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Weitere sieben Corona-Erkrankte in Siegen-Wittgenstein
Erste Masken aus China eingetroffen / Unterstützung für Leitstelle in Heinsberg

In Siegen-Wittgenstein ist die Gesamtzahl der Personen, die sich seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus infiziert haben, auf 111 angestiegen. Heute hatte das Kreisgesundheitsamt sieben weitere positive Testergebnisse zu verzeichnen.

In Siegen-Wittgenstein ist die Gesamtzahl der Personen, die sich seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus infiziert haben, auf 111 angestiegen. Heute hatte das Kreisgesundheitsamt sieben weitere positive Testergebnisse zu verzeichnen. Zwei Patienten konnten als Genesen aus der Überwachung entlassen werden. Damit stieg deren Zahl auf 19 an, so dass aktuell 91 Personen erkrankt sind. Ein Patient war letzte Woche verstorben.

Vier der Neuerkrankten kommen aus Siegen (eine Schülerin, ein Mann und eine Frau Mitte 30 und ein Mann Mitte 60), Hilchenbach (Frau um die 60), Freudenberg (Senior) und aus Burbach (Frau Mitte 30). Die beiden Genesenen leben in Siegen. Hier handelt es sich um eine junge Frau Anfang 20 und einen Mann Anfang 60.

Mehr als 5.000 Anrufe an Hotline des Kreises

In den vergangenen vier Wochen haben mehr als 5.000 Anrufer die Nummer der Corona-Infohotline des Kreises Siegen-Wittgenstein gewählt. Die Hotline ist am 3. März geschaltet worden. Anruferstärkster Tag war Montag, 16. März 2020, mit über 600 Ratsuchenden. Insgesamt 75 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung haben sich für den Telefondienst an der Hotline fortbilden lassen. Zu Spitzenzeiten waren bis zu 15 Personen gleichzeitig im Einsatz.

In den Fragen geht es im Moment primär um die neuen Vorgaben des RKI zu dem Personenkreis, der auf Corona getestet werden soll bzw. kann. Zudem ging es um die Länge der Zeitspanne, bis das Testergebnis vorliegt. Inzwischen wollen auch vermehrt Anrufer wissen, ob und wo man Mundschutz kaufen kann. Ganz konkret geht es aber auch um Fragen, ob Umzüge im Moment überhaupt noch stattfinden dürfen und falls ja, ob auch mit Hilfe von Familienmitgliedern. Darüber hinaus gibt es inzwischen auch vermehrt Anfragen von hilfesuchenden Personen, die die Hotline dann an#siwiHilft weitervermittelt.

Die Corona-Infohotline des Kreises ist nach wie vor montags bis freitags von 8:00 bis 20:00 Uhr zu erreichen und am Wochenende von 9:00 bis 13:00 Uhr. Neben Deutsch können Auskünfte auch in sieben weiteren Sprachen gegeben werden. Neu ist Berbisch hinzugekommen. Daneben stehen auch Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung, die Englisch, Türkisch, Polnisch, Russisch, Spanisch und Französisch sprechen.

Unterstützung für die Leistelle in Heinsberg

Der Kreis Heinsberg ist die am stärksten vom Coronavirus betroffene Region in Nordrhein-Westfalen. Dort sind seit Beginn der Pandemie bereits 1258 Personen mit dem Coronavirus infiziert, 32 Personen sind im Zusammenhang mit einer Infektion verstorben. Jetzt hat die Kreisleitstelle in Heinsberg landesweit um personelle Unterstützung gebeten. Aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein wird nun Manuela Rindt für vier Wochen nach Heinsberg gehen. Die Hauptbrandmeisterin arbeitet seit vielen Jahren in der Leitstelle des Kreises Siegen-Wittgenstein und ist zudem ausgebildete Notfallsanitäterin. Technisch möglich ist die personelle Unterstützung, weil die Kreise Siegen-Wittgenstein und Heinsberg in ihren Leitstellen die gleiche Software in der gleichen Version nutzen. Landrat Andreas Müller dankt Manuela Rindt ganz herzlich für dieses Engagement: „Ich freue mich sehr, dass wir mit unserer Kollegin den Menschen im Kreis Heinsberg in ihrer außergewöhnlichen Lage beistehen und sie unterstützen können.“

Erste Masken und Schutzkittel aus China eingetroffen

Am gestrigen Abend sind 3.600 Mund-Nasen-Schutzmasken und Schutzkittel aus Deyang in Siegen-Wittgenstein eingetroffen. Insgesamt sind rund 10.000 Masken angekündigt. Landrat Andreas Müller bedankt sich noch einmal ausdrücklich für die Hilfe unserer chinesischen Partnerstadt. Ebenfalls im Kreisgebiet eingetroffen sind weitere 1040 FFP2-Masken des Landes. Beide Lieferungen wurden vom Kreis bereits nach einem vereinbarten Schlüssel an die Kliniken und Rettungs- und Hilfsorganisationen im Kreisgebiet verteilt.