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Wie schütze ich mich im Netz?
Schüler starten Ausbildung zu Medienscouts

04.11.2019

Medien sind Alltag – vor allem für Jugendliche. Den Umgang mit Smartphones muss ihnen keiner mehr beibringen. Aber was für Rechte jeder Einzelne im Netz hat, wie man sich vor Pornobildern oder Gewaltvideos schützt und dass sich ein Blick auf die AGBs tatsächlich lohnt – das alles sind Inhalte, die nicht früh genug vermittelt werden können.

Da junge Menschen lieber von Gleichaltrigen lernen, bildet die „Landesanstalt für Medien NRW“ seit 2011 Schüler zu Medienscouts aus. Diese sollen nach der „Ausbildung“ ein kompetenter Ansprechpartner für Mitschüler sein und zu heiklen Themen rund um Medien und Soziale Netzwerke beraten. Dieser Ansatz der „Peer-Education“ kommt gut an und ist erwiesenermaßen effizient.

Mediennutzung leider kein Thema im Lehrplan

Das Amt des Medienscouts ist begehrt und der Bedarf groß, denn: „An den Schulen wird viel zu wenig über Medien und Mediennutzung gesprochen“, erzählt Marlene. Außerdem sei es komisch, wenn Lehrer jenseits der 40 etwas über Social Media-Themen erzählen. Marlene ist 15 Jahre alt und besucht die 9. Klasse des Siegener Gymnasiums am Löhrtor. Wegen der großen Nachfrage an ihrer Schule hat sie ihren Platz im Medienscout-Programm erst nach einer Wahl ergattern können.

Insgesamt fünf Workshops beinhaltet die Ausbildung, die von Experten der Landesanstalt durchgeführt wird. Die Organisation der Veranstaltungen übernahm die Fachstelle für Suchtprävention des Kreises Siegen-Wittgenstein in Kooperation mit der Arbeitsgruppe Kinder- und Jugendförderung der Universitätsstadt Siegen. Neun Schulen aus dem Kreisgebiet machen mit. Über 30 Schüler kommen in der Aula des Lÿz zusammen

Erfahrungsaustausch von Schülern anderer Schulen

Zu verschiedenen Themen werden Vorträge gehalten und Videos gezeigt, aber der Austausch untereinander in Gruppenarbeiten steht im Vordergrund. Lehrer und Betreuer halten sich zurück – die Schüler sind am Zug. Marlene diskutiert in ihrer Gruppe was für problematische Inhalte täglich gepostet werden. Andere tauschen sich über Cookies und AGBs oder die Rechte am eigenen Bild aus. Die Gruppen werden so eingeteilt, dass möglichst alle Schulen gemischt werden und ein Erfahrungsaustausch stattfindet.

Am Ende eines Workshops werden die Ergebnisse der Gruppenarbeiten präsentiert – mitunter sehr kreativ. Rollenspiele, Talkshows oder Quizfragen: der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Jeder Workshop hat ein anderes Oberthema so werden z.B. Beratungssituationen durchgesprochen oder Online-Spiele diskutiert. Am Ende der Ausbildung bekommen die Schüler ein Zertifikat und können ihre „Arbeit“ als Ansprechpartner für ihre Mitschüler aufnehmen.

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