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Sprachpaten, Elternbegleiter und Dolmetscher:
Kommunales Integrationszentrum bietet Fortbildungen für Ehrenamtliche an

29.08.2018

Für geflüchtete Menschen gibt es in ihrer neuen Heimat oft erst einmal viele Herausforderungen: eine fremde Kultur, andere Sitten und Bräuche und eine ungewohnte Umgebung. Auch die deutsche Sprache ist für viele gar nicht oder nur schwer zu verstehen, was das Einleben in der neuen Heimat natürlich erschwert. Oft helfen dann ehrenamtlich Engagierte. Damit sie auf ihre Arbeit mit geflüchteten Menschen gut vorbereitet sind, bietet das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Siegen-Wittgenstein (kurz: KI) verschiedene Schulungen an.

So kann man sich zum Beispiel als „Sprachpate“ an Schulen ausbilden lassen. Dabei betreut man ein Kind, das nicht oder kaum Deutsch spricht, und bringt ihm durch Spielen, Basteln, Vorlesen oder Erzählen einmal pro Woche die fremde Sprache etwas näher. Die Schulung erfolgt in vier Modulen an vier Nachmittagen.

Ein weiteres Angebot ist die Schulung als „Ausbildungspate“. Wer sich dazu in zwei Modulen ausbilden lässt, unterstützt später Schüler der Internationalen Förderklassen der Berufskollegs bei ihrer Jobsuche. Gemeinsam liest man Stellenanzeigen, schreibt Bewerbungen und bereitet sich auf Vorstellungsgespräche vor.

Besonders in der Kita und in der Schule kommen geflüchtete Jugendliche mit der Deutschen Sprache in Berührung. Hier setzt das Konzept der „Rucksack-Kita“ und „Rucksack-Schule“ an: Dahinter steckt die Idee, dass Kinder mit Migrationshintergrund verschiedene Themen in zwei Sprachen lernen: in der KiTa auf Deutsch und zu Hause in der entsprechenden Familiensprache. Dafür schult das KI sogenannte „Elternbegleiter“, die später die Leitung und Koordinierung einer Elterngruppe in Kitas oder Grundschulen übernehmen. Im Schuljahr 2017/2018 wurden 20 Elternbegleiter geschult.

Kooperation mit den Kommunen

Bei Behördengängen oder beim Einkaufen im Supermarkt, können sogenannte „Integrationslotsen“ unterstützen. Sie werden – je nach Vorkenntnissen der Teilnehmer – jeweils in fünf Modulen geschult. Die Integrationslotsen stehen in engem Kontakt mit den Integrationsbeauftragten der verschiedenen Kommunen, die wiederum den Seminarbedarf ihrer ehrenamtlichen Engagierten melden. Auf dieser Grundlage finden dann die unterschiedlichen Schulungen jeweils vor Ort statt.

Yvonne Partmann, Leiterin des KI, freut sich, dass viele Ehrenamtliche an den Fortbildungen teilnehmen: „Wir sind eine Region mit einem starken ehrenamtlichen Engagement. Ich bin froh, dass wir die Ehrenamtlichen mit den Fortbildungen in ihrer Arbeit unterstützen können.“

Der nächste Fortbildungstermin steht auch schon fest: Am Freitag, 9. und Samstag, 10. November 2018, geht es mit Referentin Dr. Natalia Tilton um Sprachvermittlung für traumatisierte Menschen, Umgang mit Dilemma-Situationen und ethische Prinzipien der Sprachmittler. Das kostenlose Fortbildungsangebot richtet sich an ehrenamtliche Sprachmittler im Kreis Siegen-Wittgenstein. Anmeldungen nimmt Veli Aydin vom KI (Tel.: 0271 333-2324, E-Mail: v.aydin@siegen-wittgenstein.de) entgegen.

Eine Übersicht zu allen Schulungsangeboten und weitere Informationen für ehrenamtliche Engagierte finden Interessierte hier.

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