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Datum: 03.12.2020

Impfzentrum für den Kreis Siegen-Wittgenstein entsteht in Siegen-Eiserfeld
Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Der Standort für das Impfzentrum im Kreis Siegen-Wittgenstein steht fest: Die Wahl ist auf das Gebäude des ehemaligen Baustoffhändlers „Bauking“ im Siegener Stadtteil Eiserfeld gefallen.

Der Standort für das Impfzentrum im Kreis Siegen-Wittgenstein steht fest: Die Wahl ist auf das Gebäude des ehemaligen Baustoffhändlers „Bauking“ im Siegener Stadtteil Eiserfeld gefallen. „Wir haben viele Standorte auf die hohen logistischen und organisatorischen Anforderungen hin intensiv und sorgfältig geprüft“, so Landrat Andreas Müller. „Das Gebäude hier an der Eiserfelder Straße erfüllt alle diese Voraussetzungen und bietet darüber hinaus wichtige Aspekte wie kostenlose Parkplätze, eine gute ÖPNV-Anbindung und ausreichend Platz.“

Langfristige Lösung gefunden

Der Mietvertrag ist auf ein Jahr ausgelegt mit der Option auf Verlängerung. „Dieser Aspekt war uns besonders wichtig. Denn wir haben uns bewusst gegen Veranstaltungsorte, Bildungseinrichtungen oder Sporthallen entschieden, damit wir nicht irgendwann in die Situation kommen dort den Betrieb zu blockieren. In Eiserfeld können wir stattdessen langfristig ein gut organisiertes Impfzentrum etablieren ohne jemanden einzuschränken“, erklärt Thiemo Rosenthal, der Leiter des Krisenstabs.

Das große Gebäude an der Eiserfelder Straße unweit der A45 wurde zuletzt als Baumarkt und Baustoffhandel genutzt. Einen Teil davon hat der Kreis jetzt angemietet. Rund 1.300 Quadratmeter misst die leerstehende Halle im Siegener Süden. Der Gebäudeteil ist komplett barrierefrei und mit Bus und Bahn gut zu erreichen. Schritt für Schritt wird jetzt die nötige Infrastruktur eingerichtet: Anmeldung, Wartebereiche und Impfstraßen.

Zuständigkeiten genau geregelt

Das Land Nordrhein-Westfalen ist verantwortlich für den Prozess des Impfens. Dazu gehören auch die Logistik und der Transport der Impfstoffe im Land und die Bereitstellung des Impfzubehörs wie Spritzen und Kanülen. Der Bund wiederum übernimmt die Beschaffung des Impfstoffs. Zudem erarbeitet die Ständige Impfkommission (STIKO) Antworten auf die Fragen, wer, wann und warum zuerst geimpft werden wird. Der bereitgestellte Impfstoff soll bedingungslos allen Teilen der Bevölkerung freiwillig zur Verfügung stehen. In der Anfangsphase der anlaufenden Impfstoffproduktion sind das vor allem vier Gruppen: Bewohnern und Personal in stationären Pflegeinrichtungen, Personal in Krankenhäusern, medizinisch-pflegerischem Personal und mobilen vulnerablen Personen.

In wenigen Wochen können sich am Standort im Kreis Siegen-Wittgenstein dann bis zu 1.000 Menschen pro Tag impfen lassen. Dazu kommen rund 400 Impfungen von mobilen Teams, die zu pflegebedürftigen Menschen und in Gemeinschaftseinrichtungen fahren. Das medizinische Personal stellt die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) zur Verfügung. Die medizinische Leitung wird Dr. Thomas Gehrke aus Siegen übernehmen. „Mit der KVWL stehen wir schon lange in engem Kontakt und sind dankbar für die Unterstützung und die gute Koordination. Wir freuen uns auch sehr auf die Zusammenarbeit mit Dr. Thomas Gehrke, den wir als ehemaligen Chefarzt unseres Kreisklinikums bereits gut kennen“, so Müller.

Kreis stellt Mitarbeiter für Organisation

Zwei Impfungen pro Person im Abstand von, je nach Impfstoff, drei oder vier Wochen sind nötig um wirksam gegen Covid-19 geschützt zu sein. Viel Vorarbeit ist schon getan. Aktuell läuft die Personalakquise, denn auch der Kreis wird Mitarbeiter für den Betrieb des Impfzentrums bereitstellen, etwa für die Verwaltung, den Winterdienst oder die Reinigung des Gebäudes. Eine Sicherheitsfirma wird den Zugang regeln. Genaue Informationen zur Terminvergabe und dem Ablauf werden folgen.

„Bei der Organisation dieses Impfzentrums haben im Vorfeld schon viele Akteure Hand in Hand zusammen gearbeitet. Deswegen gilt mein besonderer Dank auch den hiesigen Feuerwehren, dem THW, dem DRK, den Maltesern und den Mitarbeitern der Kreisverwaltung, die uns schon tatkräftig unterstützt haben und auch im Aufbau und Betrieb des Zentrums weiter unterstützen werden“, so der Landrat weiter.