, mit Technologien wie 3D-Druck, Lasercutting, CNC-Fräsen oder Löttechnik zu experimentieren und sie zu verstehen – Kompetenzen, die in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt von unschätzbarem Wert sind“, resümiert der stellvertretende Schulleiter Lars Schöler. Bei der Arbeit im Kreativlabor geht es aber nicht nur um technische Fertigkeiten, sondern auch um Teamarbeit, unternehmerisches Denken und Eigenverantwortung.
Die Einrichtung wurde im Rahmen des Programms „Aufholen nach Corona – Maßnahme Extra Geld“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend ausgebaut und pädagogisch stetig weiterentwickelt. Ziel war es, den durch die Pandemie entstandenen Herausforderungen wie Lernrückständen und mangelndem Praxisbezug aktiv zu begegnen.
Ein Praxisbericht auf der Website der Schule zeigt eindrucksvoll, wie Theorie und Praxis hier Hand in Hand gehen: „Die Schülerinnen und Schüler entwarfen zunächst Produkte – etwa mit dem CAD-Programm Tinkercad – und realisierten diese dann mit dem 3D-Drucker. In Gruppen erstellten sie Kalkulationen und Vertriebskonzepte.“
Landrat Müller zeigte sich besonders beeindruckt von den Erfahrungen der Jugendlichen: „Die Schülerinnen und Schüler entwickelten eine Idee, setzten sie um und konnten am Ende ein fertiges Produkt in den Händen halten. Für jeden jungen Menschen ist das ein tolles Erfolgserlebnis – und genau solche Momente brauchen wir mehr in der Bildung.“
Besonderes Lob erhielt Projektleiter Stephan Schrewe, der das FabLab mit viel Engagement, Kreativität und einem feinen Gespür für die Potenziale der Schülerinnen und Schüler ins Leben gerufen hat. Die erfolgreiche Umsetzung des Kreativlabors war nur dank einer ganzen Reihe von Unterstützerinnen und Unterstützern, wie der Schulleitung und den Lehrkräften des BK Techniks, den Fördergebern und den Kooperationspartnern wie der Hochschule Rhein-Waal und der Universität Siegen möglich.
„Ein FabLab ist kein Selbstzweck“, so Müller abschließend. „Es ist eine Investition in junge Menschen. In ihr Können, in ihre Neugier – und letztlich auch in unsere gemeinsame Zukunft. Hier entsteht nicht nur Technik. Hier entstehen Gestalterinnen und Gestalter von morgen.“