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Datum: 10.09.2025

Baubeginn für neue Rettungswache in Freudenberg
Auf der Wilhelmshöhe entsteht »Kombi-Lösung«

Auf der Wilhelmshöhe in Freudenberg hat ein großes Bauprojekt begonnen. Dort errichtet ein Investor einen viergeschossigen Gebäudekomplex als Firmensitz, in der Hälfte des Erdgeschosses wird die neue Rettungswache Freudenberg einziehen. 

Auf der Wilhelmshöhe in Freudenberg hat ein großes Bauprojekt begonnen. Dort errichtet ein Investor einen viergeschossigen Gebäudekomplex als Firmensitz, in der Hälfte des Erdgeschosses wird die neue Rettungswache Freudenberg einziehen. Vertreter von Kreis, Stadt und des DRK als Betreiber der Rettungswache haben sich jetzt bei einer Baustellenbegehung über den aktuellen Stand des Bauprojektes informiert.

Laut aktuellem Rettungsdienstbedarfsplan ist die Wilhelmshöhe im Zusammenspiel mit umliegenden Rettungswachen der optimale Standort für eine Rettungswache in Freudenberg. Das Problem: In dem Bereich wurden keine Grundstücke angeboten, die der Kreis hätte kaufen können. So blieb die Suche nach einem geeigneten Grundstück lange erfolglos.

Deshalb setzte die Kreisverwaltung auf ein anderes Modell: einen Investor als Partner zu finden, der über ein Grundstück verfügt und sich vorstellen konnte, in seine Pläne den Bau einer Rettungswache zu integrieren. „Wir freuen uns daher umso mehr, dass dank dieses Investoren-Modells die Rettungswache jetzt genau an diesem Standort gebaut wird, der für uns ideal ist“, sagt Landrat Andreas Müller. „Es handelt sich bei dem entstehenden Gebäude also um eine ‚Kombi-Lösung‘, in der sowohl die Rettungswache, als auch ein Ingenieurbüro sowie weitere Gewerbe- und Mietflächen Platz finden.“

Auf rund 700 Quadratmetern entstehen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rettungsdienstes drei Fahrzeugstellplätze, eine Waschhalle sowie u.a. Büroräume, Besprechungs-, Aufenthalts- und Ruheräume, ein Ruheraum für einen Notarzt, Umkleidebereiche sowie Werkstatt- und Lagerräume. Dort können zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug untergestellt werden. Eine weitere Garage kann optional später ggf. auch für die Rettungswache genutzt werden. Um das Gebäude herum entstehen Parkplätze und Grünflächen.

„Eine echte Win-Win-Situation für uns als Stadt“, sagt Freudenbergs Bürgermeisterin Nicole Reschke. „Der Standort bietet nicht nur optimale Bedingungen für die Kolleginnen und Kollegen des Rettungsdienstes, durch das Gewerbegebäude werden auch neue Arbeitsplätze geschaffen.“

Auch aus Sicht des Rettungsdienstes bietet der neue Standort viele Vorteile. „Die Erreichbarkeit der Bürgerinnen und Bürger in Freudenberg wird mit dem neuen Standort deutlich verbessert“, erklärt Kreisbrandmeister Thomas Tremmel. „So ist beispielsweise eine Erreichbarkeit von Oberholzklau, Bühl, Oberheuslingen oder Niederheuslingen sichergestellt. Diese Ortschaften wurden häufig von Rettungswagen anderer Wachen bedient und hatten dementsprechend zeitliche Nachteile.“

Eine optimale Ergänzung: Ab dem 1. Oktober kommt in Freudenberg auf Grundlage der Rettungsdienstbedarfsplanung ein zusätzlicher Rettungswagen zum Einsatz, sodass künftig auch parallele Einsätze besser und effizienter abgewickelt werden können.

Rüdiger Schmidt, Abteilungsleiter Rettungsdienst beim DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein und sein Stellvertreter Marco Klein freuen sich ebenfalls über den nahenden Baubeginn. „Ab dem 1. Oktober stellen wir in Freudenberg einen zweiten Rettungswagen in den Tagdienst und freuen uns, dass die neue Wache für diesen, im Rahmen eines geregelten Dienstbetriebs, dann hinreichend Platz bieten wird,“ so Marco Klein, stellvertretender Rettungsdienstleiter beim DRK.

Massive Preissteigerungen im Bereich der Baukosten hatten die Planungen des Investors für den Gebäudekomplex in Freudenberg zunächst zurückgeworfen. Zwischenzeitlich wurden die Bauarbeiten auf der Wilhelmshöhe aber begonnen und erste vorbereitende Erdarbeiten erledigt. Die Hochbauarbeiten sind für nächstes Frühjahr vorgesehen, voraussichtlich Mitte 2027 kann dann das DRK im Auftrag des Kreises die neue Rettungswache beziehen.