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Datum: 08.12.2025

»Was zählt ist die Leidenschaft«
Kreis vergibt erneut drei Stipendien für angehende Mediziner

Die angehenden Mediziner Carina Born, Lukas Weißelberg und Christoph Buck werden ab sofort durch ein Stipendium des Kreises Siegen-Wittgenstein auf ihrem Weg zum Traumberuf unterstützt. 

„Medizin studieren kann man in jedem Alter. Was zählt ist die Leidenschaft“, stellt Landrat Andreas Müller jetzt beim Gespräch mit Carina Born, Lukas Weißelberg und Christoph Buck im Kreishaus fest. Die drei angehenden Mediziner werden ab sofort durch ein Stipendium des Kreises Siegen-Wittgenstein auf ihrem Weg zum Traumberuf unterstützt.

Seit 2015 schreibt die Kreisverwaltung das Medizin-Stipendium und seit 2019 das Zahnmedizin-Stipendium regelmäßig aus. „Unser Ziel: Angehende Medizinerinnen und Mediziner aktiv zu unterstützen und gleichzeitig die Qualität der medizinischen Versorgung in Siegen-Wittgenstein zu verbessern“, erklärt Landrat Müller. „Unsere Hoffnung ist natürlich, dass die geförderten Personen, wenn sie erst einmal im Kreisgebiet heimisch geworden sind, auch auf Dauer bei uns bleiben werden.“

Die Chancen stehen gut, denn neben ihrem Berufswunsch teilen Carina Born, Lukas Weißelberg und Christoph Buck auch ihre Verbundenheit zur Region. Alle drei fühlen sich in Siegen-Wittgenstein heimisch und können sich gut vorstellen, in Zukunft dauerhaft hier zu arbeiten.

Über Carina Born

Die 22-jährige Carina Born studiert im fünften Semester Zahnmedizin in Gießen. Der Großteil ihrer Familie lebt in Kreuztal und auch sie selbst möchte gerne nach dem Studium wieder in Richtung Littfeld oder Krombach ziehen. Als sehr heimatverbundener Mensch engagiert sich Carina Born aktuell neben ihrem Studium, soweit es die Zeit zulässt, im SGV Littfeld.

Ein Projekt, das ihr außerdem sehr am Herzen liegt, ist die „Teddyklinik“ in Gießen. Dort bringen Medizinstudierende der Justus-Liebig-Universität Kindern anhand ihrer Kuscheltiere in einer geschützten Umgebung die spannende Welt der Medizin näher. „So möchten wir unter anderem mögliche Ängste vor Arztbesuchen abbauen und spielerisch Vertrauen in die Medizin aufbauen“, erklärt Carina Born.

Über Lukas Weißelberg

Lukas Weißelberg ist 28 Jahre alt und studiert im neunten Semester Humanmedizin in Gießen. Vor dem Studium hat er eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger im St. Marien-Krankenhaus in Siegen absolviert. Seit 2021 und bis heute arbeitet er als Werkstudent in der Anästhesie im Jung-Stilling-Krankenhaus.

Lukas Weißelberg ist ausgebildeter Rettungsschwimmer und seit 2016 Truppführer der Freiwilligen Feuerwehr Siegen und einheitsinterner Ausbilder für Erste Hilfe. „Das Siegerland ist nicht nur meine Heimat, sondern auch mein Lebensmittelpunkt“, sagt er. Daher pendelt er aus Siegen zur Uni nach Gießen, um unter anderem sein Engagement in der Feuerwehr weiterhin ausüben zu können.

Über Christoph Buck

Christoph Buck ist Schreinermeister und hat darüber hinaus viele Jahre als Betriebsleiter gearbeitet. Der 50-jährige ist Vater von drei Kindern und lebt in Burbach. 2021 hat er sich dazu entschlossen, einen neuen Berufsweg einzuschlagen. Heute studiert Christoph Buck im zehnten Semester Humanmedizin in Gießen.

„Zu meinen persönlichen Gründen für diese Entscheidung zählt auch, dass ich vor vielen Jahren selbst durch eine tumorartige Erkrankung auf ärztliche Hilfe angewiesen war“, erzählt Christoph Buck. „So entwickelte sich bei mir über die Jahre aus der notgedrungenen Auseinandersetzung mit diesem Fachgebiet die Liebe und Begeisterung für die Humanmedizin.“

Über das Stipendium

Im Zuge des Stipendiums erhalten angehende Medizinerinnen und Mediziner, die bereits ihr Physikum erfolgreich bestanden haben, finanzielle Hilfen in Höhe von 500 Euro pro Monat. Die Förderung ist maximal vier Jahre lang möglich, sodass sich eine Fördersumme von bis zu 24.000 Euro pro Studentin oder Student ergibt. Wer ein Stipendium in Anspruch nimmt, verpflichtet sich im Gegenzug nach dem Studium eine ärztliche Tätigkeit im Kreis Siegen-Wittgenstein auszuüben – mindestens für die Dauer des in Anspruch genommenen Förderzeitraums.