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Datum: 11.06.2015

Projekt des Kreises und der AWO:
33 Integrationslosen aus Siegen und Kreuztal haben Qualifizierung abgeschlossen

33 Integrationslotsen haben jetzt erfolgreich eine Qualifizierung abgeschlossen und ihre Zertifikate aus den Händen von Landrat Andreas Müller und Matthias Hess vom AWO Kreisverband Siegen-Wittgenstein/Olpe erhalten. Integrationslotsen sind ehrenamtlich tätig. Sie wollen Flüchtlingen oder anderen Migranten in der Orientierungsphase helfen, sich bei uns in Siegen-Wittgenstein zurechtzufinden. So können sie die Neubürger zu Behörden oder Ärzten begleiten, ihnen beim Ausfüllen von Anträgen oder Formularen helfen, sie bei der Wahl des richtigen Kindergartens unterstützen oder Kontakte zu Wohlfahrtsverbänden herstellen.

Die Fortbildung wurde vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Siegen-Wittgenstein gemeinsam mit der AWO durchgeführt. Sie soll den Integrationslotsen ermöglichen, ihre ehrenamtliche Tätigkeit möglichst gut gerüstet auszuüben.

Die Idee, Integrationslosten auszubilden, wurde aus zwei Gründen geboren, erläuterte Landrat Andreas Müller: „Zum einen gab es bei uns viele Anfragen von Menschen, die wissen wollten, wie sie sich konkret für Flüchtlinge und Migranten engagieren können. Zum anderen hatte unsere Abfrage bei den Städten und Gemeinden im Rahmen des ersten Integrationsberichtes ergeben, dass genau bei der Begleitung von Flüchtlingen ein besonderer Bedarf besteht.“

Die jetzt ausgebildeten 33 Integrationslotsen stammen aus Siegen und Kreuztal – dort wurden die ersten beiden Qualifizierungskurse durchgeführt. Diese Fortbildungen sollen jetzt nach und nach in allen Städten und Gemeinden des Kreisgebietes angeboten werden. Der nächste Termin ist in Netphen geplant.

Das Fortbildungsprogramm besteht aus fünf Modulen, in denen Themen wie Recht und Politik, Arbeitsförderung, Soziale Sicherung, Grundsicherung für Arbeitssuchende, Soziale Hilfe oder EU-Einwanderung behandelt werden.

Andreas Müller und Matthias Hess dankten den Integrationslosen ganz herzlich für ihr großes Engagement. „Der Wohnort, der Stadtteil, die Nachbarschaft sind die Orte, an denen Integration konkret wird. Hier entscheidet sich jeden Tag, ob Schulabschlüsse erreicht werden, ob Arbeit gefunden wird, ob Freundschaften entstehen und ob nachbarschaftliche Netzwerke aufgebaut werden“, so Matthias Hess mit Blick auf die Arbeit der Lotsen. Der Landrat verband seinen Dank mit der Feststellung: „Sie haben die unterschiedlichsten Lebensläufe. Einige sind selbst Migranten, andere nicht. Was sie alle verbindet, ist der Wunsch, Menschen dabei zu unterstützen, sich hier bei uns in Deutschland, in Siegen-Wittgenstein, zu Hause fühlen zu können.“

Alle Informationen zum Projekt „Integrationslotsen“ und zu den Qualifizierungen erhalten Interessierte bei Golnaz Talimi vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Siegen-Wittgenstein, Telefon: 0271 333-2323, E-Mail: g.talimi@siegen-wittgenstein.de, und bei Emetullah Hokkaömeroglu von der AWO-Integrationsagentur, Telefon: 0271 3386-280, E-Mail: migration@awo-siegen.de.