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Datum: 17.01.2023

Turnusmäßiger Wechsel
Andreas Müller Vorsitzender der Südwestfalen Agentur

Die Südwestfalen Agentur GmbH hat einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden. Andreas Müller, Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein, übernimmt den Posten von seinem Amtskollegen Marco Voge aus dem Märkischen Kreis.

Die Südwestfalen Agentur GmbH hat einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden. Andreas Müller, Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein, übernimmt den Posten von seinem Amtskollegen Marco Voge aus dem Märkischen Kreis. Der Vorsitz wechselt jährlich zwischen den fünf Kreisspitzen. Denn die fünf Kreise Südwestfalens bilden gemeinsam mit dem Verein „Wirtschaft für Südwestfalen“ die sechs Gesellschafter der Agentur.

Die Südwestfalen Agentur GmbH arbeitet im Auftrag der Gesellschafter daran, die gesamte Region Südwestfalen gemeinsam mit einem großen Netzwerk strategisch weiterzuentwickeln und zu profilieren. Dazu begleitet und koordiniert sie das Strukturprogramm REGIONALE 2025 und das bundesweite Modellvorhaben „Smart Cities: 5 für Südwestfalen“. Gleichzeitig setzt die Agentur das Regionalmarketing um und positioniert Südwestfalen als wirtschaftsstarke und lebenswerte Region bei Fachkräften und jungen Menschen.

„Es macht mir Freude zu sehen, dass auch in herausfordernden Zeiten immer noch enorm viele Menschen die Ärmel hochkrempeln und aktiv an der Zukunft Südwestfalens mitarbeiten“, bilanzierte Marco Voge sein Jahr als Aufsichtsratsvorsitzender der Agentur. Der Landrat des Märkischen Kreises sieht das entstandene Ideenpapier „Südwestfalen startet durch“ als wichtigen Meilenstein: „Eine besondere Gemeinschaftsleistung war es, dass sich unter der Moderation der Südwestfalen Agentur so viele Akteure zusammengeschlossen haben und den von den Kammern angestoßenen Prozess weitergeführt haben. Das Papier ist Beweis für die tolle Zusammenarbeit und unsere Schlagkraft.“

Ein voller Erfolg war auch das erste Südwestfalen-Festival, das rund 300 Akteur:innen nach Menden lockte. Und bei der ersten Fachtagung „Mit Digitalisierung Raum gestalten“ tauschten sich Stadtplaner:innen und Smart-Cities-Aktive zu den vielen Facetten, Trends und Erkenntnissen des Themas aus.

Mit dem Jahr 2022 endete auch das Förderprojekt PERSPEKTIVE Südwestfalen 2.0, das in der Südwestfalen Agentur umgesetzt wurde. „Hier ist so viel Wertvolles angestoßen worden“, betonte Landrat Voge. „Es sind beispielsweise Lehrmaterialien zur Region entstanden, die an Schulen eingesetzt werden. Und einige Unternehmen haben neue Mitarbeitende gefunden, weil sie bei Formaten wie ‚Meet n Match‘ oder dem ‚Gap Year Südwestfalen‘ teilgenommen haben.“ Auch wenn die Förderung entfällt, führt die Südwestfalen Agentur die Formate erst einmal weiter. Ohne die rund 400 Unternehmen, die das Regionalmarketing im Verein „Wirtschaft für Südwestfalen“ unterstützen, wäre das nicht möglich. „Je mehr Unternehmen von der gemeinsamen Sache überzeugt sind, umso mehr kann das Regionalmarketing für Südwestfalen erreichen“, ergänzte Voge.

Für eine Bilanz der REGIONALE 2025 ist es indes noch zu früh. Denn in dem Strukturprogramm des Landes NRW hat gerade erst die „zweite Halbzeit“ begonnen. In der REGIONALE 2025 werden die besten digitalen, nachhaltigen und authentischen Ideen für die Zukunft Südwestfalens gefördert und umgesetzt. 2022 gab es unter anderem grünes Licht für den Umbau der Stadtbücherei in Hemer zum neuen Ortsmittelpunkt. Warstein bekommt mit dem FH3 einen multifunktionalen Ort für Kultur und Begegnung. Und in Wittgenstein wird ein 18 Meter langer Linienbus zum mobilen Digitallabor umgebaut, um digitale Angebote zu den Menschen zu bringen.

2023 werde es darum gehen, in der REGIONALE 2025 noch mehr Projekte in der ganzen Region in die Umsetzung zu bringen, sagte Siegen-Wittgensteins Landrat Andreas Müller als neuer Aufsichtsratsvorsitzender. „Wir erarbeiten zudem in Südwestfalen noch in diesem Jahr im Dialog mit vielen Beteiligten eine gemeinsame Mobilitätsstrategie. Das ist ein wichtiges Fundament. Denn darauf aufbauend sollen Projekte umgesetzt werden, die Bürgerinnen und Bürger im Alltags- und Berufsverkehr unterstützen.“